Bildergalerien
Das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang in Füssen/Allgäu wurde in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts als Eigenkloster der Bischöfe von Augsburg errichtet. Der Gründungsvorgang reicht jedoch zurück auf das Wirken des Einsiedlers Magnus, der hier eine Zelle und ein Oratorium erbaut hatte und dort an einem 6. September verstarb. Das Todesjahr selbst ist nicht überliefert. Die von Wundern begleitete Erhebung des unversehrt gebliebenen Leibes von Magnus, was seine Heiligkeit bewies, bildete die spirituelle Grundlage des Klosters. Die gegenreformatorische Energie fand ihren bleibenden Ausdruck im Bau eines mächtigen Barockklosters, das zwischen 1696 und 1726 errichtet wurde. So prägt der Klosterkomplex St. Mang, zusammen mit dem Hohen Schloss, heute wesentlich das Stadtbild Füssens. Dem Architekten Johann Jakob Herkomer (1652–1717) gelang es, aus der unregelmäßig gewachsenen mittelalterlichen Klosteranlage einen repräsentativen, symmetrisch angeordneten Baukomplex zu entwerfen. Die Umgestaltung der mittelalterlichen Basilika in eine nach venezianischen Vorbildern gestaltete Barockkirche sollte zum architektonischen Symbol der Verehrung des hl. Magnus werden. Das Kirchengebäude stellt ein monumentales Reliquiar des Heiligen dar. Erstmals im süddeutschen Barockbau gibt hier in St. Mang die Lebensbeschreibung des Lokalheiligen das Bildprogramm für den Freskenzyklus der gesamten Kirche vor. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wandte sich aber der Konvent verstärkt gesellschaftlichen Aufgaben zu: der Seelsorge, der Wissenschaft, Musik und dem Bildungswesen. Obgleich die Abtei nie die angestrebte Reichsunmittelbarkeit erlangen konnte, prägte sie als Herrschafts- und Wirtschaftszentrum, als kultureller Kristallisationspunkt und als Mittelpunkt des Glaubenslebens maßgeblich Füssen und die gesamte Region. 1819 wurde der im Jahre 2000 seliggesprochene Franz Xaver Seelos in der Klosterkirche getauft. Die Orgel wurde 1753 von dem Orgelbauer Andreas Jäger erbaut. 1877 wurde das Instrument von dem Orgelbauer Balthasar Pröbstl fast vollständig umgebaut. In den Jahren 1958 und 1978 wurde die Orgel durch die Firma Zeilhuber Orgelbau umgebaut und restauriert. Das Instrument hat 37 Register (Kegelladen) auf drei Manualwerken und Pedal. Annakapelle: Die ursprüngliche Kapelle wurde im 9. Jahrhundert als erste Klosterkirche der Abtei St. Mang errichtet und diente später vor allem den Rittern Freyberg-Eisenberg als Grablege. Heute ist sie ein Teil des Stadtmuseums im Klostergebäude und kann besichtigt werden. 1602 schuf Jakob Hiebeler im Auftrag des Abtes Matthias Schober für die St. Anna-Kapelle den berühmten monumentalen Füssener Totentanz, der zu den wichtigsten Darstellungen dieser Art im deutschen Sprachraum gehört. Unter dem Motto „Sagt Ja, Sagt Nein, Getanzt Muess Sein“ folgen auf zwanzig Einzelbildern (auf zehn Holztafeln) verschiedene gesellschaftliche Rollenmodelle der frühneuzeitlichen Gesellschaft, angeführt von Papst und Kaiser dem Tod. Berühmt ist die Darstellung der Hexe als einer von vier weiblichen Figuren. Neben zahlreichen Epitaphen und Totenschilden aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist die spätgotische Skulptur der „Anna selbdritt“ zu bewundern. Als Wallfahrtsort lädt Füssen zum Glaubensboten im Allgäu, dem hl. Magnus von Füssen (Gedenktag am 6. September), und zu dem in Füssen geborenen seligen Franz Xaver Seelos (Gedenktag in der Stadt Füssen am 5. Oktober). Gottesdienste Füssen, St. Mang
