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Heilige

Lebensdaten: geboren um 710 bei Freising, gestorben am 16. Dezember 779 in Fulda Lebensgeschichte und Bedeutung: Der westbayerische Adlige Sturmius war bereits als Kind dem heiligen Bonifatius anvertraut worden und wurde im Kloster Fritzlar ausgebildet und zum Priester geweiht. Im Auftrag von Bonifatius als Wandermönch in Nordhessen tätig, ließ er sich als Einsiedler bei Bad Hersfeld nieder, bis ihn Bonifatius 744 mit der Gründung eines Klosters auf fränkischen Schenkungen an der Fulda beauftragte. Sturmius reiste 747 nach Rom und zum Kloster Montecassino, um die Lebensregel des heiligen Benedikt zu studieren und für sein Kloster zu übernehmen. Gleichzeitig erreichte Bonifatius 751 für das Kloster ein Privileg, das es dem Papst direkt unterstellte und den kirchlichen oder weltlichen Händen vor Ort entzog. Nach Bonifatius’ Märtyrertod überführte Sturmius seine Reliquien an den gewichtigen Ansprüchen der Bischöfe von Mainz und Utrecht vorbei ins Kloster Fulda, was der Gründung einen kaum zu überbietenden Stellenwert verlieh und zu immer größeren Pilgerscharen führte. Politische und kirchliche Machtspiele führten 763 zur Verbannung von Sturmius ins Kloster Jumièges bei Rouen. Nach seiner Rückkehr und Rehabilitierung wurde das Kloster Fulda 774 von Karl dem Großen zur Reichsabtei erhoben, reich beschenkt und unter Sturmius’ Leitung zu einem der bedeutendsten Klöster überhaupt. 779 starb Sturmius nach einem Feldzug, auf den er Karl den Großen begleitet hatte und von dem er krank zurückgekehrt war. Er wurde ehrenvoll im Ostchor der Salvatorbasilika bestattet. Verehrung: Sturmius’ Neffe Eigil schrieb seine Lebensgeschichte auf und führte mit einer Sturmi-Messe von Rabanus Maurus das jährliche Gedenken zum Todestag ein. 820 wurde sein Grab in das südliche Seitenschiff übertragen. Am 19. April 1139 sprach Papst Innozenz II. Sturmius auf dem Zweiten Laterankonzil heilig. Seit 2009 steht auf dem Borgiasplatz in Fulda eine überlebensgroße Bronzeplastik des Gründerabts. Darstellung: als Abt, die Seelen der Fuldaer Mönche in den Himmel führend, mit Bonifatius   Weitere Heilige des Tages:
Adelheid, Kaiserin, Gründerin
Lebensdaten: lebte im 1. Jahrhundert in Joppe (Jaffa) Lebensgeschichte und Bedeutung: Tabitha – die im Deutschen gebräuchliche Namensform lautet nach der Lutherübersetzung des Neuen Testaments Tabea – wird in der Apostelgeschichte als wohlhabende Jüngerin, Schneiderin und Witwe vorgestellt: Sie lebte in Joppe, gab reichlich Almosen, machte Röcke und Mäntel und lebte mit anderen Witwen zusammen (Apg 9,36–41). Als Petrus auf Missionsreise im nahegelegenen Lydda weilte, wurde „Gazelle“ (Dorkas, wie sie im griechischen Original heißt) krank und starb. Für ihre Bedeutung, vielmehr für den Zusammenhalt der Jünger untereinander spricht, dass man nach Petrus schickte und dieser sofort nach Joppe aufbrach. Als er ankam, bat er die Leute hinaus, kniete betend neben dem Leichnam nieder, wandte sich ihm zu und sprach: „Tabitha, steh auf!“ – ganz ähnlich wie der Herr Jesus Christus im Markusevangelium (5,40). Von Basilius von Caesarea als Beispiel für die Tätigkeit von Witwen gepriesen (Regel 74), gab sie ab 1834 den Dorcas Societies im angelsächsischen Raum den Namen, die Bedürftige mit Kleidung versorgen. Die evangelisch-lutherischen Kirchen der USA feiern ihren Gedenktag gemeinsam mit dem von Lydia und Phoebe, den Mitarbeiterinnen des heiligen Apostels Paulus.   Weitere Heilige des Tages:
Krispin und Krispinian, Märtyrer
Ludwig III. von Arnstein, Klostergründer
