Adalbert Meier verstorben - RIP
Im hohen Alter von 95 Jahren verstarb am 13. März 2021 in Memmingen Adalbert Meier. Mit ihm verlieren das Bistum Augsburg, das Dekanat Memmingen und die Pfarreiengemeinschaft Memmingen einen vorbildlichen, hochverdienten Kirchenmusiker und Organisten – ein Urgestein der Musica Sacra in unserer bayerisch-schwäbischen Heimat.
Meier, der in Augsburg, Regensburg und München Kirchenmusik studierte, wirkte für das Bistum Augsburg als Dekanatskantor und Orgelsachverständiger und arbeitete am diözesanen Orgelbuch zum Gotteslob von 1975 wesentlich mit. Von Arthur Piechler und Abt Vitalis Maier beauftragt, rief er 1960 die wöchentlichen Orgelkonzerte in der Basilika Ottobeuren ins Leben und spielte dabei während mehr als 50 Jahren weit über 2,6 Millionen Euro zugunsten der Deutschen Leprahilfe ein. Darüber hinaus konzertierte er weitum als Organist mit großem Erfolg. Sein Orgelspiel ist auf Schallplatte, MC und CD sowie in Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentiert. Bis ins hohe Alter musizierte er in Gottesdienst und Konzert mit ungebrochener Begeisterung und Freude und widmete sich ebenso der Komposition.
Sein vielfältiges Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Bayerischen Verdienstorden, der Landkreisnadel des Landkreises Unterallgäu, dem Stadtsiegel der Stadt Memmingen und der goldenen St. Ulrich-Nadel des Bistums Augsburg ausgezeichnet.
Adalbert Meier war ein Vollblutmusiker, ein „Musikant des lieben Gottes“ im besten Sinn. Mit großer Begeisterung wusste er über Orgeln und Orgelmusik aus seinem reichen Erfahrungsschatz zu sprechen. Möge ihn der Herrgott nun aufnehmen in die Schar seiner Engel und Heiligen, die am himmlischen Thron sein Lob singen und musizieren ohne Ende!