Luitpoldstr. 20, 87629 Füssen
Telefon: 08362 6190, Fax: 08362 39232
E-Mail: st.mang.fuessen@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage
Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Luitpoldstr. 20, 87629 Füssen
Telefon: 08362 6190, Fax: 08362 39232
E-Mail: st.mang.fuessen@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage
Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Leonhard steht im Zentrum des Marktes Inchenhofen im Landkreis Aichach-Friedberg in Schwaben. Die gotische Hallenkirche wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgestaltet und war früher der Mittelpunkt einer der bedeutendsten Wallfahrten Europas. Die Wallfahrt zum hl. Leonhard zu Inchenhofen ist seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Sie gilt als älteste und wichtigste Leonhards-Wallfahrt in Deutschland. Ursprünglich stand hier nur eine kleine Kapelle, die den fünf umliegenden Bauernhöfen als Gotteshaus diente. Der Aufschwung begann 1266, als dem Zisterzienserkloster Fürstenfeld die Pfarrei Hollenbach übertragen wurde. 1289 wurden dieser Kapelle 13 Ablässe verliehen, weshalb bald der Bau einer geräumigeren Kirche nötig wurde. Die Weihe dieser gotischen Wallfahrtskirche wurde 1332 vollzogen. Wegen seiner Bedeutung als Wallfahrtsort wurde Inchenhofen im Jahr 1400 zum Markt erhoben. Noch heute führt aus jeder Himmelsrichtung eine Straße auf die Kirche zu. Heute pilgern nur noch wenige einzelne Gläubige zum hl. Leonhard von Inchenhofen, um die Kirche fehlt deshalb auch der sonst überall anzutreffende Andenken- und Devotionalienhandel. Hauptsächlich zur Pfingstzeit belebt sich die Wallfahrt, dann ziehen Hunderte von Wallfahrern in die Kirche ein. Die Wallfahrtszüge sind manchmal 10 bis 15 Stunden unterwegs. Der Höhepunkt des Wallfahrtsjahres ist der älteste altbayerische Leonhardiritt am 6. November, der von zahlreichen Gläubigen besucht wird. Gottesdienste Inchenhofen: St. Leonhard
Zisterzienser Platz 1, 86570 Inchenhofen
Telefon: 08257 1220, Fax: 08257 997238
E-Mail: st.leonhard.inchenhofen@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Zisterzienser Platz 1, 86570 Inchenhofen
Telefon: 08257 1220, Fax: 08257 997238
E-Mail: st.leonhard.inchenhofen@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Die Stadtpfarrkirche St. Martin beherrscht mit ihrem weithin sichtbaren Turm das Stadtbild von Kaufbeuren. 1308 findet die Pfarrei St. Martin erstmals in den Schriftquellen Erwähnung. Herrmann der Phaffe und Hainrich der Liutpriester von Burun, die 1240 bzw. 1299 erwähnt werden, können beide als Pfarrer von St. Martin gelten. Bei Grabungsarbeiten wurden 1978 im Chor von St. Martin die Überreste vier verschiedener Apsiden entdeckt, die auf Vorgängerbauten zurückgehen. Der älteste der Apsidenreste kann als Teil einer frühmittelalterlichen Königshofkirche gelten, die Datierung ist jedoch archäologisch nicht gesichert. Als Reichshofkirche war St. Martin Fiskalkirche und stand daher nur den Königsverwaltern des fränkischen Reichshofs, der um die Mitte des 8. Jahrhunderts