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Heilige

Lebensdaten: geboren am 12. Januar 1871 in Unterkälberstein (Berchtesgaden), gestorben am 26. September 1899 in Gars am Inn Lebensgeschichte: Kaspar, das zweite von 16 Kindern eines kommunalpolitisch aktiven Bauern und Steinbruchbesitzers, fiel seinem Pfarrkaplan namens Pichler auf, der ihn nach seiner Erstkommunion zum Lateinlernen nach Freising schickte und anschließend an das dortige Erzbischöfliche Kolleg vermittelte. 1889 erkrankte er an Typhus oder Meningitis und empfing am Rand des Todes die Krankensalbung, doch er genas und trat nach dem Abitur ins Freisinger Priesterseminar ein. Unweit seines Elternhauses besuchte er häufig die Redemptoristen im österreichischen Dürrnberg – im Deutschen Reich war der Orden infolge der Kulturkampf-Gesetze verboten – und trat nach Lektüre der Biographien des heiligen Alfons von Liguori und des 1888 seliggesprochenen Klemens Maria Hofbauer 1892 in den Orden ein. Er hatte seine Oberen um Entsendung in die Mission nach Brasilien ersucht, doch nach seiner Priesterweihe 1895 wurde er in der Ordensausbildung eingesetzt, eine Aufgabe, die er – neben seiner Tätigkeit als Seelsorger in der Umgebung – mit großem Engagement übernahm. Unspektakulär, aufopfernd und mit guten Worten bemühte er sich um die jungen Menschen. Sein unerschütterliches Vertrauen auf Gott, sein ständiges Mühen, die Liebe Gottes im Alltag sichtbar zu machen, machten ihn zum „Heiligen der kleinen Leute“, wie er bald genannt wurde. Im September 1899 wurde der leidenschaftliche Erzieher Direktor des ersten Ordensseminars in Bayern in Gars am Inn, erkrankte jedoch an einer Blinddarmentzündung, welche die Ärzte zu spät erkannten, und verstarb, erst 28jährig, binnen 14 Tagen. Verehrung: 1988 seliggesprochen, ruht Pater Stanggassinger in der Herz-Jesu-Kapelle der Pfarrkirche von Gars.   Weitere Heilige des Tages:
Kosmas und Damian, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1656 in Ossernenon, New York, gestorben am 17. April 1680 in Sault-St-Louis, heute Kahnawake, Québec Lebensgeschichte: Tekakwitha war die Tochter eines Irokesenhäuptlings und einer katholischen Algonkin, die von den Mohawks geraubt worden war. Ihre Eltern starben 1660 an einer Pockenepidemie, sie selbst erblindete fast (Tekakwitha heißt „die gegen Dinge stößt“) und war im Gesicht durch Narben entstellt. Sie wuchs bei ihrem Onkel auf, einem Mohawkhäuptling, der den Kontakt seines Stammes zu den französischen Jesuitenmissionaren zu unterbinden suchte. Nachdem die Mohawks von den französischen Kolonialtruppen unterworfen worden waren, mussten sie Missionare in ihre Dörfer lassen, und Tekakwitha fand Gefallen am Umgang mit den Jesuiten und am Christentum. Sie wählte für sich ein Leben in Jungfräulichkeit und wurde an Ostern 1676 auf den Namen Katharina, indianisch Káteri, getauft – zum Unmut ihrer Angehörigen, die sie misshandelten und schließlich ächteten. Sie fand Zuflucht in der Missionsstation von Sault-St-Louis im heutigen Montreal, wo sie das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit ablegte und sogar den Versuch machte, eine Gemeinschaft indianischer Schwestern zu gründen, was die Jesuiten ihr jedoch wegen mancher Eigenwilligkeiten im Glaubensleben – darunter übertriebene Bußübungen und gegenseitiges Beichten – ausredeten. Von Kasteiungen und Entbehrungen geschwächt, erkrankte sie und verstarb am 17. April 1680 mit nur 24 Jahren. Gleich nach ihrem Tod verschwanden ihre Pockennarben, und ein süßer Duft erfüllte den Raum. Verehrung: Die „Lilie der Mohawks“ wurde 1980 selig- und 2012 unter großer Anteilnahme der Ureinwohner von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen. Patronin: des Natur- und Umweltschutzes   Weitere Heilige des Tages:
