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Heilige

Lebensdaten: geboren um 1190 in Nivelles, heute Belgien, gestorben am 12. Dezember 1231 in La Ramée Lebensgeschichte: Nach der Vita, die der Zisterzienser Goswin von Villers kurz nach ihrem Tod verfasste, war Ida die Tochter reicher Kaufleute und verkehrte in einem Kreis „armer Jungfrauen“, sogenannten Beginen, in ihrer Heimatstadt Nivelles. Neben dem häufigen Sprechen von Gott hatten es ihr die Armen, denen ihre ganze Sorge galt, und die Eucharistie angetan. Ida entzog sich mit 16 Jahren ihrer Verheiratung durch den Eintritt in eine Frauengemeinschaft, die im flandrischen Kerkom nach der Zisterzienserregel lebte und die Eucharistie durch häufigen Kommunionempfang verehrte. 1213 begleitete sie diesen Konvent nach La Ramée in den französischsprachigen Landesteil, wo er als Zisterzienserinnenkloster errichtet wurde. Offenbar genoss Ida schon weithin einen gewissen Ruf, da sie 1216 den Besuch der Zisterziensermystikerin Beatrijs von Nazareth empfing. In diesem Zusammenhang betonte ihr Biograph Goswin den Kontrast zwischen dem „ungelehrten Mund“ und der theologischen Autorität, die Ida beanspruchte, und unterstrich die strengen Bußübungen, denen sie sich unterwarf. Legendarisch ist überliefert, dass ihr die Muttergottes in einer Vision das Jesuskind in den Arm legte, und dass Ida durch ihr Gebet Arme Seelen aus dem Fegefeuer befreien konnte. Mit der Auflösung und Zerstörung des Klosters 1796 ist auch ihr Grab verlorengegangen. Patronin: gegen Zahnschmerzen und Qualen im Fegefeuer     Weitere Heilige und Feste des Tages:
Bartholomäus Bompedoni, Priester
Konrad von Offida, Terziar
Unsere Liebe Frau in Guadalupe
Lebensdaten: geboren am 1. Juli 1813 in Valletta, Malta, gestorben am 1. Juli 1875 ebendort Lebensgeschichte: Nazju Falzon kam in einer Familie von Richtern zur Welt und studierte wie seine drei Brüder Jura. Gleichzeitig war er besonders fromm und empfing mit 15 Jahren die niederen Weihen auf dem Weg zum Priestertum. Zwei seiner Brüder wurden Priester, doch er selbst hielt sich nicht für würdig genug dafür und wirkte als Katechet bei Kindern und Jugendlichen. Während des Krimkrieges (1853–1856) hielten sich etwa 20.000 Soldaten und Matrosen auf dem britischen Protektorat Malta auf, von denen viele nach Kriegsende dort stationiert blieben. Falzon besuchte die Mannschaften und lud die katholischen, vorwiegend irischen Männer zu sich nach Hause ein, um sie im christlichen Glauben zu unterweisen und auf den Empfang der Sakramente vorzubereiten. Dazu stießen auch viele neugierig gewordene anglikanische oder wenig konfessionell gebundene Soldaten, so dass Ignatius sich in die Jesuitenkirche von Valletta verlagern musste. Seine Schüler versorgte er mit knappen Texten, die man gut behalten konnte, sowie einer kleinen Zeitschrift, dem Trost der christlichen Seele. Auf seinen Katechismusunterricht hin konvertierten etwa 600 britische Soldaten zur katholischen Kirche. Ignatius Falzon starb an seinem 62. Geburtstag und wurde im Familiengrab in der Immakulatakapelle der Franziskanerkirche Mary of Jesus seiner Heimatstadt Valletta beigesetzt. Verehrung: 2001 wurde Ignatius Falzon als erster Malteser von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.   Weitere Heilige des Tages:
Antonio Rosmini-Serbati, Priester, Ordensgründer