gegründet wurde, zur Verfügung. Im Zusammenhang mit der karolingischen Zeit Kaufbeurens ist das Patrozinium zu werten, da der Hl. Martin als Haus- und Hofheiliger der Frankenkönige gilt. Im Zuge der Neugestaltung Kaufbeurens nach der Übernahme durch die Staufer in Person Heinrichs VI. 1191 erhielt St. Martin um 1200 die Gestalt einer romanischen Basilika. Der Sakralbau der Stauferzeit fiel 1325 einem Brand zum Opfer und wurde im gotischen Stil neu errichtet. Die Reste des romanischen Baus sind nur mehr im Südportal der Kirche und im Taufstein erhalten. Von 1438 bis 1443 entstand ein Neubau der Stadtpfarrkirche. Die Weihe erfolgte durch den Augsburger Bischof Peter Kardinal von Schaumberg. Später wurde die Kirche mit einem Schnitzaltar des Ulmer Meisters Michael Erhart ausgestattet. Um 1520 kam der Protestantismus nach Kaufbeuren. 1545 wurde die Pfarrkirche nach den Vorstellungen des in Kaufbeuren inzwischen vorherrschenden Protestantismus komplett umgestaltet. Der Stadtrat übernahm das Recht zur Besetzung der Pfarrei. Seit 1555 galten für Kaufbeuren die Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens für Reichsstädte gemischter Konfession. Bis zur Errichtung der evangelischen Dreifaltigkeitskirche im Jahr 1614 wurde der Kirchenbau St. Martin von beiden Konfessionen gemeinsam verwendet. Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgte eine Barockisierung der Kirche. Unter Stadtpfarrer Josef Landes wurde die Kirche 1893–1899 neugotisch eingerichtet. Die Orgel, auch Crescentia-Orgel genannt, wurde im Jahr 1999 durch die Orgelbaufirma Siegfried Schmid (Knottenried) erbaut. Das Instrument hat 50 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen mechanisch und elektrisch. Das Orgelgehäuse wurde in Anlehnung an den gotischen Kirchenraum gestaltet. Als Wallfahrtstag bietet sich das Patrozinium des hl. Martin von Tours am 11. November an. Gottesdienste Kaufbeuren, St. Martin
Pfarrgasse 18, 87600 Kaufbeuren
Telefon: 08341 9523 11, Fax: 08341 9523 41
E-Mail: pg.kaufbeuren@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage
Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Pfarrgasse 18, 87600 Kaufbeuren
Telefon: 08341 9523 11, Fax: 08341 9523 41
E-Mail: pg.kaufbeuren@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage
Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Im Jahr 752 wurde die Abtei St. Lorenz in Kempten gegründet. Durch die Jahrhunderte wurde in ihr die Kirchenmusik gepflegt. Die Melodien des Heilig-Geist-Hymnus „Veni creátor spíritus“ (GL 341) und des Adventhymnus „Gott, heilger Schöpfer aller Stern“ (GL 230) entstanden hier um das Jahr 1000. Nachdem die alte Klosteranlage im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden war, entstand im 17. Jahrhundert der erste barocke Monumentalbau nördlich der Alpen. Die Kirche, welcher der hl. Papst Paul VI. 1969 den Ehrentitel „Basilica minor“ verlieh, gehört zur den kunsthistorisch bedeutsamsten Bauten des Allgäu und wird wegen ihrer zentralen Bedeutung auch gern der „Dom des Allgäu“ genannt. Nach der Aufhebung des Fürststifts 1803 wurde die Kirche Pfarrkirche. Ihre drei Orgeln und die herausragende Basilikamusik gestalten festliche Gottesdienste und führen viele Menschen bei geistlichen Konzerten zusammen. In der Krypta wird an jedem Sonntag (außerhalb der Ferien) eine Kindermesse gefeiert; dort befindet sich auch die große Krippe von Adolf Bründl im barocken Stil. Die Kirche ist dem heiligen Laurentius von Rom geweiht, Nebenpatronate sind Mariä Himmelfahrt und die Schutzpatrone der Stadt Gordianus und Epimachus. Als Wallfahrtstag kann man den Festtag des hl. Laurentius von Rom (10. August) sowie Mariä Himmelfahrt (15. August) begehen. Der Pfarrei St. Lorenz angegliedert ist die City-Seelsorge mit überpfarrlichen Angeboten zur Glaubenserschließung und -vertiefung. Das Café der City-Seelsorge am Hofgarten lädt ein zum Kontakt mit der katholischen Kirche. Gottesdienste Kempten, Basilika St. Lorenz
Landwehrstr. 3-5, 87439 Kempten
Telefon: 0831 540560 0, Fax: 0831 540560 50
E-Mail: st.lorenz.kempten@bistum-augsburg.de Pfarrhomepage
Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Landwehrstr. 3-5, 87439 Kempten
Telefon: 0831 540560 0, Fax: 0831 540560 50
E-Mail: st.lorenz.kempten@bistum-augsburg.de Pfarrhomepage
Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Die Wallfahrtskirche Maria Hilf liegt am Rand des parkähnlichen Wallfahrtsplatzes in der Mitte des Ortes Klosterlechfeld im Landkreis Augsburg in Schwaben. Das 1984 aufwändig restaurierte Gotteshaus gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf dem Lechfeld. Die Wallfahrt geht auf eine Stiftung der Witwe des Augsburger Bürgermeisters Raimund von Imhof zurück. Regina von Imhof soll sich auf der Rückreise von Augsburg zu ihrem Schloss in Untermeitingen im dichten Nebel des Lechfelds verirrt haben. In ihrer Not gelobte sie den Bau einer Kapelle zu Ehren der Gottesmutter, um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Der Lech war damals noch nicht reguliert. Zahlreiche Nebenarme und Sumpfgebiete bildeten ein gefährliches Labyrinth, das schon einigen Menschen zur Todesfalle geworden war. Als sie plötzlich die Lichter ihres Schlosses in der Ferne sah, musste ihr Kutscher angeblich seine Peitsche in die Erde stecken, um den Standort der Kapelle zu markieren. Der Grundstein zum Kirchlein „Unserer Lieben Frauen Hilf“ wurde am 7. April 1603 gelegt. Bereits am Dreifaltigkeitstag des nächsten Jahres konnte der Augsburger Weihbischof Sebastian Breuning den Bau weihen. Der Entwurf der Rotunde stammte von Elias Holl, der sich das Pantheon in Rom zum Vorbild genommen hatte. Schon bald setzte eine rege Wallfahrt zur Muttergottes auf dem Lechfeld ein, zu deren Betreuung sich ab 1606 Franziskaner (OFM) aus der Provinz Straßburg niederließen. Die Stifterin errichtete den Brüdern darauf hin ein erstes Klostergebäude, das rasch ausgebaut und schon 1624 zum Konvent erhoben wurde. Um das Kloster entstand der Weiler Lechfeld als Ansiedlung von Wirten, Händlern und Bauern, denen der Wallfahrtsbetrieb gute Einnahmemöglichkeiten brachte. Der ursprünglichen Gnadenkapelle ist im Westen das rechteckige Langhaus mit den runden Seitenkapellen angefügt. Um die Rotunde wurde außen der eingeschossige Sakristeianbau in der Art eines Chorumganges herumgeführt. Die Kuppel wird von einer hohen Laterne mit Zwiebelhaube abgeschlossen. Die geschwungenen Kuppeln der Seitenkapellen tragen ebenfalls Laternen mit Zwiebelabschlüssen. Bereits die Laterne der ersten Wallfahrtskapelle sollte an die Lichter erinnern, die der Stifterin