Margareta von Roskilde, Märtyrin
Minias, Märtyrer
Lebensdaten: gestorben an einem 15. August um 257 in Rom Lebensgeschichte und Legende: Tarsiciusʼ Name taucht auf einem der Epigramme auf, die Papst Damasus I. († 384) auf die Märtyrer verfasste und in den Kalixtuskatakomben einmeißeln ließ. Weil die Verse unmittelbar davor dem Erzmärtyrer und Diakon Stephanus gewidmet und Tarsiciusʼ Todesumstände so klar sind, war er Akolyth oder Diakon und wurde wohl auch gesteinigt: Als er Kranken oder Gefangenen das heilige Sakrament der Eucharistie brachte – wozu nur Akolythen und Diakone befugt waren –, wollte man es ihm entreißen, doch er starb lieber, als den himmlischen Leib preiszugeben. Von anderer Hand ist die Jahresangabe 257 hinzugefügt – das Jahr, in dem eine fürchterliche Verfolgungswelle unter Kaiser Valerian eingesetzt hatte. Der späteren Legende nach war Tarsicius bzw. Tarcisius ein Knabe, der sich in der Zeit der Christenverfolgungen anbot, den Kranken und Gefangenen die Eucharistie zu bringen – er würde wegen seines jungen Alters keinen Argwohn erregen. Unterwegs wollten seine heidnischen Spielkameraden jedoch wissen, was er unter seinem Mantel verberge, und ließen desto weniger von ihm ab, je mehr er sie abzuwehren versuchte. Ein vorüberkommender Soldat wurde schon handgreiflich, und als die Passanten auf der Via Appia Tarsicius als Christ identifizierten, wurde er zu Tode geprügelt und gesteinigt. An seinem leblosen Körper jedoch fanden seine Mörder nichts. Ein Zenturio namens Quadratus, der heimlich Christ war, zerstreute die Menge und brachte den Leichnam weg, der dann in den Kalixtuskatakomben bestattet wurde. Der spätere Kardinal Nicholas Wiseman zeichnete ihn 1854 in seinem weltweiten Erfolgsroman „Fabiola“ über die antiken Christenverfolgungen als 15jährigen Knaben, ebenso die preisgekrönte Skulptur Alexandre Falguières „Tarcisius, christlicher Märtyrer“ (1868). Verehrung: Tarsiciusʼ Reliquien wurden 767 von den Kalixtuskatakomben in die römische Basilika San Silvestro in Capite übertragen, wo sie seit 1596 unter dem Hochaltar ruhen. Sein Sarkophag wurde zum Altar der kleinen Kirche des „Istituto San Tarcisio“ der Salesianer an der Via Appia. Besonders in Italien gilt der Heilige als Schutzpatron der Erstkommunionkinder, dort heißt ihre Albe auch „Tarcisiana“. Darstellung: sterbend mit dem Hostienbehältnis an die Brust gedrückt Patron: der Arbeiter, Akolythen, Ministranten und Erstkommunionkinder    Weitere Heilige und Feste des Tages:
Mariä Aufnahme in den Himmel
Alypius von Thagaste, Bischof
Lluís Masferrer Vila, Ordenspriester, und Gefährten, Märtyrer
Mechthild von Magdeburg, Mystikerin
Rupert von Ottobeuren, Abt
Lebensdaten: gestorben um 200 in Rom Lebensgeschichte: Über das Leben der heiligen Tatiana ist kaum etwas bekannt. Ihr Name könnte auf einen römischen Sippennamen („Tatier“) oder den legendären Sabinerkönig Tatius weisen. Wahrscheinlich wurde sie unter Kaiser Severus Alexander um das Jahr 200 in Rom hingerichtet, weil sie verbotenerweise zum christlichen Glauben übergetreten war. Aus dem 7. Jahrhundert ist eine Kirche auf dem Quirinal bezeugt, die der Heiligen geweiht war. Nach einer anderen Quelle erlitt ein slawisches Mädchen namens Tatjana in Griechenland den Märtyrertod. Schon sehr früh wurde sie vor allem in der griechischen und russischen Kirche als Heilige verehrt. Legende: Der Legende nach war Tatiana die Tochter eines römischen Konsuls. Weil sie sich zum christlichen Glauben bekannte, wurde der Kaiser auf sie aufmerksam. Als sie mit ihm gemeinsam einen heidnischen Tempel betrat