Radegund von Wellenburg, Wohltäterin
Theoderich von Reims, Abt
Lebensdaten: geboren um 35 in Syrien, gestorben 107 in Rom Lebensgeschichte und Bedeutung: Einer Legende des 4. Jahrhunderts nach war Ignatius das Kind, das Jesus in die Mitte seiner Jünger stellte und als Vorbild empfahl, um in das Himmelreich zu gelangen (Mt 18,2). Beständiger kirchlicher Überlieferung nach war er ein Schüler des Apostels Johannes, der ihn im Jahr 69 mit dem Bischofsamt von Antiochien (heute Antakya, Türkei) betraute, der drittwichtigsten Metropole des Römischen Reichs, wo zum ersten Mal die Bezeichnung „Christen“ aufkam (Apg 11,26). Ignatius wurde laut der Kirchengeschichte von Eusebius von Caesarea „nach Rom geschickt und wegen seines Zeugnisses für Christus den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen“. Der Bischof erlitt im Flavischen Amphitheater (dem Kolosseum) das Martyrium. Seine Bedeutung hat Ignatius aber seiner sieben Briefe wegen, die er auf seiner letzten Reise durch Kleinasien nach Rom schrieb. In ihnen kommt zum ersten Mal die Bezeichnung „katholische Kirche“ vor. Er verband mit der Mahnung, sich vor den aufkommenden Häresien zu hüten, die dringende Empfehlung, nicht von der Überlieferung der Apostel und der Einheit mit den Bischöfen, vor allem mit dem römischen, abzurücken. Bei Ignatius findet sich das Bekenntnis zum einen Gott sowie zur Trinität von Vater, Sohn und Geist, er hielt gegen Irrlehrer die wahre Menschheit Jesu Christi fest, ohne Abstriche von dessen wahrer Göttlichkeit zu machen, und hinterließ eine sehr präzise Eucharistielehre, die unter anderem einschärft, dass sie nur unter Vorsitz des Bischofs oder eines seiner Delegierten gefeiert werden darf. Verehrung: Ignatius, der im Ersten Eucharistischen Hochgebet gleich nach den Aposteln genannt wird, verehren die orientalischen Kirchen als „Vater der Orthodoxie“ (Rechtgläubigkeit), die koptische Kirche (mit einer antirömischen Spitze) als „Nachfolger Petri“, die lateinische Kirche als Apostolischen Vater. Die syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien tragen ihm zu Ehren alle den Namen Ignatius. Als man der Legende nach seinen Leichnam barg und sein Herz gesondert entnahm, hatte sich darauf das griechische Christusmonogramm IHS eingebrannt. Eneko von Loyola nahm es sich zu eigen, als er sich in Ignatius umbenannte. Darstellung: als betagter Bischof bei seinem Martyrium oder mit IHS-Monogramm   Weitere Heilige des Tages:
Contardo Ferrini, Franziskanertertiar, Wohltäter
Hedwig von Polen, Königin, Wohltäterin
Lebensdaten: geboren am 31. Mai 1491 auf Schloss Loyola bei Azpeitia, gestorben am 31. Juli 1556 in Rom Lebensgeschichte: Der baskische Adelsspross Íñigo oder Eneko López de Loyola diente als Offizier im Heer des Vizekönigs von Navarra, war auf sein Aussehen bedacht und für seine Duellierlust bekannt, als ihm bei der Verteidigung Pamplonas 1521 eine Kanonenkugel das rechte Bein zerschmetterte und seine Karriere beendete. Während der Monate der Genesung auf dem väterlichen Schloss gingen ihm die Ritterromane aus, und er griff aus Verlegenheit zu geistlichen Schriften und Heiligenlegenden, worauf ihm sein bisheriges Leben recht oberflächlich und sinnlos vorkam. Sobald er konnte, ritt er zum Benediktinerkloster Montserrat unweit von Barcelona, wo er eine Lebensbeichte ablegte, drei Tage durchbetete