den Weg nach Hause gewiesen hatten. Der Hochaltar entstand 1748 nach Entwürfen des Laienbruders Concordius Scheidenberger. Im Mittelpunkt steht das Gnadenbild. Christus ist als Richter dargestellt, dem der Erzengel Michael und die Muttergottes beigegeben sind (Christoph Murmann d. J., um 1604). Die Kanzel (um 1735, zugeschrieben Ehrgott Bernhard Bendl) trägt reiche Dekorationen aus Bandelwerk und Rocaillen. Vor der Brüstung sitzen die vier Kirchenväter, auf dem Schalldeckel die vier Evangelisten. Darüber thront die Jungfrau im Strahlenkranz. Besonders volkstümlich sind die allegorischen Figuren der vier Erdteile am Kanzelfuß. Europa, Asien, Afrika und Amerika sind als dralle Putten dargestellt, Europa trägt eine große Krone und hält ein Szepter in der Hand, Amerika hält Pfeil und Bogen, Asien ist durch einen Turban charakterisiert. Afrika ist ein kleiner Mohr mit Federrock und Federkrone, der ebenfalls einen Bogen in der Hand hält. Der zum Wallfahrtsort gehörende Kalvarienberg mit dem ältesten südbayerischen Kreuzweg lädt zur Betrachtung des Leidens und Sterbens Jesu ein. Normalerweise ist jeden 13. eines Monats Wallfahrtstag. 18.15 Uhr: Rosenkranz und Beichtgelegenheit, 19 Uhr: Wallfahrtsgottesdienst mit Predigt und eucharistischem Segen. Gottesdienste Klosterlechfeld, Maria Hilf
Franziskanerplatz 6, 86836 Klosterlechfeld
Telefon: 08232 9619 0, Fax: 08232 9619 20
E-Mail: pg.lechfeld@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Franziskanerplatz 6, 86836 Klosterlechfeld
Telefon: 08232 9619 0, Fax: 08232 9619 20
E-Mail: pg.lechfeld@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
St. Maria von Loreto auf dem Kobel in Westheim bei Augsburg, auch Kobelkirche genannt, ist eine Kuratie- und Wallfahrtskirche. Sie befindet sich auf dem Kobelberg im Westen von Augsburg, eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet Kobelwald. Ihr bauliches Kernstück ist eine Loretokapelle, die 1602 in der genauen Form des „Heiligen Hauses“ von Loreto erbaut wurde, der Überlieferung nach das Haus, in dem die selige Jungfrau Maria, die Mutter Jesu, aufwuchs und in welchem der Engel ihr die Geburt Jesu ankündigte. Engel sollen das „Heilige Haus“ im 13. Jahrhundert von Nazaret nach Loreto in Italien getragen haben. Das Loretoheiligtum veranschaulicht die Tugenden der Heiligen Familie im Haus von Nazareth. Maria von Loreto wird auch von vielen Kranken angerufen und ist Patronin der Flugreisenden. Nach dem Vorbild des Loreto-Hauses wurden europaweit sogenannte Loretokapellen errichtet, die heute selbst Ziel vieler Pilger sind. Die Loretokapelle auf dem Kobel wurde 1602 durch Bischof Heinrich von Augsburg geweiht. Die Kapelle, zu der sich die wahrscheinlich älteste Loretowallfahrt Süddeutschlands, vielleicht auch Deutschlands, entwickelte, wurde zu einer Kirche vergrößert, wobei heute die eigentliche Loretokapelle die Funktion des Chorraums der Kirche einnimmt. Im Kontext der zunehmenden Marienverehrung in der Gegenreformation wurde diese süddeutsche Kopie des Hauses von Loreto selbst zu einem Wallfahrtsziel. Die Kobelkirche ist bis heute ein beliebtes Wallfahrtsziel. Die Hochsaison der Kobelwallfahrt ist der "Frauendreißiger" vom 15. August (Hochfest Mariä Himmelfahrt) bis 15. September (Gedenktag der Schmerzen Mariens). Die Wallfahrtskirche lädt zum Empfang des Bußsakramentes, zum gemeinsamen Rosenkranzgebet und zur Feier der heiligen Messe ein (siehe "Gottesdienste"). Auch der Fatimatag (13. jeden Monats) wird hier gefeiert. Seit dem Jahr 2019 gibt es im Liturgischen Kalender zudem einen eigenen Gedenktag Unserer Lieben Frau von Loreto (10. Dezember), das Patrozinium der Kirche. Gottesdienste Neusäß: Kobelkirche Maria Loreto
