„Wir wollen die heilige Messe mal anders feiern“, begründete Pfarrhelferin Carmen Leimer ihre Idee bei der Begrüßung bedankte sich für die rege Unterstützung.
Den Gottesdienst feierten in Konzelebration der Regional-Jugendseelsorger Christoph Lentz, Dekanats-Jugendseelsorger Albert Wolf und Ortspfarrer Johnson Puthuva in der gut gefüllten Herbertshofer Turnhalle.
Den musikalischen Teil steuerte die Schulband der Realschule Meitingen bei.
Bis zum Public-Viewing des EM-Endspieles auf Großleinwand zog die junge Rockband mit ihren Sängerinnen nochmals alle Register.
„Willst du Gott zum Lachen bringen, so erzähle ihm deine Pläne“, sagte Regional-Jugendpfarrer Christoph Lentz zur Eröffnung der Rock-Messe der Pfarreiengemeinschaft Meitingen. Mit dieser Anspielung meinte er das kurzfristig total geänderte Programm mit der Verlegung der Handlung aus Witterungsgründen von der Schulwiese in die Turnhalle und dem ohne Deutschland ausgetragenen Fußballfinale um die Europameisterschaft beim anschließenden Public- Viewing. Dies tat der Feier und dem regen Zuspruch von Jung und Alt aus der Gesamtregion keinen Abbruch.
Jubelnde, fähnchenschwingende Fußballfans umsäumten statt der sonst üblichen Ministranten den Altarraum und sangen ein Fanlied und Reporterin Tanja Schaller stellte die üblichen Fragen zum Verlauf und Ausgang eines Fußballfinales.
Alle Handlungen der Messfeier waren eingebunden in den wohlklingenden Rocksound der mit großem Beifall belohnten Schulband der Realschule Meitingen, die ihr Musiklehrer Axel Feld souverän leitete. So erklangen zum Auftakt mit den Fans das Heldenlied „We can be Heroes“ und „Wovon sollen wir träumen?“. Jugendpfarrer Lentz, der bei allen Fragen und Antworten sowie bei den Fürbitten die Jugendlichen, darunter die Ministranten und Firmlinge der drei Pfarreien geschickt einbaute, stellte auch die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ein kritischer Dialog von zwei Freunden: „Wo ist Gott eigentlich?“, das Mottolied des Abends „If God were one of us“ und der Hinweis des Priesters „Gott gibt uns Sinn und ist Wegweiser in unserem Leben“ ergaben die Antwort.
Kompliment an den lieben Gott
„Ein Kompliment“ an den lieben Gott und die Veranstalter war der Inhalt des schmissigen Schlussliedes der Band zum Dank und Segen, ehe Pfarrer Johnson Puthuva und Pfarrhelferin Carmen Leimer allen Beteiligten und den vielen Helfern bei der wochenlangen Vorbereitung und dem Mitwirken bei dieser Premiere dankten. Ein Sonderlob bekam Herbertshofens Ministrantenboss Andreas Reimann für seine Organisation und die Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit in Augsburg für die geleistete Unterstützung.
In der gemütlichen Essens- und Trinkpause bis zum Public- Viewing lies die junge Rockband mit ihren Solosängerin noch bekannte Hits wie „Jar of Hearts“ von Christina Perri oder „Hotel California“ erklingen.
(gp)