Sankt Mauritius in Riedhausen

St. Mauritius

Der nachfolgende Text ist auszugsweise dem Heftchen
"Vom Inselkloster zur Pfarrei am Staffelsee",
gestaltet von Günter Bitala, entnommen.
Das Heftchen ist im Pfarrbüro erhältlich.

Anstelle der heutigen Riedhauser Kapelle stand bereits zur Ortsgründung um 850 eine Kirche. Direkt daran vorbei führte die alte Römerstraße. Wahrscheinlich war die Hl. Katharina von Alexandrien damals die Schutzheilige; sie wird heute noch als Zweitpatronin verehrt.

Um 940 brachte der Hl. Ulrich von einer Wallfahrt in das Walliser Gebiet Reliquien des Hl. Mauritius mit. Bischof Ulrich war es wohl auch, der die Riedhauser Kirche das "St. Mauritius-Patronat" verliehen hatte. Das besondere an "St. Mauritius" sind die herrlichen Fresken , die zum Teil leider nur noch als Fragmente erhalten sind. Diese Wandmalereien stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Altar und Fresken
Opferstock

Der von den Hinterglasmalern Alois und Sebastian Gege 1848 geschaffene Kreuzweg an der Südseite gehört ebenfalls zu den

Kostbarkeiten dieser kleinen Kirche. Jakob Gege malte eine Serie von Apostelköpfen hinter Glas. Durch einen Blitzschlag wurden 1946 sechs Exemplare davon zerstört. Die Renaissance-Kanzel hing bis 1716 in der Froschhauser "St. Leonhardskirche". Im Chorbogen ist eine Madonna mit Kind zu sehen und in der Altarnische eine sehr alte Pieta, deren genaue Vergangenheit wohl im Verborgenen bleibt. Der Opferstock stammt aus dem Jahre 1652. Im Turm bimmelt ein Glöcklein aus der Zeit zwischen 1350 und 1380 und eine weitere Glocke.

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