Kobelstraße 36, 86356 Neusäß (Westheim)
Infos durch die Pfarreiengemeinschaft Neusäß:
Telefon: 0821 / 4190320, Fax: 0821 / 41903228
E-Mail: pg.neusaess@bistum-augsburg.de Pfarreiengemeinschaft Neusäß-Homepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Kobelstraße 36, 86356 Neusäß (Westheim)
Infos durch die Pfarreiengemeinschaft Neusäß:
Telefon: 0821 / 4190320, Fax: 0821 / 41903228
E-Mail: pg.neusaess@bistum-augsburg.de Pfarreiengemeinschaft Neusäß-Homepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Der Wallfahrtsort Maria Baumgärtle liegt bei Mindelheim. Herzogin Mauritia Febronia von Bayern (1652-1706) vermachte dem Herrn von Bedernau Christoph Reichsgraf von Muggenthal testamentarisch eine Nachbildung des Altöttinger Gnadenbildes. Dieser ließ das von der Herzogin hochverehrte Bild der Gottesmutter im Jahr 1721 in seinen Baumgärten, heute: Baumgärtle, in einer Kapelle aufstellen. Ab 1726 wurde eine Kirche und ein Kloster errichtet, in dem Franziskaner wohnten und die Wallfahrt betreuten. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts stand die Wallfahrt in Blüte. In der Säkularisation (1803) wurde das Kloster aufgehoben; die Kirche wurde 1827 auf Abbruch verkauft. Übrig blieb nur die Gnadenkapelle mit dem Gnadenbild. Dennoch kamen weiterhin Wallfahrer nach Baumgärtle. Mehrfach wurde der Versuch gemacht, dort wieder ein Kloster ins Leben zu rufen. 1871 erhielten die Missionare vom Kostbaren Blut von Bischof Pankratius von Augsburg die Erlaubnis, sich in Baumgärtle niederzulassen. 1882/83 wurde eine neue Wallfahrtskirche gebaut und auf den Titel "Mariä Opferung" (Patrozinium am 21. November) geweiht. Nach 1945 nahm der Besucher- und Wallfahrerstrom nach Baumgärtle bald wieder zu. Im Jahr 1949 führten die Missionare die Feier des Fatimatages am 13. eines jeden Monats ein, zu der zahlreiche Gläubige kommen. Auch bei der Sühneanbetung am Ende eines Monats ist die Kirche mit Betern gefüllt, ebenso bei den Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen. Von der täglich angebotenen Beichtgelegenheit machen viele Besucher Gebrauch. Zahlreiche Wallfahrer kommen in Gruppen oder einzeln aus nah und fern, um vor dem Gnadenbild zu beten und Trost und Hilfe zu suchen. Die ruhige Lage des kleinen Wallfahrtsortes lädt ein zu Rast und Gebet. Gottesdienstzeiten Maria Baumgärtle, Mariä Opferung
Baumgärtle 8, 87739 Breitenbrunn
Telefon: 08265 254, Fax: 08265 7582
E-Mail: pg.pfaffenhausen@bistum-augsburg.de Homepage Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Baumgärtle 8, 87739 Breitenbrunn
Telefon: 08265 254, Fax: 08265 7582
