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Historische Glocken

Nach einer im Jahr 2002 durchgeführten Erneuerung des Glockenstuhls und der Läuteanlage besitzt die Grabeskirche der Augsburger Bistumspatrone das glockenreichste Geläut der Diözese. Der Klangreichtum der insgesamt zehn Glocken wird von keiner anderen Kirche in Augsburg übertroffen:   1. St. Ulrich- und Afra-Glocke
gegossen 1948 von der Firma Kuhn-Wolfart, Lauingen
Nominal as0 -2; Gewicht 4420kg Durchmesser 198 cm   2. St. Simpertus-Glocke
gegossen 1948 von der Firma Kuhn-Wolfart, Lauingen
Nominal b0 -3; Gewicht 2990kg, Durchmesser 176,5 cm   3. Muttergottes-Glocke
gegossen 1948 von der Firma Kuhn-Wolfart, Lauingen
Nominal c1 -4; Gewicht 2128kg; Durchmesser 156 cm   4. St. Antonius- Glocke
gegossen 1948 von der Firma Kuhn-Wolfart, Lauingen
Nominal es1 -4; Gewicht 1271kg; Durchmesser 130,5cm   5. St. Josef-Glocke
gegossen 1948 von der Firma Kuhn-Wolfart, Lauingen
Nominal f1-8; Gewicht 844kg; Durchmesser 114,8 cm   6. St. Franziskus-Xaverius-Glocke
gegossen 1923 von der Firma Hahn, Landshut
Sie verblieb während des Zweiten Weltkriegs als einzige Glocke auf dem Turm.
Nominal as1 -4; Gewicht 470kg   7. Versöhnungsglocke
gegossen 2001 von der Firma Perner, Passau
Nominal b1-2; Gewicht 393kg; Durchmesser 87,9 cm   8. St. Crescentia-Glocke
gegossen 2001 von der Firma Perner, Passau
Nominal des2+-0; Gewicht 292kg; Durchmesser 77,8 cm   9. Milleniums-Glocke
gegossen 1999 von der Firma Perner, Passau
Nominal f2-2; Gewicht 176kg; Durchmesser 63 cm   Totenglöckchen der Benediktinerabtei (1280) 10. Totenglöckchen der Benediktinerabtei
gegossen Ende des 12. Jahrhunderts
Nach den beiden Theophilusglocken des Hohen Domes ist diese Glocke die nächstälteste gegossene Glocke in der Diözese Augsburg. Trotz ihres ehrwürdigen Alters mußte sie im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden. Die Glocke entging allerdings dem Einschmelzen und überstand die Kriegszeit im "Glockenfriedhof", dem Lagerplatz für abgelieferte Glocken im Hamburger Hafen.
Nominal b2-7; Gewicht: 257kg; Durchmesser 63cm; Höhe mit Krone 87 cm
Die historischen Glocken Das Glockenpaar im Nordturm Der Glockenstuhl im Nordturm des Augsburger Doms birgt zwei sehr seltene, altehrwürdige Glocken aus dem 11. Jahrhundert. Sie sind in Bienenkorbform gegossen und werden in der Fachsprache auch als Theophilusglocken bezeichnet, da sie entsprechend den Glocken-Beschreibungen des Benediktinermönchs Theophilus, die um 1100 verfaßt wurden, gestaltet sind. Die Glocken besitzen als Besonderheit auf der Haube vier Öffnungen, die sogenannten Foramina. Die Bestimmung der Foramina wurde zunächst als Verbesserung des Schlagtons, später als Erzeugung schellenhafter Nebengeräusche gedeutet. Die erste Erwähnung des Augsburger Domgeläuts findet sich in den Aufzeichnungen des Bischofs Thietmar von Merseburg, der berichtet, daß während seiner Bischofsweihe in der Kapelle des Bischofs Bruno von Augsburg (1006-1029) im Dom alle Glocken zur Messe geläutet haben. Es läßt sich allerdings nicht definitiv entscheiden, ob die beiden Bienenkorbglocken damals