Patrozinium: Der heilige Martin von Tours

08.11.2020 12:19

Am 11. November findet alljährlich der traditionelle Laternenumzug zu St. Martin statt. Aufgrund der Corona Pandemie fallen alle Umzüge und Veranstaltungen zu Ehren des Hl. Martin aus. Am Sonntag, dem 8. November fand in der Stadtpfarrkirche das Patroziniumsfest des Hl. Martin statt.

In seinem Grußwort erinnerte Stadtpfarrer Raffaele De Blasi an den hl. Martin, der Schutzpatron des Lauinger Münsters ist. Ursprung des Sankt-Martins-Münsters zu Lauingen war eine Martinskapelle, die dem heiligen Martin von Tours geweiht war. 1700 Jahre nach Martins Geburt im Jahre 316 führte die Pfarreiwallfahrt im Jahre 2016 nach Szombathely (Ungarn), zu Deutsch Steinamanger, der Heimat des hl. Martin von Tours. 

Als Sohn eines Offiziers 316 geboren, kam Martin mit seiner Familie im Kindesalter nach Oberitalien, wo er den größten Teil seiner Kindheit verbrachte. Auf Wunsch seines Vaters musst er mit 15 Jahren in den Dienst einer Reiterabteilung eintreten. Weltberühmt machte Martin die Legende der Mantelteilung. Hoch zu Ross traf er auf einen frierenden Bettler. Er zog sein Schwert aus der Scheide und teilte damit den Mantel und gab eine Hälfte dem frierenden Bettler. Noch in derselben Nacht hatte Martin im Traum eine Begegnung mit Christus. Er war der Bettler, dem Martin den einen Teil seines Mantels gegeben hatte. Und der Herr sprach: Was ihr einem der geringsten getan, das habt ihr mir getan.  Nach dieser Begegnung ließ sich Martin im Alter von 18 Jahren durch Hilarius, den späteren Bischof von Poitiers taufen. Im Jahre 371/372 wurde der hl. Martin zum Bischof von Tours geweiht. Martin starb 397 im Alter von 81 Jahren.

Versuchen auch wir in unserem Leben den Blick auf Arme und Hilfesuchende zu richten und nicht nur mit materiellen Dingen zu helfen, sondern nehmen wir uns vor, uns auch mal etwas Zeit für unsere Mitmenschen zu nehmen. Nicht nur Fremde werden diese Art der Hilfe schätzen, sondern auch in der eigenen Familie, bei Freunden, älteren und alleinstehenden Menschen ist es gerade in der jetzigen Situation hilfreich, einander nahe zu sein und die Zeit miteinander zu verbringen, sie zu trösten und in der jetzt herrschenden schwierigen Zeit ihnen beizustehen.

Text: Claudia Mayer-Lindner