E-Mail: pg.pfaffenhausen@bistum-augsburg.de Homepage Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Maria Beinberg ist ein oberbayerischer Wallfahrtsort mit Wallfahrtskirche nördlich von Gachenbach im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen auf dem im Weilachtal gelegenen 501 m hohen Beinberg, an dem auch ein Tagungshaus gelegen ist. Der kegelförmige Berg mit der darüber schwebenden Marienkrone im Wappen der Gemeinde bezieht sich auf die seit dem 16. Jahrhundert viel besuchte und weithin sichtbare Wallfahrtskirche Maria Beinberg, die der Mittelpunkt und das Wahrzeichen der Gemeinde Gachenbach ist. Auf dem Beinberg stiftete ursprünglich Ritter Bernhard „der Preisser“ eine Kapelle. Leonhard von Gumppenberg und Eucharius von Ötting bauten die Kapelle zu einer Kirche aus. Die Weihe erfolgte am 7. Oktober 1500 zu Ehren der „Unschuldigen Kindlein“. Das Patrozinium wird an Maria Geburt (8. September) gefeiert. Nach 1520 entwickelte sich die Wallfahrt. Auch Pfalzgraf Ottheinrich pilgerte vor seiner Konversion regelmäßig auf den Beinberg. Ein Hauptgrund für eine Wallfahrt nach Maria Beinberg ist vielfach ein unerfüllter Kinderwunsch. Von 1947 bis 2014 waren Mariannhiller Missionare (CMM) mit dem Dienst des Benefiziaten auf Maria Beinberg betraut. Der Wallfahrts-Kurat Pater Waldemar Regele baute die schlichte Holzhütte neben dem Benefiziatenhaus zur Gaststätte als Ort der Begegnung und leiblichen Stärkung um. Im September 2014 wurde Maria Beinberg zur Diözesanwallfahrt des Bistums Augsburg erhoben. Betreut wird die Wallfahrt jetzt von der Pfarreiengemeinschaft Aresing – Weilach. Regelmäßig finden in Maria Beinberg die „Beinberger Gespräche“ statt. Auch wenn der Altar der jetzigen Wallfahrtskirche bereits am 7. Oktober 1500 geweiht wurde, setzte der Strom an Wallfahrern nach und nach ein und besuchte das Gnadenbild der Beinberger Muttergottes, welches um 1520 entstand, so dass nun auf 500 Jahre Wallfahrt zurückgeblickt werden kann. Gegenwärtig gilt folgende Gottesdienstordnung: Sonntag: 7 Uhr Pilgeramt und Beichtgelegenheit, 13.30 Uhr Rosenkranz, 14 Uhr eucharistische Andacht; anschl. Einzelsegen mit der Reliquie des Hl. Papstes Johannes Paul II. Mittwoch: 18 Uhr Rosenkranz, 18.30 Uhr Heilige Messe Samstag: 8.30 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit, 9 Uhr Heilige Messe, 15 Uhr bis 16 Uhr Beichtgelegenheit jeden 13. des Monats: Fatimapilgertag
8.30 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit, 9 Uhr Hl. Messe mit Predigt, Aussetzung des Allerheiligsten bis 11 Uhr, Abschluss mit dem eucharistischen Segen (Nach der hl. Messe Einzelsegen mit der Reliquie des Hl. Papstes Johannes Paull II.) Gottesdienste Maria Beinberg: Mariä Geburt Wallfahrts-Benefizium
Beinbergstraße 1, 86565 Gachenbach
Telefon: 08259 897909 0, Fax: 08259 897909 19
E-Mail: pg.aresing-weilach@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
8.30 Uhr Rosenkranz und Beichtgelegenheit, 9 Uhr Hl. Messe mit Predigt, Aussetzung des Allerheiligsten bis 11 Uhr, Abschluss mit dem eucharistischen Segen (Nach der hl. Messe Einzelsegen mit der Reliquie des Hl. Papstes Johannes Paull II.) Gottesdienste Maria Beinberg: Mariä Geburt Wallfahrts-Benefizium
Beinbergstraße 1, 86565 Gachenbach
Telefon: 08259 897909 0, Fax: 08259 897909 19
