Seehausen am Staffelsee

Eine Kurzvorstellung unseres Ortes
(Weitere Informationen unter Wissenswertes)

Verein "da Sea is insa"

Der Name Seehausen wird im 6./7.Jahrh. entstanden sein. Er ist eine Bezeichnung für die Häuser und Höfe am See, die es gewiss schon zur Römerzeit evtl. aber auch schon früher gab. Heute noch sichtbare Hochäcker bei Seehausen geben Zeugnis davon. Die römischen Soldaten die ja auf der Insel Wörth im Staffelsee eine befestigte Siedlung hatten, mussten ja von den Bauern am See versorgt werden. Im 3./4. Jahrh. kam dann durch die Römer das Christentum in unsere Heimat und konnte sich von der Wörth aus verbreiten. Somit ist die Staffelseeinsel einer der ältesten christlichen Plätze in unserem Land. Als nach dem Abzug der Römer um 480 sich der neue bayrische Volksstamm bildete, bekannte sich dessen Führungsschicht bald zu unserem christlichen Glauben und so wurde auf der Wörth schon um ca. 630 eine adelige Steinkirche errichtet. Missionare wie der Hl. Bonifatius predigten dort, und halfen mit unseren Glauben der nach dem Abzug der Römer etwas verflachte, wieder zu festigen. So entstand dann auch auf dieser Insel um 750 das Kloster Staffelsee zu dem alle Bauern in unserer Gegend gehörten. Es war ein wohlhabendes Kloster und der Tagesablauf der Benediktinermönche setzte sich aus Gebet, Arbeit, sozialem Dienst, Studium und Schreiben zusammen. Das wertvollste Zeugnis aus dieser Schreibstube ist das Wessobrunner Gebet, das um 800 dort geschrieben wurde und zu den ältesten Schriftzeugnissen in deutscher Sprache gehört. Aus dem Kloster ging im 10. Jahrh. die Pfarrei Staffelsee hervor Sie wurde vom Hl. Bischof Ulrich von Augsburg gegründet, und für 10 Orte in der Gegend war diese Pfarrkirche der religiöse Mittelpunkt. Der Weg zur Kirche ging über einen Steg über den See, es war also ein Kirchgang über das Wasser. Kaiser Ludwig der Bayer kam im 15. Jahrh. in den Besitz des Staffelsees und er schenkte ihn mit allen Inseln und allen Fischrechten dem von ihm gegründeten Kloster Ettal. So waren nun die meisten Bauern und alle Fischer dem Kloster abgabenpflichtig. Sowohl das Kloster Ettal wie auch Seehausen bekennen uns zu dieser Verbundenheit die ca. 45o Jahre andauerte, und gerade in unserer Zeit sind wir mit Ettal freundschaftlich verbunden. Jahrhunderte gingen über das Land es hat für Seehausen einige gute Zeiten, aber Unser Ort musste auch oft feindliche Einfälle Krieg, Hunger, die Pest vor allem aber oft viel Armut erdulden. Aber mit viel Gottvertrauen und Heimatverbundenheit gingen die Leute den Weg durch die Geschichte. 1773 wurde die uralte erwürdige Pfarrkirche auf das Festland übergesetzt, herrlich barock ausgestaltet und 1782 also vor 225 Jahren eingeweiht. Um Diese Zeit entstand in Seehausen die Kunst der Hinterglasmalerei die von einigen Familien ausgeübt wurde, und mit zum Lebensunterhalt gehörte. Herrliche Bilder die von tiefer Religiosität, aber auch von großem Können Zeugnis geben entstanden in dieser Zeit, und Sie gehören bis heute mit zum Schatz mancher Häuser und Kirchen. 1839 wurde auf dem Kirchenhügel auf der Wörth eine Kapelle errichtet. Sie soll für alle Zeiten Zeugnis geben von der großen Geschichte dieses Ortes. Und auch mit diesem Gedanken schuf 1935 der damalige Seehauser Pfarrer Sebastian Wieser die bekannte Fronleichnamsprozession ins Leben. Denn nach der Überfahrt über den See wird an dieser uralten christlichen Stelle das dritte Evangelium gelesen, bevor dann wieder am Staffelseeufer die Predigt gehalten und den vielen Menschen dort der Segen erteilt wird. Diese Prozession zeigt von der tiefen Gläubigkeit der Seehauser. Sie gibt aber auch Zeugnis von der großen Heimatverbundenheit unserer Bürger, vor allem aber von der Liebe zu ihrem See mit dem sie sich seit Jahrhunderten schon vor allem durch die Fischerei so verbunden fühlen. Nun wollen junge Seehauser auf der kleinen Jakobsinsel, dort wo an Fronleichnam immer das zweite Evangelium gelesen wird, ein Kreuz errichten. Es soll in einer Zeit wo dieses Symbol unseres Glaubens manchmal verdrängt wird, ein Zeichen sein. Auch den vielen Erholungssuchenden die über den See fahren, will man zeigen, daß das Christentum in unserm Ort und in unserer Heimat einen festen Platz hat.
Möge es immer so bleiben.