Eberhard von Wolfegg, Propst
Hermann der Deutsche, Ordensmann
Max Josef Metzger, Priester, Märtyrer
Lebensdaten: gestorben um 306 in Alexandria, Ägypten Legende: Katharina war eine außergewöhnlich schöne und kluge, vor allem aber hochmütige Königstochter und lebte in Alexandrien. Alle Männer, die um sie warben, wies sie ab. Als ein alter Einsiedler ihr sagte, dass Jesus Christus ihr Bräutigam sein wolle, erkannte sie beschämt ihr bisheriges Leben und ihren Stolz. Sie ließ sich taufen und vermählte sich in einer Vision mit Christus. Als ein Fest zu Ehren der Götter stattfand, bei dem Christen öffentlich ihrem Glauben abschworen und das heidnische Opfer darbrachten, stellte Katharina Kaiser Maxentius wegen seiner Christenverfolgung zur Rede und erklärte die römischen Götter für nichtig. Durch ihre Redegewandtheit trieb sie den Kaiser in die Enge. Dieser schickte in seiner Wut nach den besten Rednern und Gelehrten, um Katharina zu widerlegen. Doch Katharina besiegte auch diese im Rededuell, so dass alle 50 Männer schließlich eingestehen mussten, dass die junge Frau recht hatte, und sich taufen ließen. Das brachte den Kaiser noch mehr in Rage, und er ließ alle 50 töten. Katharina selbst wurde ausgezogen, blutiggeschlagen und zum Verhungern in ein Verlies gesperrt. Als die Kaiserin sie aufsuchte, um sie umzustimmen, dabei aber beobachtete, wie Engel sie pflegten und eine weiße Taube sie fütterte, bekehrte auch sie sich. Außer sich vor Zorn befahl der Kaiser, Katharina auf genagelten Rädern zu Tode zu foltern, doch diese zerbarsten. Als Katharina schließlich enthauptet wurde, floss Milch aus ihrer Todeswunde. Verehrung und Brauchtum: Einer Legende des 9. Jahrhunderts nach wurde Katharina von Engeln zum heutigen Katharinenkloster auf dem Berg Sinai getragen, wo aus ihrem Grab ein Heilöl fließt. Die Pilger ins Heilige Land und dann die Kreuzfahrer verbreiteten ihre Verehrung, die manchenorts die der Apostel übertraf. Sie gehört zu den 14 Nothelfern. Im bäuerlichen Leben endete mit dem Kathreintag das Weidejahr, die Knechte und Mägde erhielten ihren Lohn und konnten den Hof wechseln. Den traditionellen Kathreintanz – bis zum Zweiten Weltkrieg die letzte Tanzveranstaltung des Jahres – gibt es bis heute in vielen Gegenden. Darstellung: mit Schwert, Palme und Rad, bei der mystischen Vermählung mit dem Jesuskind, mit Barbara und Margareta von Antiochien Patronin: von Fribourg, der Kantone Wallis und Sitten, der Universitäten Paris und Eichstätt, der Philosophen, der ledigen Frauen über 25 (Catherinettes), der Spitäler, der Redner, der Töpfer und zahlreicher anderer Berufe, der Näherinnen, Anwälte und Notare, Helferin bei Migräne und Stottern und in Seenot   Weitere Heilige des Tages:
Elsbeth von Reute, Tertiarin, Mystikerin
Imma von Würzburg, Äbtissin
Mercurius, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1447 in Genua, gestorben am 15. September 1510 ebendort Lebensgeschichte: Caterina Fieschi stammte aus einer Patrizierfamilie der Republik Genua, die im 13. Jahrhundert zwei Päpste hervorgebracht hatte, und ihr Vater, Admiral Giacomo Fieschi, war unter René d’Anjou Vizekönig von Neapel gewesen. Obwohl es sie wie ihre Schwester Limbania ins Kloster zog, wurde sie mit 16 Jahren mit dem wesentlich älteren Giuliano Adorno verheiratet. Die politisch arrangierte Ehe blieb kinderlos, der Ehemann vergnügte sich außer Haus, und bald tat Caterina es ihm gleich, doch sie wurde immer trauriger. Als sie am 22. März 1473 ihre Schwester im Kloster besuchte und dort zur Beichte ging, verspürte sie gleichzeitig mit einem durchdringenden Bewusstsein ihrer Sünden den Schmerz einer überwältigenden