Erntedankaltar der besonderen Art
Dekan Andreas Straub und Mesner Stefan Hauke entwickelten heuer für die Stadtpfarrkirche in Mindelheim die Idee für einen Erntedankaltar, der nicht – wie gewohnt – die Fülle an Erntegaben historisierend darstellt, sondern sich an den Vorräten orientiert, die in heutigen Haushalten zu finden sind.
Darunter sind auch Konserven und Lebensmittel im Tetrapak. Kein Leiterwagen aus längst vergangener Zeit, sondern ein Einkaufskorb und zeitgemäße Glas-Vorratsgefäße sind heuer vor dem Zelebrationsaltar aufgebaut. „Dass die diesjährige bewusst schlicht gehaltene Gestaltung tatsächlich zur Auseinandersetzung anregt, kommt durch die positiven, aber auch negativen Rückmeldungen der Kirchenbesucher zum Ausdruck. Nicht alle verstehen wohl auf Anhieb, dass unser Arrangement zum Ausdruck bringen will, dass wir damit auf das heutige Konsumverhalten abzielen.“, erläutert Dekan Straub. Außerdem hat die hauptsächliche Verwendung von Dauerwaren noch einen weiteren Grund: Diese können nach Abbau des Erntedankalters der Mindelheimer Tafel als Spende zur Verfügung gestellt verwendet werden. Deshalb ist bis zum nächsten Wochenende auch ein leerer Korb in der Kirche aufgestellt, in den die Gläubigen während der Öffnungszeiten der Stadtpfarrkirche noch weitere haltbare Lebensmittel für die Mindelheimer Tafel hineinlegen können.