Greifenberg, Maria Immaculata, Neubau (1958/59) - Pfarrkirche seit 1968

Ende der 1950iger Jahre kam zu der Auslegung, die Kirche als Haus Gottes auch die gedankliche Erweiterung, die Kirche als Versammlungsort für die Gemeinde. Die neueren Kirchenbauten wurden schon vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil und anschließend als Folge der Liturgiekonstitutuion im Sinne einer intensiveren Einbeziehung der Gemeinde gestaltet.

Der Hochaltar sollte von der Rückwand getrennt errichtet werden als Tisch für die Gemeinde, die bühnenartige Erhöhung sollte möglichst niedrig ausfallen. Der Ort der Wortverkündigung war nicht mehr die Kanzel, sondern der Ambo. Der Tabernakel erhielt einen eigenen Platz auf einer Stele. Der Platz des Liturgen wurde durch einen eigenen Sitz geschaffen.

Diese Gedanken hat der Architekt Alexander Freiherr von Branca schon 1958 aufgegriffen. Die künstlerische Ausgestaltung erfolgte mit dem Triumphkreuz von Professor Heinrich Kirchner und durch Arbeiten der Bildhauer Johannes Dumansky, Hans Kreuz und Erich Sinz. Im Süden wurde durch ein großflächiges Wabenfenster ein Seitenschiff gebildet, welches an ihrem Ende die Marienkapelle formte, und im Südwesten wurde eine eigene Taufkapelle angebaut.

Pater Winfried Mayr (OSB)

Maria Immaculata von Nordosten

Maria Immaculata Innenansicht