Gottesliebe, der ihr durchs Herz schnitt. Sie verließ den Beichtstuhl, ohne die Absolution empfangen zu haben, und begann ein Leben der Buße und der Entsagung, das sie bis zum völligen Verzicht auf jegliche Nahrung außer der Eucharistie in 23 aufeinanderfolgenden Fasten- und Adventszeiten führte. Während ihre inneren, mystischen Erfahrungen zunahmen, stellte sie sich als Hilfspflegerin dem Krankenhaus Pammatone in Genua zur Verfügung und übernahm dort 1490 die Leitung der Frauenabteilung. Kurz darauf bekehrte sich ihr Ehemann und trat als Franziskanertertiar und Krankenpfleger an ihre Seite. Als sich nach seinem Tod 1497 ihre mystischen Erfahrungen vermehrten, vertraute sie sich ihrem Vorgesetzten und Beichtvater Cattaneo Marabotto an, der ihre Aussagen zur göttlichen Liebe und besonders über das Läuterungsfeuer der Armen Seelen schriftlich festhielt und um die Mystikerin eine Gemeinschaft zur Krankenpflege ins Leben rief. 1510 starb Caterina vermutlich an Magenkrebs. Verehrung: 1675 selig- und 1737 heiliggesprochen, wurde Katharina von Genua 1844 zur Patronin der italienischen Krankenhäuser ernannt. Zuletzt bestätigte 1960 eine Kommission den unverwesten Zustand ihres Leichnams, der in einem Glasschrein in der ihr gewidmeten Kirche in Genua ruht. Ihre Vita sowie der Dialog über die göttliche Liebe und die Abhandlung über das Fegefeuer beeinflussten besonders die französische Spiritualität eines Franz von Sales, Pierre de Bérulle und Fénelon.  Patronin: von Genua und der italienischen Krankenhäuser   Weitere Heilige und Feste des Tages:
Gedächtnis der Schmerzen Mariens – Dolores
Porphyrius der Schauspieler, Märtyrer
Lebensdaten: geboren 1331 in Schweden, gestorben am 24. März 1381 in Vadstena, Schweden Lebensgeschichte: Katharina wurde als Tochter von Birgitta von Schweden und Ulf Gudmarsson 1331 geboren. Mit 14 Jahren wurde sie mit dem deutschen Adligen Eggart von Kyren verheiratet. Die beiden versprachen sich bei ihrer Hochzeit Enthaltsamkeit und lebten in einer „Josefsehe“ zusammen. Katharina begleitete ihre Mutter im Jahr 1349 nach Rom, um ihr bei ihrer Ordensgründung zu helfen. Dort erfuhr sie vom Tod ihres Mannes. Sie folgte ihrer Mutter ins Kloster und lebte 20 Jahre mit ihr in der Gemeinschaft. Auf der Rückreise von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land starb Birgitta in Rom. Katharina überführte ihre Reliquien ins Kloster Vadstena, dessen Äbtissin sie 1375 wurde. Sie setzte sich energisch für das Kloster, den Orden und die Heiligsprechung ihrer Mutter ein und reiste 1378 noch einmal nach Rom, wo sie von Papst Urban VI. die Bestätigung der Regel des Birgittenordens erreichte. Katharina starb kurz nach der Rückkehr von Rom in ihrem Kloster am 24. März 1381. Verehrung: 1484 bestätigte Papst Innozenz VIII. offiziell ihre Verehrung als Heilige. Ihre Gebeine ruhen neben denen ihrer Mutter im Kloster Vadstena. Darstellung: im Ordensgewand oder als Pilgerin, mit Buch, Lilie, brennender Lampe oder mit einem Hirschen Patronin: gegen Überschwemmungen und gegen Früh- und Fehlgeburten   Weitere Heilige des Tages:
Elias von Rommersdorf, Abt
Oscar Romero, Bischof, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 25. März 1347 in Siena, gestorben am 29. April 1380 in Rom Lebensgeschichte: Caterina Benincasa war das zweitjüngste von 25 Kindern einer adligen, aber verarmten Familie und hatte mit etwa sechs Jahren eine Christusvision. Ein Jahr später gelobte sie ewige Jungfräulichkeit, schlug daher als Zwölfjährige eine Verheiratung aus und scherte sich den Kopf – sehr zum Ärger ihrer Eltern. Sie ließen das Kind erst gewähren, als der Vater eine weiße Taube über ihrem Kopf schweben sah und sie von Pockennarben