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Spitalkirche St. Albanus Lauingen

Die Spitalkirche ist direkt an der Lauinger Donaubrücke gelegen und seit Ende des 17. Jahrhunderts dem heiligen Albanus geweiht. Sie ist das Gotteshaus der im 15. Jhd. gegründeten Hospitalstiftung, in deren Trägerschaft und Räumen sich das heutige städtische Seniorenheim befindet.

Die Spitalkirche St. Albanus an der Lauinger Donaubrücke

Der Flügelaltar der Spitalkirche von 1870 stammt vom Lauinger Maler Anton Bernreiter, das qualitätvolle barocke Gestühl bezeugt, dass die Ursprünge des Kirchengebäudes weiter zurück liegen (spätgotisch). Im Chor rechts führt eine Steintreppe zu einer Krypta. In der Krypta befindet sich eine gotische Marienstatue aus dem 16. jahrhundert: "Unsere liebe Frau beim Brunnen". Einige weitere Steinstufen führen zur heilkräftigen Quelle hinunter. Dem Anschein nach befindet sich diese in einer ehemaligen jüdischen "Mikwe".
Traditionell wird das Patrozinium des heiligen Albanus Ende Juni gefeiert. Eine Besonderheit bei der Lauinger Feier zu Ehren des Heiligen erfreut sich Jahr für Jahr gleichermaßen großer Beliebtheit: nach dem Festgottesdienst werden die sogenannten "Albanusbändala" verkauft. Rund 5.000 Stück werden Jahr für Jahr zu diesem Anlass liebevoll hergestellt und jedes Mal in Rekordzeit unter das Volk gebracht. Um das rechte Handgelenk geschlungen, sollen die im Gottesdienst gesegneten Bänder den Träger auf die Fürsprache Sankt Albans vor dem Ertrinkungstod bewahren.

Der Hochaltar der Spitalkirche in Lauingen