Michaelskapelle
Im Obergeschoss der Gruftkapelle befindet sich ein Kirchenraum, der dem Seelen­wäger St. Michael geweiht ist. Hinter einem prächtigen Gitter aus Schmiedeeisen steht ein kleiner Altar aus rötlich-grünem Stuckmarmor mit einem vergoldeten Schnitzdekor. Auf dem Altarbild ist der Engelsturz durch den Hl. Michael dargestellt. Anton Germiller schuf das schöne Gemälde. Das rosa getönte Gewölbe des Kapel­lenraumes ist mit einem prächtigen Bandelwerksstuck verziert. Der weiße Stuck liegt wie ein Spitzenwerk auf dem zartrosa Hintergrund. Die Deckengemälde erzählen vom Leben und Wirken des Hl. Michael. Den Altar sowie den zauberhaft stuckierten Kapellenraum schuf 1725/30 der Mindelheimer Abraham Bader.
Schäden am Stuck und Verstaubungen der Raumschale konnten durch eine Reini­gung und Sanierung beseitigt werden. Außerdem wurde der Stuckmarmor des Al­tares gereinigt und aufpoliert. Die Brozierungen, am Schnitzdekor erhielten eine neue Blattvergoldung. Besonders gefährdet war das spitzbogige Gemälde an der Nord­wand aus der Zeit um 1700 mit der Darstellung der heiligen Sippe der Mutter Anna. Eine umfangreiche Sanierung dieses kostbaren Bildes war dringend erforderlich. Mit der Renovierungsmaßnahme der St. Michaelskapelle konnte ein wertvolles Zeug­nis bayerischer Volksfrömmigkeit für die kommenden Generationen gesichert und erhalten werden. (T.M.)