und zu beten begann, zerbrachen jedoch die Götzenbilder. Daraufhin wurde sie skalpiert, gefoltert und ins Feuer geworfen. Doch all das konnte ihr keinen Schaden zufügen. Schließlich ließ der Kaiser sie enthaupten. Brauchtum: Die Eröffnung der ersten Universität des russischen Reiches, der heutigen Lomonossow-Universität, fand am 12. Januar 1755 als „Geschenk“ des von Kaiserin Elisabeth beauftragten Ministers Iwan Schuwalow für seine Mutter Tatjana zu deren Namenstag statt. Seitdem ist die Heilige Patronin der russischen Studenten, die ihren Gedenktag ausgelassen feiern. Darstellung: im langen Gewand mit kahlgeschorenem Kopf, meist mit einem Löwen Patronin: der russischen Studenten   Weitere Heilige des Tages:
Antonio Maria Pucci, Ordensprovinzial
Johannes Merlini, Ordensgründer
Margareta Bourgeoys, Ordensgründerin
Lebensdaten: geboren am 14. Juni 1885 in Wieluń, Polen, gestorben am 12. Juli 1946 in Sosnowiec Lebensgeschichte: Nach ihrem Abitur wollte Janina Kierocińska ins Kloster eintreten, aber ihr Vater wollte davon nichts wissen. 1909 begegnete sie dem Karmeliten Anzelm Gądek (1884–1969), der ihr geistlicher Begleiter wurde. 1914 schloss sie sich selber dem Karmel an, indem sie in den Dritten Orden der Karmelitinnen in Krakau eintrat. 1921 gründete sie zusammen mit Pater Gądek die Kongregation der Karmelitenschwestern vom Kinde Jesus mit Sitz in Sosnowiec, um im oberschlesischen Steinkohlebecken für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu wirken. 1934 legte sie selber ihre feierlichen Gelübde ab und blieb als Mutter Maria Teresa vom heiligen Josef ihr Leben lang die Generaloberin der Gemeinschaft. In der Kohleregion wirkte sie bei den traditionell wenig kirchlich gesinnten Arbeiterfamilien so segensreich, dass sie den Ehrennamen „Mutter des Kohlebeckens“ (Matka Zagłębia) erhielt. Während des Zweiten Weltkriegs kümmerte sie sich besonders um Kriegsopfer und verfolgte Partisanen und Juden, schickte den Kriegsgefangenen Essenspakete, gründete Schulen für Kriegswaisen und entsandte nach Kriegsende einige Mitschwestern nach Deutschland, damit sie sich auch dort der Kinder annehmen. Sie starb am 12. Juli 1946 im Mutterhaus von Sosnowiec, wo sie auch begraben liegt. Verehrung: Der Seligsprechungsprozess für M. Teresa wurde 1983 eingeleitet. 1993 wurde sie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in die Liste der Gerechten unter den Völkern aufgenommen. Papst Franziskus erklärte sie am 2. Mai 2013 für verehrungswürdig.   Weitere Heilige des Tages:
Jason, Apostelschüler, Glaubensbote
Johannes Gualbertus, Ordensgründer
Mammas, Märtyrer
Nabor und Felix, Märtyrer
Lebensdaten: geboren am 28. März 1515 in Ávila, gestorben am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes Lebensgeschichte: Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada wurde am 28. März 1515 in Ávila geboren. Ihre jüdische Familie trat zum Christentum über, als sie fünf Jahre alt war, und erwarb einen Adelstitel, um der Diskriminierung ehemaliger Juden zu entgehen. Mit 16 Jahren kam sie zur weiteren Erziehung in ein Augustinerinnenkloster, das sie bald aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen musste. Im Karmel ihrer Heimatstadt, in den sie 1535 gegen den Willen ihres Vaters mit dem Ordensnamen Teresa von Jesus eingetreten war, erlebte sie 1554 nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung eine vollkommene Bekehrung und machte mystische Erfahrungen wie Ekstasen und Visionen. Besonders pflegte und lehrte sie das Innere Gebet, durch das sie die Anwesenheit Gottes in ihrem Innersten