Über die Reise Pfarreiengemeinschaft nach Oberitalien im September 2014 hat Franz Schenk einen Bericht in Reimform verfasst. Hier ist er:
Bei uns verblühten schon die Dahlien
Drum fuhr die Pfarreiengemeinschaft nach Oberitalien
Hier gab es wochenlang nur Kälte und Regen
Doch diese Reise ging der Sonn‘ entgegen
Und diese Fahrt, sie versprach Genuss
Mit Domberger, im **** Fernreisebus
Die Bushostess gab sich sehr salopp
Und in Brixen geplant der erste Stopp
Doch brauchte der Fahrer eine Lenkzeitlücke
Und machte Pause an der Europabrücke
Auch wir waren darüber ehrlich froh
Besuchten die Kapelle und das Klo
Der Sonnenschein machte uns zufrieden
Brixen wartete, das Tor zum Süden
Vieles haben wir in dieser Stadt bewundert
Den Domkreuzgang mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert
Der Dom und Hofburg sind wunderschön
Und wir konnten durch die Lauben geh‘n
Auch schauten wir uns mit Freude an
Mit drei Köpfen, den wilden Mann
Auch Margit fand sehr angenehm
Die Führung mit dem Audio-System
Leider verging die Zeit sehr schnell
Aber wir mussten weiter, auf alle Fäll‘
Die Fahrt ging nach Monselice, ganz ungeniert
Denn im Bluedream warn die Zimmer reserviert
Es war ein stiller und auch ruhiger Ort
Doch deutsch sprach man nur wenige Wort
Frau Kell fand dies gar richtig cool
Und erfrischte sich vergnügt im Schwimmingpool
Andere Mitfahrer waren darauf nicht so versessen
Und warteten gespannt auf das Abendessen
Leider konnten wir uns darüber freu‘n
Erst als der Uhrzeiger stand bereits auf neun
Doch dies zeichnet ja uns Christen aus
Bei Bier und Wein klang dann der Abend aus
Das Frühstück war angesagt für früh um sieben
Doch einige sind länger im Bett geblieben
Andere wollten sich vorher im Pool erfrischen
Doch da tat sich die Hotelführung einmischen
Diese hat ganz kategorisch festgestellt
Dass das Morgenschwimmen fürwahr entfällt
Sie gab dazu nicht ihren Segen
Denn der Roboter musste den Rasen pflegen
Insgesamt erteile ich gern die Note gut
Drei Tage wurde in den Betten sanft geruht
Am 2. Tag durften wir uns auf Venedig freu’n
Der Bus fuhr mit Stefania ab um neun
Von Tronchetto ging hin zum Markusplatz
Dort wartete Arianna, ein besonders fröhlicher Schatz
Als heißblütige, wortgewandte Sizilianerin
War sie die perfekte Stadtführerin
Die Erklärungen kamen in frohem Ton
Und sie schwärmte gerne von Napoleon
Bekannt war ihr in Venedig jede Lücke
Führte uns zur Rialto- und zur Seufzerbrücke
Den Dogenpalast, den Dom am Markusplatz
Erklärte sie uns wirklich ohne Hast
Auch sehr viele Zahlen fiel’n ihr ein
118 Inseln, 175 Kanäle und 398 Brücken würden sein
Hier in Venedig, welches auf Millionen Pfählen erbaut
Ein tolles Wissen, bewunderten wir erstaunt
Viel kam noch, die Zeit verging wie im Flug
Zum Abschluss von ihr ein netter Zug
Sie lud uns ein zum Glase kühlem Aperol
Angestoßen wurde da freudig auf ihr Wohl
Manche brauchten no a Eis zum vollen Glück
Mit dem Vapretti ging es nach Tronchetto z‘rück
Der Tag war für alle ein voller Genuss
Am nächsten Tag wartete schon Antonius
Eine kurze Nacht, schon war er da
Der nächste Tag, mit Monica
Net recht weit weg liegt Padua
Schon nach 30 Minuten war‘n wir da
Leider hatten wir hier nur wenig Zeit
Denn nach Camposampiero war‘s noch weit
Dort mussten wir am Nachmittag ja sein
Aber zuvor weihte sie uns über Padua kurz ein
Zuerst war die Basilika San Antonius dran
Dann schauten wir uns die Alte Universität auch an
Die war einst im Palazzo Bo untergebracht
Wo schon Galilei den Schülern Wissen beigebracht
Auch der Palazzo della Ragione
Mit den Lauben war net ohne
Zwei verschiedene Märkte gab’s an beiden Seiten
Und in Läden drin gar viele Köstlichkeiten
Einiges verzehrten wir mit viel Genuss
Dann rief leider schon wieder unser Bus
Und bald startete die Weiterfahrt
Denn Pünktlichkeit wurd‘ stets bewahrt
Als wir ankamen am gewünschten Ziel
Erklärte uns die liebe Monica noch viel
Der Nussbaum war leider nicht mehr zu sehen
An seiner Stell‘ tut eine Kapell‘ jetzt stehen
In dieser sollte die heilige Messe sein
Doch wies man uns in eine andre ein
Doch wurd’s auch dort a Sach‘ a runde
Man betete und sang aus vollem Munde
Ja, auch dieser Tag verging recht schnell
Für die letzte Nacht erwartete uns das Hotel
Der nächste Morgen weckte uns mit Sonnenschein
Mit Verspätung nahmen wir das Frühstück ein
Net grad schonend wurde uns beigebracht
Sonntags-Frühstück, erst ab acht
Schließlich fuhr man ab nach Vicenza
Und Führerin Anna wartete schon da
Die auch sogenannte Palladio-Stadt
Bietet an Palazzi wirklich satt
Dem Corso Palladio entlang ging es da
Wo man derer dann auch viele sah
Das Teatro Olimpico war nur von außen zu sehen
Denn wir mussten hurtig weiter gehen
Mit echtem Charme und viel Geschick
Lenkte auf die Basilika Palladiana unsren Blick
Das dies nur der Justizpalast nur ist
Erklärte sie ausführlich ganz nebenbei
Auf dem Rückweg, dies traf den Fahrer hart
Stand man plötzlich vor einem Supermarkt
Rechte viele drangen in ihn ein
Und deckten sich mit Nachschub ein
So trat man unsere Rückreise dann
Mit recht kräftiger Verspätung an
Nach 4 Stunden musste eine Lenkzeitpause sein
Diese legte man dann in Kaltern ein
Weinprobe gab es in Rot und Weiß
Andre tranken Kaffee oder schlürften Eis
Dieses mundete dann Mann und Frau
Zum Zwischenstopp ging es nach Oberammergau
Im Festspielhaus hat man noch Toiletten g’funden
Und man trat vergnügt Schaufensterrunden
Frohgelaunt stieg man in den **** Fernreisebus ein
Und traf wohlbehalten auch zu Hause ein
Zufrieden blickten wahrlich alle Leit‘
Und warten auf die nächste Reis‘ scho‘ voller Freid‘
I seh’s scho gedruckt auf weiß in schwarz
Diese geht vielleicht gar in den Harz.