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Rückblick und Ausblick bei St. Clemens.

16.10.2011 16:00

Über 200 Besucher kamen in die Herbertshofer Turnhalle zu dieser alle zwei Jahre stattfindenden „Bürgerversammlung des Christenvolkes“. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sabine Schey konnte die beiden Pfarrherrn Johnson Puthuva und Ludwig Hihler, Markus Maiwald mit der neuen Diakonin Tanja Fock von der evangelischen Kirchengemeinde, die Bürgermeister Dr. Michael Higl und Rudolf Helfert und weitere prominente Gäste willkommen heißen.

Das Bild zeigt von links: Markus Maiwald, Johnson Puthuva, Tanja Fock, Ludwig Hihler, Sabine Schey, Alfons Büchele, Elfriede Rasch , Andreas Reimann, Antonie Nussbauer, Carmen Leimer, Dr. Michael Higl, Rudolf Helfert, Monika Moser, Angela Gerstmeir.

Nach den Berichten der Pfarreigremien und Gruppen bot das Rahmenprogramm nach der Pause Viel Spaß und Unterhaltung .

Einen gemeinsamen „Rettungsschirm“ für die Pfarreiengemeinschaft und den Markt Meitingen empfahlen Pfarrer Johnson Puthuva und Bürgermeister Dr. Michael Higl. Die Pfarreiengemeinschaft aus den Pfarreien Herbertshofen, Meitingen und Langenreichen und die politische Gemeinde seien zwar derzeit intakt, doch die Herausforderungen im besonderen in der Kirche durch die pastorale Raumplanung der Diözese Augsburg ab 2025 erfordere ein Umdenken und noch mehr Laienarbeit. „Der Umbruch in der Kirche hat begonnen, in Zukunft liegt das christliche Leben in der Pfarrei in allen Händen“, dankte der Pfarrer den vielen Helfern, die ihn in den Gremien und auch sonst unterstützen, sah aber für die Zukunft noch mehr sakrale Laienarbeit. Sein Vorschlag für den Rettungsschirm: „Gemeinsam das christliche Leben spürbar werden lassen, denn nur gemeinsam können wir das Gemeinschaftsleben vor Ort gestalten und Pfarrfamilie sein“. Zusammen mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Sabine Schey wurde dann die neue Pfarrhelferin für die ganze Pfarreiengemeinschaft, Carmen Leimer, vorgestellt, eine Biberbacherin, die sich mit ihrem künftigen Aufgabengebiet präsentierte.

Im Tätigkeitsbericht des seit April 2010 amtierenden Pfarrgemeinderats gab deren neue Vorsitzende Sabine Schey einen Einblick in das durch fünf „Neulinge“ aufgefrischte neunköpfige Gremium gab. Von der Organisation sakraler Termine über Seniorennachmittage und die Begrüßung von Neubürgern, die bewältigten Aufgaben waren vielfältig. „Wir haben unsere Feuertaufe bestanden“, präsentierte die Erlingerin selbstsicher die lebendige Pfarrgemeinde, lobte die gute Zusammenarbeit mit den beiden Pfarrherrn und der Pfarreiengemeinschaft und dankte ihren vielen Helfern. Die Opfer- und Spendenbereitschaft der Pfarreimitglieder hob Kirchenpfleger Alfons Büchele bei seinem Finanzbericht hervor. Neben einem Jahresaufkommen von Euro 62096.- an Opfer und Spenden, die teilweise als gebundene Kollekte an die Diözese weitergeleitet wurden, ermöglichte diese Institution der Pfarrei durch einen Zuschuss in Höhe von Euro 35492.—den Haushaltsausgleich. Die Hauptinvestitionen für Senioren- und Jugendarbeit, insbesondere den Ausbau und die Verschönerung des neu eröffneten Jugendheimes, liegen bei rund Euro 12000.--, die teilweise aus den Rücklagen finanziert wurden. Büchele bedauerte beim Dank an die Spender und Helfer, dass die bisherige Reinigung der Pfarrheimräume durch ehrenamtliche fleißige Frauen ab 2012 wegfalle.

„Die Kirche und den Markt Meitingen einigt die Frage wie gehen wir miteinander um, wie leben wir zusammen in christlicher Nächstenliebe?“, sagte Bürgermeister Dr. Michael Higl bei seinen Grußworten. Die Kirche solle nicht nur als Gebäude im Dorf bleiben, wünschte das Marktoberhaupt einen aufgespannten Rettungsschirm, unter dem sich alle Menschen des Marktes Meitingen mit christlicher Grundeinstellung um das gemeinschaftliche Nebeneinander kümmern können.

Heiteres Rahmenprogramm zwischen den Berichten der Pfarreigremien

Das Beichtgeheimnis beim Weißwurstfrühstück

Der Kirchenchor bewies dabei unter der Leitung von Doris Asam auch sein Können beim unterhaltsamen Liedgut wie „Fröhlich wollen wir uns zeigen“ und beim abschließend ihrem in den letzten Tagen verstorbenen langjährigen Mitsänger Albert Jenuwein gewidmeten Liedern „Deine Tage, sie sind zu Ende“ und „Träume, die die Angst besiegen“. Auch der im Umbruch befindliche Kinderchor der Pfarrei „die Clemenslerchen“ begeisterten mit elanvollen Vorträgen wie „Wir sind die Kleinen der Gemeinde, aber ohne uns geht gar nichts“. Die beiden Leiterinnen Angela Gerstmeir und Monika Moser, die selbst ein bayerisches Gstanzl beitrugen, gaben eine Abriß über die vielen Auftritte bei kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen. Für große Ministrantenschar ließ deren Chef Andreas Reimann die mannigfaltigen Aktivitäten neben dem kirchlichen Dienst Revue passieren. Einen Einblick in die Freizeitgestaltung der Minis gab dann der unterhaltsame Sketch über das etwas überspitzte Chaos bei einer Ministrantenprobe vor Weihnachten mit den beiden gespielten Pfarren Andreas Reimann und Matthias Kruck, sowie Oberministrantin Bianka Kraus. „Vom Sonntagstässchen über das Fastenessen, die Kräuterbuschenaktion und über den Hoigarta beziehe die Katholische Arbeitbewegung KAB ihren finanziellen Grundstock zur Unterstützung Hilfsbedürftiger im In- und Ausland“, so deren Mitvorsitzende Elfriede Rasch bei einem weiteren Bericht eines Pfarreigremiums. Antonie Nussbauer lobte für den 185 Mitglieder zählenden Katholischen Frauenbund mit seinen Muki- und Maxigruppen und einer Bastel- und Handarbeitsgruppe die gemeisterten Aufgaben, die neuerdings durch ein Führungsquintett organisiert werden. „Das Beichtgeheimnis beim Weißwurstfrühstück“ war dann der abschließende Unterhaltungshöhepunkt bei einem Sketch des Frauenbundes. Die bewährten Humorstrateginnen Anni Schenk (Pfarrer), Martha Kraus (Wirt) und Blanka Wanka und Gertrud Häusler als Wirtsgäste sorgten für Heiterkeit.
(gp)

Kirchenchor
Ministrantenprobe
Clemenslerchen