wahrnahm. Teresa gründete 1562 einen neuen Konvent am Stadtrand von Ávila, für den sie die ursprüngliche Ordensregel wieder einsetzte – einschließlich der strengen Klausur, die den Klosterfrauen Freiheit von äußeren Einflüssen ermöglichte – und gründete in rastloser Tätigkeit insgesamt 31 Klöster, wobei sie gemeinsam mit ihrem Ordensbruder Johannes vom Kreuz den männlichen Ordenszweig erneuerte und den Orden der Unbeschuhten Karmeliten schuf. Daneben war sie mit ihren Büchern sowie etwa 16.000 Briefen, von denen 400 erhalten sind, schriftstellerisch ungeheuer produktiv. Ihre Werke, darunter eine Autobiographie, zählen zu den Höhepunkten der geistlichen und zu den Klassikern der Weltliteratur. Die Kirchenlehrerin und Patronin von Spanien sowie der spanischen Schriftsteller starb am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes, wohin sie zur Niederkunft der Herzogin von Alba abgeordnet worden war. Verehrung: Infolge der Gregorianischen Kalenderreform von 1582, die am 5. Oktober zehn Tage einfügte und mit dem 15. weiterzählte, wird ihr Gedenktag, der wegen des heiligen Franz von Assisi vom 4. auf den 5. Oktober verlegt wurde, von der gesamten Kirche am 15. Oktober begangen. Sie wurde 1614 selig- und 1622 heiliggesprochen. 1970 wurde Teresa „die Große“ von Papst Paul VI. als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben. Ihr unverwester Leichnam wird in der Karmelitinnenkirche in Alba de Tormes bei Salamanca verehrt. Darstellung: als Karmelitin mit flammendem Herzen mit der Inschrift IHS, mit Buch, Engel, Geißel oder Taube Patronin: von Spanien, des Erzbistums Mexiko, von Alba de Tormes, Ávila und Neapel, der Karmelitinnen und Karmeliten, der spanischen Schriftsteller, Helferin in geistlichen Nöten, um die Gnade des Gebets, für ein innerliches Leben und bei Herz- und Kopfleiden   Weitere Heilige des Tages:
Aurelia, Märtyrin
Thekla, Äbtissin
Lebensdaten: geboren am 13. Juli 1900 in Santiago de Chile, gestorben am 12. April 1920 in Los Andes, Chile Lebensgeschichte: Juana Enriqueta Fernandez Solar gehörte zum chilenischen Landadel und wurde im Internat der Schwestern vom Heiligsten Herzen erzogen. Mit 14 Jahren entdeckte sie die „Geschichte einer Seele“ der heiligen Therese von Lisieux und hielt ihre eigenen geistlichen Erfahrungen in ihrem Tagebuch fest. 1917 las sie mit Begeisterung die Lebensgeschichte („Vida“) der heiligen Teresa von Ávila und war endgültig von ihrer eigenen Berufung in den Karmel überzeugt. Im Mai 1919 trat sie bei den Unbeschuhten Karmelitinnen in Los Andes ein und nahm den Ordensnamen Teresa von Jesús an. Sie hatte eine solche Freude am kontemplativen Lebensstil und an der Klostergemeinschaft, dass sie damit ansteckend auf ihre Mitschwestern wirkte. Doch Schwester Teresa erkrankte an Flecktyphus. Sie legte am 7. April 1920 „in articulo mortis“ (im Angesicht des Todes) ihre feierliche Profess ab und verstarb kurz darauf in der Osterwoche. Von ihr sind neben ihrem Tagebuch noch 164 Briefe erhalten, die sie als Mystikerin ausweisen. Verehrung: Gleich nach ihrem Tod setzte ihre Verehrung ein. Viele junge Frauen aus der gehobenen Gesellschaftsschicht sowie ihre jüngere Schwester folgten ihrem Vorbild und entschieden sich für ein gottgeweihtes Leben. 1987 wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig- und 1993 als erste Chilenin heiliggesprochen. Ihr Grab besuchen monatlich etwa 100.000 Pilger.   Weitere Heilige des Tages:
Herta, Märtyrin
Josef Moscati, Arzt
Julius I., Papst
Zeno, Bischof
