Die Diözesanleitung hat einen Raumplanplanentwurf mit Zeithorizont 2025 erstellt, der unter der Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Pfarrern die Pfarreigemeinschaften neu regelt.
Im März 2011 wurden die Pfarrgemeinderäte aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen.Der Pfarrgemeinderat von St. Clemens hat in seiner Sitzung vom 3. Mai den Plan abgelehnt und folgende Stellungnahme abgegeben:
Die Pfarrei St. Clemens soll ihre Zustimmung zu einem Planungsvorschlag geben, ohne nähere Informationen darüber zu haben, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Die Begründung, dass es immer weniger Priester gibt und deshalb die Pfarreien zusammengelegt werden müssen, ist nicht ausreichend. Wir wissen, das der Priestermangel in Deutschland ein großes Problem ist. Die Zusammenlegung von Pfarreien ist jedoch keine Lösung. Uns ist auch klar, dass die Kirchenbesucher immer mehr zurückgehen, aber mit noch größeren Pfarreiengemeinschaften wird dies mit Sicherheit noch schlimmer werden. Wie sollen die einzelnen Pfarrgemeinden lebendig bleiben, wenn der Priester nur noch gelegentlich eine Messe hält und ansonsten nicht anzutreffen ist. Bleiben die einzelnen Kirchenstiftungen erhalten? Wie kann das Stiftungsrecht erfüllt werden, wenn der Kirchenveraltungsvorsitzende bei den Sitzungen nicht mehr zur Verfügung steht? Was kann man tun um wieder mehr Priester zu gewinnen ? Macht man sich auch diesbezüglich in der Diözese Gedanken ? Werden mehr Gemeindereferenten/ Gemeindehelfer/Pastoralreferenten und Sekretariatskräfte eingestellt ? Bleiben die einzelnen Pfarrbüros bestehen? Fragen über Fragen, aber wir haben keine Antworten. Sollten Sie davon ausgehen, dass sich mehr Laien in der Gemeinde engagieren werden, so müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir auch mit einem "Laienmangel" zu kämpfen haben, was die letzten Pfarrgemeinderatswahlen bereits zum Ausdruck gebracht haben.
Wir wissen, dass die katholische Kirche in der Krise steckt und wir auch die Zusammenlegung der Pfarreien nicht verhindern können. Wir können uns sowohl eine Zusammenlegung mit Biberbach als auch mit Westendorf vorstellen. Wir haben jedoch bei jeder Lösung folgende Forderungen:
- Weiterhin Besetzung des Pfarrbüros in Herbertshofen
- Entlastung des Priesters von Verwaltungsarbeiten
- Einstellung zusätzlicher Gemeindereferenten/ Gemeindehelfer/ Pastoralreferenten und Sekretariatskräfte