schon existiert haben. Sie stammen eher aus der Zeit der zwischen 1070 und 1075 durchgeführten Erhöhung der Domtürme. Im Volksmund werden diese Glocken "Silberglocken" genannt. Der Name rührt daher, daß sie nicht nur zu den Gottesdiensten, sondern auch zur Empfangnahme der Präsenzgelder der Domherren geläutet wurden. Das historisch sehr bedeutsame Glockenpaar wird bis heute von Hand geläutet. Es erklingt nur sehr selten zu besonderen Anlässen und hohen Festtagen.   Technische Daten: Glocke 7 (Nordturm) Durchmesser 915 mm
Gewicht ca. 400kg
Schlagton b' -3/16 Glocke 8 (Nordturm) Durchmesser 895 mm
Gewicht ca. 390 kg
Schlagton a' +2/16 Glockengeläut kurz (161,6 kB) länger (865,4 kB) Domglocke Nord 1                                                   Die Glocke "St. Maria" im Südturm Von historischer Bedeutung ist ferner die große Glocke im Südturm des Domes. Sie trägt den Namen "St. Maria" und wurde 1652 zur Zeit des Bischofs Sigismund Franz, Erzherzog von Österreich und Markgraf von Burgau, von den lothringischen Wandergießern Jean Gerard und Tobi de la Paix de La Mothe gefertigt, die diesen bedeutenden Auftrag trotz des Einspruchs des einheimische Gießers Johannes Herold erhielten. Die Glocke besitzt eine sehr schöne Bildzier, deren Model zum Teil speziell für diesen Guß neu gefertigt wurden. Klanglich bildet sie die Grundglocke des heutigen Hauptgeläuts, dessen fünf weitere Glocken 1946 in der Gießerei Wolfahrt in Lauingen hergestellt worden sind. Technische Daten: Glocke 1 (Südturm) Glocke "St. Maria"
Durchmesser 1695 mm
Gewicht ca 2850 kg
Schlagton h0 -6/16   Domglocke Südturm 1   Domglocke Südturm 2 Glocke 2 (Südturm) Chorglocke "St. Ulrich"
gegossen 1946 von der Gießerei Wolfart / Lauingen
Durchmesser 1385 mm
Gewicht 1594 kg
Nominal d' -3 Glocke 3 (Südturm) Angelusglocke "St. Petrus Canisius"
gegossen 1946 von der Gießerei Wolfart / Lauingen
Durchmesser 1235 mm
Gewicht 1151 kg
Nominal e' +1 Glocke 4 (Südturm) Messglocke "St. Gualfardus"
gegossen 1946 von der Gießerei Wolfart / Lauingen
Durchmesser 1096 mm
Gewicht 846 kg
Nominal fis' +2 Glocke 5 (Südturm) Vaterunserglocke
gegossen 1946 von der Gießerei Wolfart / Lauingen
Durchmesser 925 mm
Gewicht 494 kg
Nominal a' +2 Glocke 6 (Südturm) Sterbeglocke
gegossen 1946 von der Gießerei Wolfart / Lauingen
Durchmesser 818 mm
Gewicht 348 kg
Nominal h' -3 Weitere Informationen sowie Audio- und Videodateien zum Augsburger Domgeläut finden Sie hier: https://createsoundscape.de/html/glockenfinder/glockenfinder_detail.html?&id=422&cb-id=68122&m=29976&tab=Detail
Glocke 1 in Marienmünsters Dießen Im Kirchturm des Marienmünsters in Dießen, der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts nach dem ursprünglichen Plan Johann Michael Fischers rekonstruiert worden ist, läutet seit 1987 ein achtstimmiges Geläut, das sich aus folgenden Glocken zusammensetzt:   Glocke 1
Nominal g0-4, Durchmesser 210 cm, Gewicht 5130 kg
gegossen 1987 von Firma Perner, Passau   Glocke 2
Nominal b -1 (Durglocke), Durchmesser 181 cm, Gewicht 3540 kg
gegossen 1987 von Firma Perner, Passau   Glocke 3
Nominal c1-5, Durchmesser 156 cm, Gewicht 1950 kg (Euphon)
