St. Simpert auf der Insel Wörth

Die Simpertkapelle auf der Insel Wörth

Der nachfolgende Text und teilweise auch die Bilder sind auszugsweise dem Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern, Oberbayern 2 "Die Insel Wörth im Staffelsee" von Brigitte Haas-Gebhard entnommen. Der Führer ist u.a. im Pfarrbüro erhältlich.

Die Pfarrkirche auf der Insel Wörth wurde 1773 zugunsten der neuen Kirche "St. Michael" im Ort Seehausen abgerissen. (Siehe "Wissenswertes-Geschichte der Pfarrei")

An ihrer Stelle wurde 1838 auf der Insel Wörth im Staffelsee die heute noch dort stehende Kapelle im neoromanischen Stil gestiftet, um an die große kirchliche Vergangenheit der Wörth zu erinnern.

Der Stifter und damalige Inselbesitzer war kein Geringerer als der aus Rieden gebürtige Josef von Utzschneider (1763-1840), eine der großen bayerischen Gestalten des 18./19. Jahrhunderts. Als Bauernsohn aus einfachen Verhältnissen stammend, machte er als Geheimsekretär und "Churfürstlicher Hofkammerrat" am herzoglichen Hof in München Karriere.

Der Heilige Bonifatius Fresko des Frh. v. Pechmann, 1866

1866 wurde die von Utzschneider gestiftete Kapelle von dem Historienmaler Freiherr von Pechmann mit sechs historisierenden Fresken ausgemalt, die die Vergangenheitder Insel Wörth darstellen sollen.

Die Fresken fassen zusammen, was man allgemein über die Vorzeit der Insel Wörth vor Beginn der Ausgrabungen zu wissen glaubte. Vieles davon kann in den Bereich der Legende verwiesen werden, so z.B. dass der Hl. Bonifatius auf der Insel das Christentum gelehrt hat. Aber manches wurde durch die Ausgrabungen auch überraschenderweise bestätigt.

Das Kirchlein wurde 1999 renoviert und erstrahlt seither in neuem Glanz.