Papst Benedikt XVI. – Requiescat in pace
Leben und Werk des verstorbenen Papsts Benedikt XVI. werden sicher Gegenstand der Forschung sein bzw. bleiben – die Archive können dazu Wertvolles beitragen.
Als bedeutender, wenn auch nicht immer unumstrittener Theologe und Kirchenpolitiker hat der am 16. April 1927 im oberbayerischen Marktl am Inn geborene und am Tag des Hl. Silvester 2022 in Rom verstorbene Papst Benedikt XVI. selbstverständlich Spuren oder besser gesagt: Schriftstücke in den verschiedenen Archiven, darunter auch dem Archiv des Bistums Augsburg, hinterlassen. Als Beispiel sei hier eine – inhaltlich eher unbedeutende- Absage des damals 42-jährigen Theologieprofessors in Tübingen, Joseph Ratzinger an den Priesterverein der Diözese Augsburg angeführt. Der einstige Konzilstheologe war zu dieser Zeit schon ganz offensichtlich ein gefragter Vortragsredner und Kongressteilnehmer, der sich mit Arbeitsüberlastung entschuldigt; der 1. Vorsitzende des Vereins, Msgr. Hermann Lutz hat sein Bedauern darüber mit dem Wort „Leider" auf dem Absageschreiben vermerkt.
Es steht zu erwarten, daß Leben und Werk dieses Papstes in Zukunft wissenschaftliche Forschungen –vor allem bei Theologen und Kirchenhistorikern- anregen werden; die in den Archiven lagernden Unterlagen können dann zweifelsohne vieles dazu beitragen.
Requiem aeternam dona ei, Domine, et lux perpetua luceat ei.
Oh Herr, gib ihm die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm.
Wann wird wohl wieder ein Bayer Papst werden?
E. Naimer