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Wir danken MZ/AZ für das Überlassen ihrer Artikel vom 9. Mai 2011

10.05.2011 19:03

Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Basilika St. Ulrich und Afra zu Augsburg ist Christoph Mühlbauer zum Diakon geweiht worden. Gemeinsam mit fünf anderen Geistlichen empfing er die Weihe von Bischof Konrad Zdarsa. Auch aus Mindelheim war eine Delegation nach Augsburg gereist, um beim großen Tag des Mindelheimer Pfarrpraktikanten dabei zu sein.

Foto: Bistum Augsburg

Diakon Mühlbauer erhält die Weihe

Gemeinsam mit fünf weiteren Priesteramtskandidaten wurde der 28-jährige Ostallgäuer aus der Pfarrei St. Nikolaus in Pfronten am vergangenen Samstag von Bischof Dr. Konrad Zdarsa in der Augsburger Basilika zum Diakon geweiht.

Das Motto, das sein Leben als Diakon und später als Priester prägen soll, lautet: „Der Welt Christus schenken.“

Mühlbauer machte 2003 am Spätberufenen-Seminar Fockenfeld in Konnersreuth sein Abitur. Danach trat er ins Priesterseminar Augsburg ein. 2005/06 studierte er in Rom an der päpstlichen Universität „Gregoriana“ Theologie, zwei Jahre später legte er die Prüfung zum Diplomtheologen ab und war als Religionslehrer tätig. Der Pfrontener singt und musiziert in seiner Freizeit gerne und spielt Fußball.

Wann ist mein Leben fruchtbar?

Für sein Wirken als Diakon hat sich Christoph Mühlbauer ein Ziel aus dem Johannes-Evangelium gesteckt. Dieses beschreibt er so: „Eine Frage, die mich immer wieder bewegt, ist die nach der ,geistlichen Effizienz’. Das bedeutet: Wann ist mein Leben, mein Wirken für die Kirche fruchtbar?“

Die Antwort habe er bei Johannes erfahren, wo Jesus spricht: „Wer in mir bleibt, und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ Der Freundschaft mit Jesus Christus wolle er in seinem Leben immer ersten Vorrang geben. „In besonderer Weise möchte ich diese Freundschaft nun leben und die mir anvertrauten Menschen zu dieser einladen“, betont er.

Ursprung und Aufgaben des Diakons

  • Das Amt des Diakons hat seinen biblischen Ursprung im Matthäus-Evangelium: „Der Größte von Euch soll euer Diener (Diakon) sein.“ Bei der Diakonenweihe handelt es sich um ein Sakrament, als solches ist sie unwiderruflich.
  • Die Diakonenweihe erhalten Priesteramtskandidaten während des zweijährigen praktischen Teils ihrer Ausbildung zum Priester nach Abitur und Theologiestudium. Die praktische Ausbildung in einer Pfarrei, bei der sich angehende Pfarrer mit Liturgie, Gemeindearbeit und anderen Bereichen befassen, endet mit der Priesterweihe.
  • Zu den Aufgaben eines Diakons zählen der Dienst der Nächstenliebe, die Verkündigung des Evangeliums und die Feier des Gottesdienstes mit Ausnahme der Zelebration der Eucharistie. Diakone helfen in der Seelsorge – inklusive Beerdigungen, Taufen und Trauungen.

Die Liturgie der Diakonweihe:

Zu Beginn der Messfeier treten die Weihekandidaten vor den Bischof und bekunden ihre Bereitschaft, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten. Die Kandidaten knien einzeln vor dem Bischof nieder oder legen sich als Zeichen der Demut vor den Altar. Der Bischof legt jedem die Hände auf als Zeichen der Beauftragung und der Kraft des Heiligen Geistes. Die Diakone bekommen die Stola umgelegt und erhalten die Dalmatik (liturgisches Gewand und Amtskleidung des Diakons). Sie knien nun einzeln vor dem Bischof nieder, der ihnen das Evangeliar überreicht. Zum Abschluss umarmen sich Bischof und Neugeweihter.