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Pfarreien

„Die rechte Hand des Pfarrers“ - Tanja Strobel: Verwaltungsleiterin in der Pfarreiengemeinschaft Neu-Ulm

13.05.2016 12:02

Sich in vielen Bereichen auszukennen, darauf komme es an, findet Tanja Strobel. „,Allrounderin‘, könnte man auch sagen“, fügt sie noch schnell an, lacht und redet weiter, schnell, sympathisch, im schwäbischen Dialekt. Seit November 2013 ist Tanja Strobel als Verwaltungsleiterin in der Pfarreiengemeinschaft Neu-Ulm tätig, entlastet damit Pfarrer Markus Mattes in verwaltungstechnischen Aufgaben.

Verwaltungsleiterin Tanja Strobel unterstützt Dekan Markus Mattes in Verwaltungs- und Personalaufgaben der Pfarreiengemeinschaft. (Foto: Maria Steber/pba)

„Wie im Dekret der Diözese Augsburg beschrieben, bin ich sozusagen ‚die rechte Hand des Pfarrers‘“, sagt Strobel und zeigt auf einen Stapel Dokumente auf dem Tisch vor ihr, auf das Dekret, den zitierten Satz. „Ich kümmere mich um alles, was das Personal angeht, um Baumaßnahmen, die Haushalts-, Kassen- und Rechnungsführung, die Vorbereitung und Leitung von Sitzungen und die Kindergärten der Seelsorgeeinheit.“ Im Bereich Personal reiche das beispielsweise von Bewerbungsgesprächen bis hin zur Urlaubsplanung der Mitarbeiter im Pfarrsekretariat, sagt Frau Strobel.

Bei Baumaßnahmen laufe hingegen viel Arbeit im Hintergrund – Arbeit, die nach außen nicht immer gleich sichtbar werde: „Bei einem Neubau zum Beispiel oder wenn etwas umgebaut wird, muss ich einen außerordentlichen Haushaltsplan erstellen. Der Antrag muss dann in die Kirchenverwaltung, ich bin im ständigen Kontakt mit dem Projektmanagement im Ordinariat, stelle Förderanträge bei der Stadt und führe Gespräche und Verhandlungen mit den Mitarbeitern dort.“ Ein Pfarrer, findet Strobel, sollte sich um solche Dinge hingegen nicht kümmern müssen. „Priester haben sich einen pastoralen Beruf ausgesucht“, sagt Tanja Strobel, die als gelernte Bankkauffrau vorher bei einer Großbank tätig war.

Dekan Markus Mattes ist dankbar und froh, dass mit Tanja Strobel der Finanz- und Verwaltungsbereich nun in professioneller Hand liegt: „Frau Strobel nimmt mir so viele Arbeiten und Aufgaben ab, dass mir jetzt selbst viel mehr Zeit für die Seelsorge und den Dienst am Menschen bleibt.“ Der Einsatz von Verwaltungsleitern sei deshalb eine echte Notwendigkeit, die unbedingt weiter ausgebaut werden sollte, ist Pfarrer Markus Mattes überzeugt.

Für die ehemalige Bankerin und Wirtschaftsfachwirtin ist ihr neuer Arbeitsort in der Pfarreiengemeinschaft kein ganz fremder. Denn mit der Kirche, so Tanja Strobel, sei sie schon immer eng verknüpft gewesen: „Ich war lange in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv, später im Pfarrgemeinderat und habe im Kirchenchor gesungen.“ Ihr fachliches Wissen nun auch in beruflicher Hinsicht in die Kirche einbringen zu dürfen, freut sie deshalb besonders.

Maria Steber

Verwaltungsleiter

Um Pfarrer in großen Seelsorgeeinheiten in ihren vielen Aufgaben zu entlasten, werden im Bistum Augsburg seit 2013 Verwaltungsleiter/-innen eingesetzt. Als „rechte Hand des Pfarrers“ sind sie für die Verwaltungs- und Personalaufgaben in einer Pfarreiengemeinschaft zuständig: Personalwesen, Haushalts-, Kassen-, und Rechnungsführung sowie Bauangelegenheiten. Aktuell sind 17 Frauen und Männer in unterschiedlichen Seelsorgeeinheiten tätig.