Berufsbild

Grundsätze:

Die Liturgie ist "der Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich Quelle, aus der all ihre Kraft strömt" (Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, Nr. 10).

Der Ort der Liturgiefeier, die Pfarrkirche, gehört deshalb zu den hervorragendsten Einrichtungen einer Pfarrgemeinde.

Dem Gottesdienst und der Pfarrkirche ist der Dienst des Mesners, der Mesnerin hauptsächlich zugeordnet.

Durch seinen Dienst trägt sie oder er zur Organisation, Lebendigkeit und Vielfalt innerhalb einer Gemeinde wesentlich bei.

 

Geschichte:

Der Dienst des Mesners, der Mesnerin reicht in seinen Anfängen bis in die Frühzeit der Kirche zurück. Bereits 251 wird berichtet, dass es in Rom "Ostiarier" - Türhüter - an den Kirchen gab.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich je nach Region verschiedene Bezeichnungen für den gleichen Dienst:

"Küster"

- von custos

= Wächter, Hüter

"Mesner"

- von mansio

= Wohnung bei der Kirche

"Sakristan"

- von sacer

= heilig, der für die Sakristei zuständig ist

Früher durften den Beruf nur Männer ausüben, heute steht er auch Frauen offen. Er wird haupt- oder nebenamtlich ausgeübt.

 

Aufgaben:

  • Helfer/Helferin des Priesters durch Mitwirkung bei allen Gottesdiensten und bei der Spendung der Sakramente
  • Mitsorge für einen geordneten Ablauf der liturgischen Handlungen
  • Sorge für das Gotteshaus, den Schmuck der Kirche, die Sauberhaltung und die Pflege der liturgischen Gewänder und Geräte
  • Hausmeisterdienste in Kirche und Pfarrzentrum
  • Ansprechpartner für Kirchenbesucher
  • Kirchenführungen