und seine Waffen vor der Schwarzen Madonna ablegte. Er lebte monatelang als Einsiedler in einer Höhle bei Manresa, wo er die Geistlichen Übungen verfasste, und zog anschließend als Pilger nach Jerusalem, das er nach drei Wochen jedoch wieder verließ. Der „Pilger“, wie er sich selber im Rückblick nannte, hatte die Notwendigkeit des Studiums erkannt, drückte in Barcelona die Schulbank und zog über die Universitäten von Alcalà und Salamanca nach Paris, wo er 1533 den Magistergrad in Theologie erhielt. 1534 legte er mit Petrus Faber, Franz Xaver und vier weiteren Gefährten auf dem Montmartre die Gelübde der Keuschheit und der Armut sowie der Bekehrung der Heiden im Heiligen Land ab – woraus aber der Türkenkriege wegen nichts wurde. Ignatius und seine Gefährten, mittlerweile alle zu Priestern geweiht, unterstellten sich daraufhin mit einem besonderen Gehorsamsgelübde dem Papst, der die Regel der „Gesellschaft Jesu“ 1540 anerkannte. Die „Jesuiten“ wählten Ignatius zum Ordensgeneral und durchzogen Europa mit einem Netz von Schulen, Kollegien und Seminaren, womit sie innerhalb weniger Jahrzehnte zum bestimmenden Instrument der Gegenreformation wurden und entscheidenden Anteil an der Politik der Kirche und der Kronen hatten. Als Ignatius 1556 starb, wirkten bereits 1000 Jesuiten in zwölf Provinzen, 72 Niederlassungen und 79 Kollegien. Verehrung: Ignatius wurde 1606 selig- und 1622 heiliggesprochen. Sein Grab befindet sich in der Mutterkirche des Jesuitenordens Il Gesù in Rom. Darstellung: in schwarzem Gewand oder Messgewand, mit dem Christusmonogramm IHS, mit Kreuz, flammendem Herzen, drei Nägeln, Drachen, Fackel oder Buch Patron: des Baskenlands, der Jesuiten, der Exerzitienhäuser, der katholischen Soldaten, Kinder und Schwangeren   Weitere Heilige des Tages:
Elisabeth Eppinger, Ordensgründerin
Justinus de Jacobis, Ordenspriester, Bischof
Lebensdaten: gestorben am 8. Juni 1115 in Schwarzenberg, Vorarlberg Lebensgeschichte und Legende: Ilga war der Überlieferung nach die Schwester Merbods von Bregenz und Diedos von Andelsbuch und zog wie sie als Einsiedlerin in den Bregenzer Wald. Dort, wo sie sich tränenreich voneinander verabschiedeten, entsprang die Heilquelle der Lorena. Seit dem frühen 16. Jahrhundert ist ihre Verehrung als Ilga, Hilta oder Hitta im vorarlbergischen Schwarzenberg bezeugt, wo sie aus dem mitgebrachten Lorena-Wasser ebenfalls eine heilkräftige Quelle entspringen ließ und wundertätig wirkte. Als Ilga 1115 in ihrer Klause starb, über der heute eine Kapelle steht, sollen die Glocken der Schwarzenberger Kirche von selber zu läuten angefangen haben. Verehrung: 1749 wurden die Gebeine der Heiligen erhoben und werden seitdem in einem Schrein in der Kirche von Schwarzenberg verehrt. Patronin: gegen Augenleiden   Weitere Heilige des Tages:
Jakob Berthieu, Missionar, Märtyrer
Maria Gräfin Droste zu Vischering, Mystikerin
Marcellin Champagnat, Ordensgründer