Lebensdaten: geboren 602 in Tarsus, gestorben am 19. September 690 in Canterbury Lebensgeschichte und Bedeutung: Der hochgebildete Kleriker Theodor war umfassend in Antiochien ausgebildet worden und im syrischen Kulturkreis zu Hause. Vor den persischen Sassaniden und der islamischen Eroberung floh er 637 nach Konstantinopel, wo er sich zusätzlich mit der griechischen Kultur und Wissenschaft vertraut machte. Um 660 lebte er im orientalischen Anastasiuskloster in Rom und vervollständigte seine Kenntnisse um die lateinischen, weltlichen wie kirchlichen Disziplinen und das Römische Recht. Als 668 der von den Königen von Kent und Northumbrien angeforderte Erzbischof für Canterbury starb, weihte Papst Vitalianus Theodor an dessen Stelle und entsandte ihn nach England. Dort organisierte der Erzbischof die Bistümer nach dem römischen Vorbild und sorgte durch die Besetzung vakanter Ämter für einen romtreuen Kurs. Auf der Synode von Hertford 673 setzte er gegen abweichende Traditionen den rechtgläubigen Osterfesttermin durch, stärkte die bischöfliche Autorität gegen Kleinkönige und machte die Wandermönche sesshaft. 678 setzte er den mächtigen Bischof von York ab und gründete in dessen riesigem Einflussgebiet Diözesen vernünftiger Größe. 679 konnte er den Friedensschluss zwischen den Königreichen von Northumbrien und Mercia vermitteln, was ihm die Anerkennung der gesamten britischen Insel lange vor deren Einigung sicherte. Mit der Gründung einer Kathedralschule in Canterbury sorgten er sowie der Abt der Abtei St. Peter für die Heranbildung einer geistlichen Elite und damit für das Ansehen des Klerus. Die umfassend als Theologen, Künstler und Wissenschaftler ausgebildeten Absolventen dieser Schule wurden als Benediktineräbte im ganzen Land eingesetzt und verbreiteten Theodors lateinisch-griechisches Erbe. 680 und 684 berief Theodor weitere Synoden ein, um die Kirche in England gegen den Irrglauben zu stärken, dass Jesus Christus trotz seiner menschlichen und göttlichen Naturen nur einen, göttlichen Willen gehabt hätte (Monotheletismus). Theodor, der nach Augustinus von Canterbury als zweiter Gründer der Kirche von England gilt, starb im hohen Alter von 88 Jahren nach 22jähriger Amtszeit und wurde in der Peterskirche von Canterbury bestattet.   Weitere Heilige des Tages:
Januarius, Bischof, Märtyrer
Lucia vom Berg, Hirtin
Lebensdaten: geboren am 2. Januar 1873 in Alençon (Normandie), gestorben am 30. September 1897 in Lisieux Lebensgeschichte: Die Halbwaise Marie-Françoise Martin war als Zehnjährige nach der Vision einer lächelnden Madonna von einer tödlichen Krankheit genesen und führte die Bekehrung eines verurteilten Mörders auf dem Schafott auf ihr stellvertretendes Gebet als 14jährige zurück. Sie wollte es ihren zwei älteren Schwestern gleichtun und sofort in den Karmel eintreten, was ihr selbst der Papst bei einer Audienz nicht gewährte. Erst mit 15 konnte sie in Lisieux mit dem Ordensnamen ihres Vorbilds, der heiligen Teresa von Ávila, eintreten. Schwester Therese vom Jesuskind und vom heiligen Antlitz fand bald ihre Berufung: im Verborgenen zu beten und eigenes Leiden für die Priester aufzuopfern, sich selber zu vergessen und kleine, diskrete Liebeswerke zu tun, weil sie nicht glaubte, große Werke vollbringen zu können. Sie las die Werke des heiligen Johannes vom Kreuz, was für eine junge Karmelitin sehr ungewöhnlich war, bewunderte das Martyrium der Karmelitinnen von Compiègne, die Opfer der Französischen Revolution geworden waren, und entdeckte 1894 für sich schließlich den „kleinen Weg“: klein zu bleiben vor Gott und sich und alles seiner Barmherzigkeit zu überlassen und in Ermangelung eigener