entstellt war. Eine neuerliche Vision zeigte ihr den Dominikanerorden als geistliche Familie, und nach wiederholten Anfragen wurde sie mit 16 Jahren bei den Schwestern von der Buße des heiligen Dominikus aufgenommen, einem Dritten Orden, dessen Mitglieder zu Hause wohnten. Sie lebte zurückgezogen in ihrem Zimmer, wo sie die großen Gebetserfahrungen machte, die sie später diktierte – lesen und schreiben konnte sie nicht, beschäftigte aber später bis zu drei Sekretäre. Nachdem sich ihr Jesus in einer Vision mystisch vermählt hatte, verließ sie ihre Einsamkeit und widmete sich Werken der Nächstenliebe: Sie besuchte Gefangene, Arme und Kranke, begleitete Verurteilte zu ihrer Hinrichtung. Um sie herum bildete sich eine Gruppe von Anhängern. 1374 steckte sie sich bei der Pflege Pestkranker selber mit der Seuche an. Ihre freimütigen, öffentlich gehaltenen Äußerungen zu kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen brachten sie vor das Generalkapitel des Dominikanerordens, das den Vorwurf der Ketzerei jedoch zurückwies und ihr den Predigerbruder Raimund von Capua als Beichtvater zuwies, der auch ihre Biographie verfasste. Mit ihm reiste Katharina 1376 nach Avignon, wo sie Papst Gregor XI. überzeugte, nach Rom zurückzukehren. Als ein Jahr später das große Schisma mit gleich drei Päpsten ausbrach, zog Katharina nach Rom, wo sie Papst Urban VI. kritisch unterstützte. Die 381 Briefe, die von ihr erhalten sind, zeigen sie als Beraterin weltlicher und geistlicher Fürsten in ganz Europa, die sie kraft ihrer gottgeschenkten Autorität auch zurechtwies und ermahnte. Nicht zuletzt von ihren harten Bußübungen geschwächt, verstarb sie schwerkrank mit nur 33 Jahren nahe der Basilika Santa Maria sopra Minerva, wo heute ihre Überreste ruhen. Ihre Hauptreliquie wurde in die Dominikanerkirche ihrer Heimatstadt Siena verbracht. Verehrung: 1461 heiliggesprochen, wurde Katharina von Siena 1939 zur Patronin von Italien erklärt. Papst Paul VI. erhob sie 1970 zur Kirchenlehrerin, und Papst Johannes Paul II. erklärte sie 1999 zur Mitpatronin Europas. Darstellung: als Dominikaner-Terziarin mit Kreuz, Herz, Lilie oder Buch, bei ihrer mystischen Vermählung Patronin: von Italien, Europa, Rom und der Dominikaner-Terziarinnen, der Wäscherinnen, Sterbenden, gegen Pest und Kopfweh   Weitere Heilige des Tages:
Petrus Martyr, Ordenspriester, Märtyrer
Robert von Brügge, Abt
Roswitha, Äbtissin
Lebensdaten: geboren am 26. November 1858 in Philadelphia, USA, gestorben am 3. März 1955 in Cornwell Heights/Pennsylvania, USA Lebensgeschichte: Catherine war das Kind eines vermögenden Investmentbankers und verlor kurz nach ihrer Geburt ihre Mutter. Zur philanthropischen Tradition der gesamten Familie gehörten der persönliche, diskrete Besuch bedürftiger Familien sowie besonders die Sorge um die amerikanischen Ureinwohner. Nachdem auch ihre Stiefmutter verstorben war, zweifelte die junge Frau am letzten Sinn einer rein humanistischen Wohltätigkeit. 1887 wurde sie von Leo XIII. in Privataudienz empfangen und wollte ihn um die Aussendung von Missionaren zu den nordamerikanischen Indianern bitten, die sie finanziell ausstatten wollte, doch zu ihrer Überraschung forderte sie der Papst auf, selber Missionarin zu werden. 