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding   Glocke 4
Nominal d1-3, Durchmesser 144,5 cm, Gewicht 1880 kg
gegossen 1987 von Firma Perner, Passau   Glocke 5
Nominal es1+/-0, Durchmesser 129,5 cm, Gewicht 1064 kg (Euphon)
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding   Glocke 6
Nominal f1-4, Durchmesser 120 cm, Gewicht 995 kg
gegossen 1987 von Firma Perner, Passau   Glocke 7
Nominal g1-2, Durchmesser 111,5 cm, Gewicht 512 kg (Euphon)
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding   Glocke 8
Nominal b1-1, Durchmesser 92 cm, Gewicht 494 kg
ältere historische Glocke
Im Glockenstuhl der Basilika St. Peter in Dillingen hängen drei wertvolle Glocken aus dem Jahr 1724. Dieses Geläut wurde im Jahre 1981 durch zwei moderne Glocken ergänzt. Ferner besitzt die Kirche ein 1716 gegossenes Totenglöckchen.   Glocke Stadtpfarrkirche Dillingen Glocke 1
Nominal des' -5, Durchmesser 151 cm, Gewicht 1932 kg
gegossen 1981 von Firma Gebr. Bachert, Bad Friedrichshall   Glocke 2
Nominal es' -4, Durchmesser 1334 cm, Gewicht ca. 1500 kg
gegossen in Dillingen 1724 von Nikolaus (I) und Alexander Arnoldt
im Auftrag von Pfalzgraf Alexander Sigismund von Pfalz-Bayern, Bischof von Augsburg   Glocke 3
Nominal ges' -6, Durchmesser 108,5 cm, Gewicht ca 800 kg
gegossen in Dillingen 1724 von Nikolaus (I) und Alexander Arnoldt
im Auftrag von Pfalzgraf Alexander Sigismund von Pfalz-Bayern, Bischof von Augsburg   Glocke 4
Nominal b' -4, Durchmesser 88 cm, Gewicht ca. 400 kg
gegossen in Dillingen 1724 von Nikolaus (I) und Alexander Arnoldt
im Auftrag von Pfalzgraf Alexander Sigismund von Pfalz-Bayern, Bischof von Augsburg Glocke 5
Nominal des'' -4, Durchmesser 77,5 cm, Gewicht 297 kg
gegossen 1981 von Firma Gebr. Bachert, Bad Friedrichshall Glocke 6 - Zügen- (=Toten-)glöckchen
Nominal as'', Durchmesser 47,5 cm
gegossen 1716 von Franciscus Kern (I), Augsburg
Glockenstuhl der Pfarrkirche in Landsberg Der Turm der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Landsberg / Lech birgt den ältesten datierten Glockenstuhl Bayerns aus dem Jahr 1417.             Das Geläut umfasst fünf historische Glocken, die 2010 durch drei neue Glocken ergänzt worden sind: Glocke 1 Nominal (= Schlagton) d'-1, Durchmesser 139 cm gegossen 1715 von Johann Mathias Langenegger / München Glocke 2 Nominal e' +6, Durchmesser 120 cm gegossen 1715 von Johann Mathias Langenegger / München Glocke 3 Nominal g'-1, Durchmesser 103 cm gegossen 1715 von Johann Mathias Langenegger / München Glocke 4 Nominal a'+3 Durchmesser 96cm, Gewicht 551kg gegossen 2010 von der Gießerei Rudolf Perner / Passau Glocke 5 Nominal h'+3 Durchmesser 86cm, Gewicht 391kg gegossen 2010 von der Gießerei Rudolf Perner / Passau Glocke 6 Nominal cis''+3, Durchmesser 72 cm gegossen 1771 (?) von Ernst Langenegger / München Glocke 7 Nominal d''+3 Durchmesser 70,5cm, Gewicht 205kg gegossen 2010 von der Gießerei Rudolf Perner / Passau Glocke 8 Nominal e''-1 - ehemalige Glocke der Kirche St. Benedikt in Sandau Sterbeglocke in der Turmlaterne