Heiligkeit ein überbordendes Gefäß für die Heiligkeit Gottes zu werden. Im begleitenden Gebet für zwei junge Missionsbrüder sowie in ihrem Briefwechsel erkannte sie immer mehr auch einen missionarischen Auftrag, und sie begann auf Bitten ihrer Oberin, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Ab 1896 erkrankt, verfiel Thereses Gesundheitszustand zusehends, verstärkt noch durch die Enttäuschung über eine vorgebliche, spektakuläre Konversion, an die sie geglaubt und die sie durch Einschicken eines Selbstbildnisses als Jeanne d’Arc unterstützt hatte. Im August 1897 wurde bei ihr Tuberkulose im Endstadium diagnostiziert. Sie versprach auf dem Totenbett, Rosen vom Himmel regnen zu lassen, und verstarb mit 24 Jahren. Verehrung: Schon bald nach ihrem Tod wurden Wunder und Heilungen auf ihre Fürsprache berichtet. 1923 wurde sie selig-, 1925 heiliggesprochen und 1927 neben dem heiligen Franz Xaver zur Patronin aller Missionen erklärt. Die Kathedrale von Lisieux, in der ihre Gebeine ruhen, ist die größte Kirche, die im 20. Jahrhundert erbaut wurde. Zur „kleinen Therese“ pilgern jährlich rund eineinhalb Millionen Menschen. 1997 erhob Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin. 2015 erfolgte auch die Heiligsprechung ihrer Eltern Zélie und Louis Martin. Darstellung: als Karmelitin, mit Rosen oder Kruzifix Patronin: von Frankreich, der Karmelitinnen und der Missionen   Weitere Heilige des Tages:
Franz von Borja, Ordenspriester
Lebensdaten: geboren am 20. Juni 1797 in Stadtamhof (Regensburg), gestorben am 9. Mai 1879 in München Lebensgeschichte: Karoline Gerhardinger war das Kind eines Schiffmeisters und wurde nach der Aufhebung ihrer Klosterschule und auf Anregung des Dompfarrers und späteren Bischofs von Regensburg, Georg Michael Wittmann, zur Lehrerin ausgebildet. Mit erst 15 Jahren als Lehrerin eingesetzt, erkannte sie, wie unzureichend die Ausbildung besonders der ärmeren Mädchen war. Nachdem sie sich bereits mit 18 Jahren für ein klösterliches Leben entschieden hatte, setzte die junge Frau bald diesen Entschluss um, wobei ihr Wittmann zu einer eigenen Klostergründung riet. Unter seiner Führung gründete sie 1833 mit zwei Gefährtinnen die Kongregation der Armen Schulschwestern Unserer Lieben Frau und ließ sich in Neunburg vorm Wald nieder. 1835 legte sie ihre Ordensgelübde ab und nahm den Namen Maria Theresia von Jesus an. Weil ihre wachsende Gemeinschaft auf Dauer nicht im entlegenen Neunburg bleiben konnte und ihr Institut mit Anschauungsunterricht, Hauswirtschaft, kaufmännischen Fächern, Fremdsprachen, Musik und Sport als Musterschule galt, überließ ihr König Ludwig I. das frühere Klarissenkloster St. Jakob am Anger in München als Mutterhaus. Die neue Kongregation verbreitete sich mit zahlreichen Schulgründungen bis in die USA, die M. Theresia 1847 bereiste. Als sie am 9. Mai 1879 starb, gab es schon 166 Niederlassungen in Europa und 125 in Nordamerika. Sie ruht in der Grabkapelle der St. Jakobskirche. Verehrung: 1985 sprach Papst Johannes Paul II. die Ordensgründerin selig. 1998 wurde sie in Anerkennung ihrer Verdienste für Erziehung und Bildung in der Walhalla, der Ruhmeshalle für herausragende Persönlichkeiten, bei Regensburg verewigt. Heute sind mehr als 5000 Schulschwestern weltweit in der Kinder- und Jugenderziehung sowie in der pädagogischen Fortbildung tätig. Leitwort der sel. Theresia Gerhardinger: „Alle Werke Gottes gehen langsam und leidvoll vor sich, dann aber stehen sie desto fester und blühen desto herrlicher.“   Weitere Heilige des Tages:
Beatus, Einsiedler
Jesaja, Prophet
Volkmar, Abt