1889 trat sie in den Orden der Barmherzigen Schwestern von Pittsburgh ein und verzichtete damit auf ihr Vermögen von mehreren Millionen US-Dollar, was in der „besseren Gesellschaft“ von Philadelphia einen regelrechten Aufruhr verursachte. Zwei Jahre später rief sie gemeinsam mit 13 Gefährtinnen ihre eigene Kongregation ins Leben, die Schwestern vom Allerheiligsten Sakrament, und nannte sich fortan Mother Katharine. Insgesamt 50 Missionsstationen für Indianer in 16 Bundesstaaten gehen auf sie zurück. Zugleich erkannte sie die Not der afroamerikanischen Bevölkerung und gründete für sie zahlreiche Einrichtungen, darunter 1915 die Universität von Xavier in New Orleans als US-weit erste Hochschule für Farbige. Bis zu ihrem Lebensende hatte Mother Katharine gegen antikatholische und rassistische Anfeindungen zu kämpfen, bis hin zu Brand- und Sprengstoffanschlägen auf die von ihr gegründeten Schulen. Trotzdem hatte sie bis 1942 ein Netz von katholischen Schulen für afroamerikanische Kinder gewoben. Nach einem Herzinfarkt trat Katharine als Generaloberin zurück und widmete sich der eucharistischen Anbetung und der Betrachtung. Sie starb am 3. März 1955 im Alter von 96 Jahren und wurde im Mutterhaus ihrer Gründung bestattet. Verehrung: 1988 wurde die große amerikanische Ordensgründerin selig- und im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Ihren Namen tragen 25 Pfarreien in den USA.   Weitere Heilige des Tages:
Friedrich von Mariengaarde, Abt
Liberat Weiß und Gefährten, Ordenspriester, Märtyrer
Lebensdaten: geboren angeblich um 498 bei Dublin, gestorben am 3. Juni 618 in Glendalough Lebensgeschichte und Legende: Der Überlieferung nach war Kevin (ursprünglich Cóemgen oder Caoimhín) aus königlichem Geschlecht und wurde im Kloster von Kilnamanagh bei Dublin erzogen, weil bei seiner Geburt prophezeit worden war, er werde der „Vater vieler Mönche“ sein. Nach einer Wallfahrt nach Rom zog er sich in eine Einsiedelei im heutigen Glendalough zurück, wo er ein streng asketisches Leben führte. Ihm folgten so viele in die Einsamkeit, dass er 549 ein Kloster gründete und als Abt führte, wobei er selber im Wald wohnen blieb und in einer Höhle schlief. Seine Verbundenheit mit der Natur drückt sich in der Erzählung aus, eine Amsel habe ihr Nest in seiner Hand gebaut, als er mit ausgebreiteten Armen betete, und er sei so lange in dieser Haltung verharrt, bis das Ei ausgebrütet war und das Junge davongeflogen sei. Aus der wachsenden Klosteranlage entstanden ein geistliches Zentrum und ein Bischofssitz, dessen Leitung Kevins Nachfolger als Äbte innehatten. Er selbst starb im Alter von 120 Jahren, hochverehrt als „vieler tausender Seelen Führer“ und wegen seiner Fürsorge den Armen gegenüber und seiner Liebe zu den Tieren. Verehrung: Kevins Grab war bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1368 durch die Engländer ein wichtiger Wallfahrtsort. Das Kloster wurde 1539 durch König Heinrich VIII. aufgelöst, das Bistum ging in das Erzbistum Dublin ein. Im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut, gilt das Klosterensemble mit seinen sieben Kirchen trotz einiger Zerstörungen als gut erhaltener Kulturschatz. 1903 wurde Kevins Kult offiziell bestätigt. Darstellung: als hagerer Mönch, oft mit Tieren Patron: der Amseln, der Stadt und der Erzdiözese Dublin   Weitere Heilige des Tages:
Johannes Grande, Wohltäter, Einsiedler
Karl Lwanga und Gefährten, Märtyrer
Klothilde, Königin
Lebensdaten: geboren 640 in Mullagh, Irland, gestorben 689 in Würzburg Lebensgeschichte: Kilian war einer späteren Überlieferung nach edler Abstammung und wurde in Nordirland geboren. Er war Mönch im Kloster Hy, das der heilige Kolumban auf der Hebrideninsel Iona gegründet hatte, und schiffte sich 686 mit elf Gefährten nach Gallien ein, um nach Rom weiterzureisen und sich vom Papst Missionsvollmachten für Germanien geben zu lassen. Die Glaubensboten gelangten schließlich nach Würzburg, wo sie erfolgreich am Hof des fränkischen Herzogs Gosbert wirkten. 