Lebensdaten: geboren 1322 in Bologna, gestorben am 12. Mai 1333 ebendort Lebensgeschichte und Legende: Der dominikanischen Überlieferung nach kam Maria Maddalena Lambertini in einer Bologneser Grafenfamilie zur Welt. Das außergewöhnlich fromme Kind liebte das Gebet und besonders die heilige Messe und das Chorgebet, das sie häufig in einer benachbarten Dominikanerkirche besuchte. Mit neun Jahren wurde ihr erlaubt, zeitweise bei den Dominikanerinnen von Val di Pietra zu leben. Imelda, wie sie vielleicht verniedlichend genannt wurde, durfte das Habit tragen und am gemeinsamen Gebet sowie an der Messe teilnehmen. Nur zur heiligen Kommunion durfte sie wegen ihres jungen Alters nicht gehen – vor dem 14. Lebensjahr war die Erstkommunion nicht vorgesehen und selten. Imelda schloss auf kindliche Weise „Freundschaft“ mit Heiligen, von denen sie hörte, und auch mit Jesus, den sie so gern empfangen wollte – doch ihr Wunsch wurde immer wieder abgewiesen. Am Vorabend von Christi Himmelfahrt 1333 bat die inzwischen Elfjährige die Schwestern besonders eindringlich um die heilige Kommunion, so dass diese sich sogar ratsuchend an den Kaplan wandten. Doch auch er hielt Imelda auf jeden Fall für zu jung. Nach der Messe fiel den Schwestern in der Kapelle ein Geräusch auf, und als sie hinsahen, gewahrten sie ein Licht über der still betenden Imelda im Chor und darin eine schwebende Hostie. Der eilends aus der Sakristei gerufene Kaplan zögerte darauf hin nicht mehr, Imelda ihre erste heilige Kommunion zu reichen. Die Priorin erlaubte dem Kind, noch ein wenig allein in der Kapelle zu verbleiben, um dankzusagen, doch als man sie später holen ging, weil sie zum Essen kommen sollte, fand man sie leblos kniend vor. Sie war offenbar vor Freude gestorben. Verehrung: Imelda Lambertini wurde im Kloster Val di Pietra bestattet und anschließend im Kloster Maria Maddalena, wohin der Konvent 1566 übergesiedelt war. Seit der Aufhebung des Klosters durch Napoleon ruht ihr unverwester, wachsüberzogener Leichnam in einem Glasschrein in der Bologneser Kirche San Sigismondo. 1826 wurde sie von Papst Leo XII. seliggesprochen. Papst Pius X. erhob die „Blume der Eucharistie“ 1910 zur Patronin der Erstkommunikanten, deren Alter er im selben Jahr auf die heute üblichen sieben bis neun Jahre herabsetzte. 1942 wurde Imeldas Heiligsprechungsprozess mangels historisch belastbarer Dokumente zum Hostienwunder eingestellt. Darstellung: als Novizin beim Empfang der heiligen Kommunion Patronin: der Erstkommunionkinder   Weitere Heilige des Tages:
Johanna von Portugal, Königstochter
Nereus und Achilleus, Märtyrer
Pankratius, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1174 in Dänemark, gestorben am 29. Juli 1236 in Corbeil bei Paris Lebensgeschichte: Die dänische Prinzessin Ingeborg Valdemardatter wurde am 14. August 1193 mit dem französischen König Philipp II. August verheiratet, tags darauf zur Königin gekrönt und noch einen Tag später aus nie geklärten Gründen verstoßen und in einem Kloster festgesetzt. Die allen Chroniken nach attraktive und kultivierte „Isambour“ sollte 20 Jahre in verschiedenen Klöstern und Kerkern in Gefangenschaft bleiben. Noch im November 1193 erreichte Philipp August von seinem Onkel, dem Erzbischof von Reims, die gefällige Auflösung der vollzogenen Ehe, doch Ingeborg appellierte an die Päpste, die die Angelegenheit auf die Tagesordnung von insgesamt vier Konzilien setzten. Währenddessen hatte der König Mühe, wegen dieses Skandals eine neue standesgemäße Ehe einzugehen, und musste sich mit der Grafentochter Agnes von Andechs-Meranien begnügen, die ihm zwei Kinder schenkte und im Kindbett des dritten verstarb. Nachdem der Papst über den König und ganz Frankreich den Kirchenbann verhängen ließ, und das Land, in dem niemand mehr ein