Predigten/Vorträge

20.01.2017 10:57 Die Geschichte des Menschengeschlechts beginnt nach alttestamentarischer Überlieferung mit einem Verbot: „… doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.“ (Gen 2,17). Doch die Schlange entkräftet diese Warnung: „Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.“ (Gen 3,4-5) Die Fortsetzung ist bekannt.
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20.01.2017 10:47 Bald könnten Krankenkassen einfache Gentests über Blutproben während der Schwangerschaft bezahlen. Der Ethik-Experte und Augsburger Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger erklärt die Vorteile, aber auch die Gefahren der folgenschweren Technik. Das Interview führte Josef Karg. Es wurde veröffentlicht in der Augsburger Allgemeinen, 230. Ausgabe vom 5. Oktober 2016.
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25.03.2016 08:24 Mein Gott warum hast du mich verlassen. Es kommt selten vor, dass eine ganze Schule wie auf einen Schlag ihr inneres Gleichgewicht verliert. Das geschah, als frühmorgens im Sekretariat der Telefonanruf der Polizei einging: Carina hat sich das Leben genommen. Sofort legt sich eine bleierne Stille über das sonst so quirlige und laute Haus. Seelsorger, Religionslehrer und auch das Krisenintervensionsteam kümmern sich um die Schülerinnen, vor allem um die Klasse, in der Carina lebte. Sofort kommen auch all die Fragen auf: Wer war schuld?
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03.04.2015 13:53 An diesem Karfreitag des Jahres 2015 stehen wir vor einem zweifelhaften Jubiläum. 20 Jahre ist es nun her, seit das Bundesverfassungsgericht das hochumstrittene „Kruzifix-Urteil“ verkündete. Am 16. Mai 1995 hatte das höchste Gericht der Republik verfügt, dass es im Namen des hohen Gutes der Religionsfreiheit einem Schüler nicht zumutbar sei, unter dem Kreuz zu lernen, und deshalb das Kreuz - unter Umständen auch gegen den Willen der Mehrheit der Mitschüler - aus seinem Klassenzimmer zu entfernen sei.
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18.04.2014 10:50 „Die Schüler von Winnenden. Unser Leben nach dem Amoklauf“, so lautet der Titel eines unscheinbaren, aber doch ungemein ergreifenden kleinen Taschenbüchleins, das seit einigen Tagen auf meinem Schreibtisch liegt. Sechs betroffene Menschen, fünf Jugendliche und eine Lehrerin haben sich daran gemacht, aus eigener Perspektive noch einmal zu berichten, wie sie den 11. März 2009, den Tag des ungeheuren Amoklaufs in Winnenden erlebten.
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21.02.2014 12:12 „Die Schlafwandler. Wie Europa in den ersten Weltkrieg zog“ so lautet der Titel der wohl meistbeachteten historischen Bucherscheinung dieses Jahres. 100 Jahre Gedenken des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges und die Frage nach den Gründen – das ist das Thema. Christopher Clark, der renommierte britische Historiker schreibt in seinem Bestseller „Die Entscheidungsträger bewegten sich mit behutsamen, wohlberechneten Schritten auf die Gefahr zu.“
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17.05.2012 11:45 Johann Wolfgang von Goethe, der große Dichterfürst, den sich selbst wohl eher als „religiös unmusikalisch“ bezeichnet hätte, berichtet einmal über eine religiöse Begegnung, die ihn persönlich bewegte. Es ist die Feier des Rochusfestes in der Stadt Bingen, die nach der langen Unterbrechung durch die napoleonischen Kriege zum ersten Mal wieder stattfindet. Der Dichterfürst ist selbst bei den Feierlichkeiten anwesend. Er beobachtet, distanziert aber interessiert, wie die Menschen sich im dichten Gedränge durch die Kirche schieben lassen, vorbei am Bild des Heiligen, und schaut dabei auf ihre Gesichter.
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06.04.2012 20:49 In einer großen psychiatrischen Klinik auf dem Boden unserer Diözese wird die Karfreitagsliturgie gefeiert. Viele der psychisch kranken Patienten sind in die Kapelle gekommen, auch einige Ärzte, Pfleger und Schwestern sind da und eine Gruppe von Angehörigen. Der Klinikseelsorger weiß um die Sensibilität des Themas Leid und Tod für psychisch kranke Menschen und hat ein sehr schönes Zeichen der Kreuzverehrung vorbereitet.
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03.08.2011 16:40 Die Entscheidung des Deutschen Bundestages zu PID ist gefallen. Mit deutlicher Mehrheit wurde das weitreichende Modell zur Legitimierung der Präimplantationsdiagnostik gebilligt, das die künstliche Herstellung von menschlichen Embryonen in Vitro (IVF) akzeptiert und im Falle der Entdeckung genetischer Auffälligkeiten nach Präimplantationsdiagnistik (PID) deren Verwerfung, also Tötung, legitimiert.
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03.08.2011 16:03 Augsburg – Der Augsburger Weihbischof Anton Losinger kritisiert im Bayernkurier die Entscheidung des Deutschen Bundestags, die Präimplantationsdiagnostik (PID) weitgehend zuzulassen. Bei der PID werden menschliche Embryonen auf genetische Schäden untersucht und gegebenenfalls abgetötet. Das sei „eine permanente Erosion, die das Lebensrecht in unserem Land in seiner Substanz unterspült“.
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