Die Fronleichnamsprozession auf dem Staffelsee

Das Fronleichnamsfest wurde in der alten Inselpfarrei groß gefeiert. Besonderen Anlass dazu gab die Einführung der „Bruderschaft des Allerheiligsten Altarsakaraments“ im Jahr 1674. Auch das aus der alten Inselkirche stammende Altarblatt (jetzt in der Pfarrkirche St. Michael) zeigt im Zentrum die Monstranz mit dem Altarsakrament.

Erst 1935 entstand die Fronleichnamsprozession auf dem Staffelsee in ihrer heutigen Ausprägung. Pfarrer Sebastian Wieser, unterstützt von Bürgermeister Bischl, schlug vor, das Allerheiligste aus dem Dorf über den See zu der 1838 vom damaligen Besitzer der Insel, Franz Paul Utzschneider errichteten Gedenkkapelle zu bringen, dort hin wo die Wurzeln unserer Pfarrei sind, über Jahrhunderte die Pfarrangehörigen die Gottesdienste besuchten, die Verstorbenen begraben wurden und die sicher sehr bedeutsamen Fronleichnamsprozessionen der Pfarrei Staffelsee stattfanden.

Seit dieser Zeit also legt Seehausen am Staffelsee einmal im Jahr sein „Festtagsg'wand" an, um den würdigen Rahmen für die Fronleichnamsprozession auf dem Staffelsee zu schaffen.

Beschreibung des Kreuzes auf der St. Jakob's Insel

Auf dem halben Weg über dem Steg, stand früher auf der St. Jakob’s Insel eine kleine Kapelle mit einer Figur des Heiligen Nepomuk. Nachdem der Steg im 18. Jh. Nicht mehr gebraucht wurde, wurde diese Kapelle ebenso abgetragen und in Seehausen wieder errichtet. Dort steht sie heute noch und könnte so manche Gegebenheit aus dem Dorf erzählen.

Am Standort dieser alten Kapelle auf der St. Jakob’s Insel wollen wir nun ein Feldkreuz errichten.

Dieser Standort ist bei der jährlichen Fronleichnamsprozession die 2. Station, und uns es ist uns sehr wichtig an diesem Platz ein Feldkreuz zu errichten. Diese Stelle ist von weither sichtbar, und ein Kreuz wird unseren Glauben weit über den See hinaus tragen.

Das Kreuz und die Christusfigur sind aus heimischen Eichenholz fachmännisch gefertigt.

Die Christusfigur zeigt den auferstandenen Herrn im, für unseren Landstrich üblichen, barocken Stil. Er wurde von einem heimischen Schnitzer gefertigt.

Heiliger Vater,

wir bitten Sie nochmals unsererm Anliegen zu entsprechen, und das Kreuz im Rahmen einer Audienz in Rom zu segnen.

Darüber hinaus, finden Sie weitere Informationen über unsere Pfarrei und unsere Gemeinde im Internet unter

http://www.staffelseepfarrei.de

und

http://www.seehausen-am-staffelsee.de