christliches Begräbnis fand, gegen den Monarchen aufbegehrte, kehrte Philipp August 1213 zu seiner rechtmäßigen Frau zurück und ließ sie befreien. Bis zu Philipps Tod 1223 lebten beide allerdings getrennt. Bis zu ihrem eigenen Tod am 29. Juli 1236 lebte Ingeborg zurückgezogen im Priorat von Saint-Jean-en-Isle (Corbeil), das aus ihrer außerordentlich hohen Mitgift errichtet worden war. Ihr Wunsch, in der königlichen Grablege der Basilika Saint-Denis bestattet zu werden, schlug Philipp Augusts Enkel, König Ludwig der Heilige, aus, obwohl sie für den französischen König und für ihren verstorbenen Mann jährlich eine Messe gestiftet hatte. Ihre Mitgift behielt er ein. Aus dem Besitz Ingeborgs ist ein prächtiger Psalter erhalten. Ihr Grab wurde während der Französischen Revolution aufgelassen, die bronzene Grabplatte eingeschmolzen.   Weitere Heilige des Tages:
Leopold Mandić von Castelnuovo, Ordenspriester, Mystiker
Petrus Chrysologus, Bischof, Kirchenlehrer
Wiltrud von Hohenwart, Äbtissin
Lebensdaten: geboren um 1220 in Östergötland, gestorben am 2. September 1282 in Skänninge Lebensgeschichte: Ingrid stammte aus einer der vornehmsten Familien Schwedens und war die Großtante der heiligen Birgitta. Sie wurde mit einem ebenbürtigen Mann namens Sigge verheiratet und näherte sich nach dessen Tod 1271 dem Dominikaner Petrus von Dacien an, der sich vielleicht auf sie berufen hat, als er in einem Brief die asketische Lebensweise und mystischen Eingebungen einer seiner „geistlichen Töchter“ beschrieben hat. 1272 nahm eine Gruppe von Frauen unter der Führung Ingrids das Leben in einem zunächst informellen Dominikanerinnenkonvent in Skänninge auf, dessen Anerkennung Ingrid mit Hilfe ihres Bruders Johan, einem Deutschordensritter, und ihrer Schwester Kristina betrieb. Ingrid unternahm Pilgerreisen nach Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom und kehrte als Priorin in das Kloster Skänninge zurück, das 1281 – ein Jahr vor ihrem Tod – als erstes schwedisches Dominikanerinnenkloster anerkannt wurde. Verehrung: 1499 wurde Ingrid seliggesprochen, 1507 wurden ihre Gebeine erhoben und in einem kostbaren Schrein im Kloster Skänninge beigesetzt. Ihre Reliquien wurden in der Reformationszeit ins nahegelegene Birgittenkloster Vadstena in Sicherheit gebracht. 1645, 50 Jahre nach der Flucht der Birgittinnen aus Vadstena, entwendete der französische Edelmann und Ballettmeister Antoine de Beaulieu ihren Schädel, den er für den der heiligen Birgitta hielt und der über den französischen Botschafter in die Kirche von Courson-les-Carrières bei Auxerre gelangte. 1959 wurde der Schädel dem Birgittenkloster Uden in den Niederlanden übergeben, wo er als der der heiligen Birgitta gilt. Darstellung: als Dominikanerin mit Kreuz in der Hand   Weitere Heilige des Tages:
Apollinaire Morel und François-Urbain Saline de Niart sowie 189 weitere Priester-Märtyrer der Septembermorde 1792