Glocke der Basilika St. Theodor und Alexander Die Basilika St. Theodor und Alexander besitzt ein tontiefes, siebenstimmiges Geläute, das auf die beiden Türme der Kirche verteilt ist.´   Glocke 1
Nominal g -5, Durchmesser 198 cm, Gewicht 4995 kg
gegossen 1948 von Firma Hahn, Landshut   Glocke 2
Nominal b +2, Durchmesser 170 cm, Gewicht 3032 kg
gegossen 1948 von Firma Hahn, Landshut   Glocke 3
Nominal c1+4, Durchmesser 149 cm, Gewicht 2000 kg
gegossen 1948 von Firma Hahn, Landshut   Glocke 4
Nominal d1+4, Durchmesser 132 cm, Gewicht 1422 kg
gegossen 1948 von Firma Hahn, Landshut   Glocke 5
Nominal f1+4, Durchmesser 120 cm, Gewicht 1122 kg
gegossen 1986 von Firma Bachert, Bad Friedrichshall   Glocke 6
Nominal g1+6, Durchmesser 101 cm, Gewicht 596 kg
gegossen 1577 von Vollmer, Biberach   Glocke 7
Nominal a1+10, Durchmesser 88 cm, Gewicht 423 kg
gegossen 1948 von Firma Hahn, Landshut  
- Die älteste christliche Glocke des Europäischen Festlands - Geschmiedete Eisenblechglocke Im idyllisch am Rand des Murnauer Mooses gelegenen Ramsachkircherl "St. Georg" wird seit Menschengedenken neben dem Altar eine aus Eisenblech geschmiedete Glocke aufbewahrt. Sie wurde bisher traditionell zu den Gottesdiensten in der Kapelle geläutet und angeschlagen. Die durch den Murnauer Verein "Menschen helfen" e.V. für die Allgemeinheit wiederentdeckte Glocke ist nach neuesten Untersuchungen durch den Vorsitzenden des Beratungssauschusses für das Deutsche Glockenwesen Dipl.-Ing. Kurt Kramer, Karlsruhe und den Archäologen Dr. Stefan Winghart vom Bayrischen Landesamt für Denkmalpflege, München höchstwahrscheinlich im 8. Jahrhundert entstanden. Entstehungsort der Glocke ist mit großer Sicherheit das westschottische Inselkloster Iona bzw. dessen Umfeld. Dieses vom hl. Columba 565 gegründete Kloster war ein wichtiges geistliches Zentrum und Ausgangspunkt der iroschottischen Wandermönche, die zu dieser Zeit Europa missionierten und auch nach Südbayern gelangten. Hörprobe: Glocke geläutet (68,5 kB) Hörprobe: Glocke geschlagen (62,4 kB)   Im Zuge dieser Mission dürfte die Glocke als Handglocke eines Mönches - Legenden bringen sie mit dem Hl. Bonifatius bzw. dem Hl. Magnus in Verbindung - in die Murnauer Gegend gekommen sein. Sie wurde dann möglicherweise in der frühchristlichen Klosterkirche auf der Insel Wörth im Staffelsee verwendet. In der unweit des Staffelsees gelegenen Ramsachkapelle, die wesentlich später entstanden ist, hat die Glocke nach dem Untergang des Staffelseeklosters dann die Zeiten überdauert. Die Glocke ist ca. 60 cm hoch, aus Eisenblech geschmiedet und durch Nieten stabilisiert. Grünspanspuren im Glockeninnern deuten ein Eintauchen in Bronze nach dem Schmiedevorgang an. Sie ist in einem verhältnismäßig gutem Zustand. Beim Anschlag ist ein klarer Nominal (Schlagton) zu vernehmen. Der Nachklang zeit, dass die Glockenwandung geschlossen und intakt ist. Lediglich am unteren Rand zeigt die Glocke eine Fehlstelle. Diese ist nach Meinung des Landesamts für Denkmalpflege darauf zurückzuführen, dass Gläubige in früheren Jahrhunderten die Glocke als eine Reliquie der heiligen iroschottischen Missionare geehrt haben und Teile davon für