Christbaum in der Jesuitenkirche
Besuchen Sie die Jesuitenkirche.
In diesem Jahr ist nur ein kleiner Teil der großen historischen Krippe aufgebaut, da die einzelnen Figuren restauriert werden müssen.
Ein Blickfang ist auf jeden Fall auch der wunderschön geschmückte Weihnachtsbaum.
Ein weihnachtlicher Blickfang – der Christbaum in der Mindelheimer Jesuitenkirche
Der Christbaum in der Mindelheimer Jesuitenkirche ist ein großes Gemeinschaftsprojekt, an dem viele fleißige Hände mitwirken. Wie jedes Jahr hat der Bauhof der Stadt Mindelheim den hochgewachsenen (ca. 6 m) Baum gefällt, zur Jesuitenkirche transportiert und dort aufgestellt. Ein Team von Ehrenamtlichen unter der Leitung von Gabi und Paul Baumer, unterstützt bei der Beleuchtung von Elektro Fischer, kümmerte sich auch heuer mit viel Liebe zum Detail um das aufwendige Schmücken des Christbaumes.
Ein wichtiges Element sind dabei die rotbackigen Äpfel, die am Baum aufgehängt werden. Sie erinnern an den Paradieses-Baum und sind die Vorläufer der Christbaumkugeln. Mit Jesus Christus ist der Welt der Heiland geboren, der am Kreuz stirbt, um die Menschen und die ganze Schöpfung zu erlösen und die „alte Schuld“ des Sündenfalls zu sühnen.
Neben den handgefertigten Strohsternen, die an das Stroh in der Krippe erinnern, findet außerdem eine kunstvoll aus Silbertalern (getrocknete Samenstände der Pflanze „Silberblatt“/Lunaria) angefertigte Dekoration ihren Einsatz. Die Sterne und der Silbertaler-Behang, der übrigens auch einen Hinweis auf die 30 Silberlinge des Judas Iskariot geben will, stammen von der Mindelheimer Ehrenbürgerin Olli Hirle, die am Dreikönigstag dieses Jahres verstorben ist. Ihr war auch der Schmuck mit Äpfeln und Silbertalern sowie deren symbolische Deutung sehr wichtig, die sie gerne den Besuchern der Kirche erklärte.
Doch nicht nur der aufwendig dekorierte und symbolträchtige Christbaum, der im Lichterglanz seine ganze Pracht entfaltet, erinnert an das Werk von Olli Hirle und ihre schöpferische Hand. Auch der Erhalt der barocken Jesuitenkrippe, der „Wiege des Krippenbrauchtums in Schwaben“, ist der Mindelheimerin und ihrem Ehemann Martin Hirle zu verdanken.
Heuer werden die rund einen Meter großen, über 80 Figuren – wie bereits berichtet - aufwendig restauriert. Die Heilige Familie und ein kleines Figurenensemble erstrahlen jedoch bereits in neuem Glanz und sind auch dieses Jahr bis zum Fest Mariä Lichtmess zusammen mit dem einzigartigen Christbaum in der Mindelheimer Jesuitenkirche zu bewundern.
BU (Foto: Thomas Weinzierl): Der Christbaum in der Mindelheimer Jesuitenkirche ist alljährlich ein großes Gemeinschaftsprojekt, an dem der städtische Bauhof sowie Gabi und Paul Baumer, Hubert Ellenrieder, Fritz Miller, Rosmarie und Karl Zingerle als Ehrenamtliche der Pfarrei St. Stephan mit großem Engagement mitwirken. Zum „Krippenteam“ gehören außerdem noch Stefan Weber, Enkel von Olli Hirle, und Manfred Maucher.