Lebensdaten: geboren um 135 in Smyrna, heute Izmir, gestorben um 202 in Lyon Lebensgeschichte: Eirenaios war laut der Kirchengeschichte von Eusebius von Cäsarea ein Schüler des Apostelschülers Polykarp von Smyrna und gelangte 155 mit einer griechischen Handelskolonie ins gallische Lugdunum. Er wurde offenbar Presbyter der griechischsprachigen Gemeinde und war unter der Aufsicht des Bischof Pothinus tätig. Als Pothinus 177 unter Kaiser Mark Aurel das Martyrium erlitt, folgte ihm Irenäus ins Amt nach und widmete sich mit großem Eifer der Glaubensverbreitung. Die Bistümer Besançon und Valence wurden von Missionaren gegründet, die Irenäus aus Lyon entsandt hatte. Irenäus konnte erfolgreich im sogenannten Osterfeststreit vermitteln, indem er Papst Victor davon abbrachte, die kleinasiatischen Bischöfe auszuschließen, die Ostern wie die Juden am 14. Nisan statt am ersten Sonntag nach Frühlingsanfang feierten, und ihn davon überzeugte, jede Kirche in dem freie Hand zu lassen, was den Glauben nicht in Frage stellt. Auf Irenäus geht der theologische Begriff der Tradition zurück: die lebendige, durch ununterbrochene Sukzession der Bischöfe garantierte Überlieferung des Glaubens der Apostel unter Maßgabe der Heiligen Schrift als „Kanon der Wahrheit“. Seine Darstellung der apostolischen Verkündigung stellt den ersten Katechismus des christlichen Glaubens dar. Seine größten Verdienste aber erwarb sich Irenäus durch sein Buch Gegen die Häresien, mit dem er den Glauben der Kirche für immer von gnostischen und weiteren Irrlehren abgrenzte. Gregor von Tours’ Fränkischer Geschichte nach erlitt Irenäus im Jahr 202 das Martyrium. Verehrung: Seit dem 5. Jahrhundert ruht Irenäus in der nach ihm benannten Kirche in Lyon, wo sein Grab auch die protestantischen Verwüstungen von 1562 überstanden hat. Seiner theologischen Werke wegen gilt er als „Vater der Dogmatik“. Papst Franziskus hat den „Lehrer der Einheit“ im Januar 2022 zum Kirchenlehrer erhoben. Patron: des Erzbistums Lyon   Weitere Heilige des Tages:
Heimerad, Pilger, Einsiedler
Ekkehard, Domherr, Abt
Paul I., Papst
Vincentia Gerosa, Gründerin
Lebensdaten: geboren in Aquileia, gestorben am 1. April 304 in Thessaloniki Lebensgeschichte: Die drei Schwestern Agape („Liebe“), Chione („Schnee“) und Irene („Friede“) waren Kinder einer angesehenen nichtchristlichen Familie und hatten sich auf ihre sprechenden Namen taufen lassen. Als unter Kaiser Diokletian eine blutige Christenverfolgung einsetzte, wies sie ihr Priester an, von Aquileia ins weit entfernte Thessaloniki zu fliehen. Doch kurz nach ihrer Ankunft wurden sie festgenommen und vor Gericht gebracht. Nach den erhaltenen Prozessakten weigerten sich Agape und Chione, Götzenopferfleisch zu essen, und wurden wegen der dadurch erwiesenen Feindschaft gegen den Staat zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Irene, die jüngste der drei Schwestern, wurde dagegen verschont, bis sich herausstellte, dass sie die verbotenen heiligen Schriften verwahrte. Als sie deren Herausgabe verweigerte, wurde sie bei Wasser und Brot in das städtische Bordell verbracht, wo aber kein Mann es wagte, sich ihr zu nähern. Schließlich wurde auch sie zum Tod verurteilt: Man beschoss sie mit Pfeilen und verbrannte sie. Verehrung: Die Verehrung Irenes breitete sich von Konstantinopel, wo ihr fünf Kirchen geweiht waren, bis nach Italien aus. Die Reliquien Irenes werden seit dem 13. Jahrhundert in Lecce in Apulien verehrt. Reliquien von Agape und Chione liegen in der Kirche S. Martino ai Monti in Rom. Roswitha von Gandersheim hat im 10. Jahrhundert ihr Schicksal in einem Drama verewigt. Patronin: der Jungfrauen und Dienstmägde, gegen Feuer und Blitz   Weitere Heilige des Tages:
Agape und Chione, Märtyrinnen
Cäsarius, Provinzial
Hugo von Grenoble, Bischof