andere Orte herausgeschnitten worden sind. Die Ramsach-Glocke ist derzeit die einzige bekannte Glocke aus der Zeit der iroschottischen Mission auf dem europäischen Festland. Vergleichbar mit ihr ist nur die in Irland hochgeehrte etwas ältere St. Patricks-Glocke in Dublin und die etwa gleichalte St. Adomnan's Bell in Schottland. Die Ramsach-Glocke ist damit sakralhistorisch die älteste und bedeutendste Glocke Deutschlands. Sie steht mit den wichtigsten Glocken Europas in einer Reihe. Nach Abschluss der geplanten Sanierung des Ramsachkircherls wird die Glocke dort wieder aufgestellt werden. Sie wird nach historischem Vorbild mit einer Läutevorrichtung versehen werden. Ihr Klang, der schon die Menschen vor über 1200 Jahren zum Gebet rief, soll dann wieder zu besonderen Gottesdiensten in der Ramsachkapelle erklingen.
Die Benediktinererzabtei St. Ottilien besitzt das tontiefste Geläute in der Diözese Augsburg. Es besteht aus folgenden neun Glocken:   1. Hosanna - Salvatorglocke Nominal fis +1, Durchmesser 218 cm, Gewicht ca. 5250 kg (Euphon)
gegossen 1949 von Firma Czudnochowsky, Erding 2. Gloriosa - Benediktusglocke Nominal a -1, Durchmesser 183 cm, Gewicht ca. 3500 kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding 3. Assumpta - Jubiläumsglocke Nominal h -1, Durchmesser 158 cm, Gewicht ca. 2250 kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding 4. Annuntiata - Angelusglocke Nominal cis1+/-0, Durchmesser 143 cm, Gewicht ca. 1750 kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding 5. Ottilienglocke Nominal e1+1, ,Durchmesser 119 cm, Gewicht ca. 1050 kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding 6. Apostelglocke Nominal fis1+1, Durchmesser 102 cm, Gewicht ca. 650 kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding 7. Hl. Ulrich und Konradsglocke Nominal gis1+1, Durchmesser 88 cm, Gewicht ca. 450 kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding 8. Glocke Glaubenszeugen Nominal a1+1, Durchmesser 89,6 cm, Gewicht 446 kg
gegossen 2019 von Firma Grassmayr, Innsbruck 9. Bonifatiusglocke Nominal h1+1, Durchmesser 80 cm, Gewicht ca. 350kg
gegossen 1950 von Firma Czudnochowsky, Erding Ausführliche Informationen zum Geläute von St. Ottilien finden Sie hier: https://erzabtei.de/glocken
Der in der Barockzeit erhöhte Turm der Pfarrkirche St. Anna in Waal birgt in seiner unteren Glockenstube eine Glocke des berühmten Innsbrucker Geschütz- und Glockengießers Gregor Löffler, der zwischen 1524 und 1544 in den Diensten der Freien Reichsstadt Augsburg stand. Die hervorragende Qualität der Gußarbeit und der mächtige Klang der 1534 gegossenen Glocke bezeugen bis heute eindrucksvoll, dass ihr Schöpfer damals zurecht als einer der besten Gießer Europas gerühmt wurde. Die Glocke läutet an einem sehr schön gestalteten Holzjoch, das mit kunstvollen geschmiedeten Bändern versehen ist. Sie wurde gestiftet von Hans Jacob von Landau, Ritter zu Waal, und seiner Gemahlin Sophia. Die aufgegossene Inschrift des Ave Maria weist die Glocke als der Jungfrau Maria gewidmet aus.   Technische Daten: Nominal d'+9, Durchmesser 150,5 cm, Höhe 123 cm