689 ließ die Herzogin Gailana Kilian und seine Gefährten Kolonat und Totnan ermorden, weil sie die Auflösung ihrer blutschänderischen Ehe betrieben hatten. Ihre Leichen wurden im Pferdestall der Herzogsburg verscharrt, über der die heutige Neumünsterkirche errichtet wurde. Verehrung/Brauchtum: Im Bistum Würzburg reicht die Kilian-Tradition bis ins Jahr 752 zurück, als Bischof Burkard seine Reliquien und ein gallisches Evangeliar aus dem 7. Jahrhundert feierlich auffand. Seine Gebeine ruhen mit denen seiner Gefährten in der Krypta der Neumünsterkirche, ihre Schädel sind in einem Schrein aus Bergkristall im Altar des Kiliansdoms eingelassen. In der Kiliani-Oktav um den 8. Juli beginnt mit der Ausstellung des Schreins ein großes Volksfest mit Markt. Darstellung: als Bischof mit Krummstab, Dolch oder Schwert, Märtyrerpalme, mit seinen Begleitern Patron: der Diözese und Stadt Würzburg, von Franken, Heilbronn, der Weißbinder und Tüncher, Mitpatron der Diözesen Erfurt und Paderborn, Helfer bei Augenkrankheiten, Gicht und Rheuma   Weitere Heilige des Tages:
Aquila und Priska, Glaubensboten
Edgar der Friedfertige, Büßer
Kolonat, Priester, und Totnan, Diakon, Märtyrer
Sunniva, Märtyrin
Lebensdaten: geboren 1194 in Assisi, gestorben am 11. August 1253 in San Damiano/Assisi Lebensgeschichte: Chiara Scifi war von adligem Stand und hatte eine hervorragende Ausbildung genossen, doch statt sich von ihren Eltern standesgemäß verheiraten zu lassen, wollte sie lieber ihrem Landsmann Franz von Assisi in radikaler Armut nachfolgen. In der Nacht zum Palmsonntag 1212 verließ sie mit Hilfe von Franziskus und seinen Gefährten heimlich ihr Elternhaus für das kleine Kloster Portiunkula, in dem die Minderbrüder lebten, ließ sich von Franziskus die Haare abschneiden, mit der rauen Büßerkutte bekleiden und legte feierlich die Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam ab. Auf die verschämte Frage seiner Mitbrüder, was sie denn mit Klara anfangen sollten, soll Franziskus geantwortet haben: „Was soll mit Bruder Klara sein?“ Klara hatte noch einige Auseinandersetzungen mit ihrer Familie, als sie ihr mit geschorenem Haupt wieder unter die Augen trat und ihre Schwester Agnes es ihr gleichzutun begann. Franziskus brachte sie zunächst in Benediktinerinnenklöstern unter, um sie vor den gewaltsamen Heimholungsversuchen des Vaters zu bewahren. 1215 konnte sich Chiara mit einigen Gefährtinnen bei der kleinen, abgelegenen Kirche San Damiano ansiedeln und gründete die Gemeinschaft der Armen Frauen von San Damiano, später Klarissen genannt, der sich am Ende auch ihre Mutter und weitere Verwandte anschlossen. Ab 1224 war Klara infolge strenger Bußübungen und durchgebeteter Nächte ständig krank, doch energisch genug, um die Ausbreitung ihres Ordens zu überwachen und nacheinander mehrere Ordensregeln zu verwerfen, weil diese nicht die Zugehörigkeit zur franziskanischen Familie berücksichtigten und die Armutsverpflichtung nicht festhielten. Schließlich schrieb sie ab 1247 selber und als erste Frau überhaupt eine Ordensregel, die Papst Innozenz IV. zwei Tage vor ihrem Tod am 11. August 1253 anerkannte. Verehrung/Brauchtum: Klara wurde bereits zwei Jahre nach ihrem Tod von Papst Alexander IV. heiliggesprochen und ruht unversehrt in der Krypta der Kirche Santa Chiara in Assisi. Durch das in Assisi geweihte Klarawasser erhoffen Augenleidende, Heilung zu erlangen. Papst Pius XII. erklärte sie 1958 zur Patronin des Fernsehens, weil sie der Legende nach die Weihnachtsmesse 1252 von ihrer Zelle aus hatte mitverfolgen können. Darstellung: im Ordensgewand mit Regelbuch, Monstranz, Kreuz, Ziborium oder Lilie Patronin: von Assisi, der Klarissen, der Wäscherinnen und Stickerinnen, der Glaser, Glasmaler, Blinden und des Fernsehens, Helferin gegen Fieber und Augenleiden    Weitere Heilige des Tages:
Philomena, Märtyrin
Susanna von Rom, Märtyrin, Stifterin