E-Mail: pg.aresing-weilach@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes und zum Heiligen Kreuz. Die Wallfahrtskirche Maria Steinbach liegt im Landkreis Unterallgäu. Wallfahrtskirche und Ortschaft gehörten bis zur Säkularisation zum geistlichen Territorium der ehemaligen Reichsabtei der Prämonstratenser in Rot an der Rot. Das heutige Gotteshaus wurde 1749 unter dem Roter Abt Benedikt Stadelhofer erbaut. Im Jahre 1734 wurde schon die Vorgängerkirche zur Wallfahrtskirche erhoben. Ein wundertätiges Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes löste einen großen Zustrom von Gläubigen aus, so dass im Jahr 1749 ein Neubau im Stil des Rokoko begonnen wurde. Auch die neue Kirche ermöglichte sowohl die Wallfahrt zur schmerzhaften Muttergottes als auch die ursprüngliche Wallfahrt zum Heiligen Kreuz. Das Kreuzpartikel war 1723 von Hermann Vogler, dem Abt der Prämonstratenser-Abtei Rot an der Rot der Gemeinde geschenkt worden. An manchen Festtagen (Kreuzauffindung am 3. Mai, Kreuzerhöhung am 14. September und Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September) wird bis heute mit dem Kreuzpartikel, das in einem Reliquiar gefasst ist, das Kreuzwasser gesegnet. Der Pfingstmontag ist der Hauptwallfahrtstag in Maria Steinbach, an dem alljährlich der Erhebung zur Marienwallfahrt gedacht wird. Durch ihre Bauweise auf einem weit sichtbaren Hügel setzt sie einen starken baulichen Akzent an der Grenze zwischen Oberschwaben und Allgäu, die an dieser Hügelkette verläuft. Von Lautrach und Legau führt zu ihr ein Bußweg mit mehreren kleinen Kapellen. Ziele der Wallfahrer sind das Kreuzpartikel und die Statue der Schmerzhaften Muttergottes am linken Seitenaltar. Gottesdienste Maria Steinbach, Mariä Schmerzen und St. Ulrich
Kirchhof 4, 87764 Maria Steinbach-Legau
Telefon: 08394/924-0, Telefax: 08394/924-39
E-Mail: maria-steinbach@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Festtage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Kirchhof 4, 87764 Maria Steinbach-Legau
Telefon: 08394/924-0, Telefax: 08394/924-39
E-Mail: maria-steinbach@bistum-augsburg.de Pfarreihomepage Festtage Wikipedia Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Der Wallfahrtsort Maria Vesperbild liegt ca. 1 km südöstlich von Ziemetshausen an der B 300. Maria Vesperbild ist ein Ortsteil der Gemeinde Ziemetshausen im Landkreis Günzburg (Schwaben, Bayern). Jährlich pilgern 400.000 bis 500.000 Menschen nach Vesperbild zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes (Vesperbild = Pietà). Es zeigt die Muttergottes am Abend (vespera) des Karfreitags mit ihrem toten Sohn auf ihrem Schoß. 1650 wurde auf dem Weg von Ziemetshausen nach Langenneufnach als Dank für das Ende des Dreißigjährigen Krieges eine Feld-Kapelle errichtet. 1673 wurde die Kapelle vergrößert und 1725 wurde die erste Wallfahrtskirche gebaut. 1754 entstand die jetzige Wallfahrtskirche, die 1756 geweiht wurde. In den Jahren 1960 bis 1965 wurde die im 19. Jahrhundert geschaffene neuromanische Einrichtung (Gnadenaltar, Seitenaltäre, Beichtstühle, Kanzel) wieder durch eine solche im Rokkokostil ersetzt. Von der Wallfahrtskirche führt ein Kreuzweg durch einen lichten Wald zur Fatima-Grotte (nördlich vom Schloss Seyfriedsberg). Um die Fatima-Madonna brennen riesige Votivkerzen aus aller Welt, die von Pilgern gestiftet wurden. Es finden sich weit über 1000 Votiv-Tafeln von Gebetserhörungen. Die Wallfahrt nach Maria Vesperbild läuft während des gesamten Jahres mit zahlreichen Gottesdiensten und Veranstaltungen, die dem Wallfahrtskalender entnommen werden können. Hauptwallfahrtstage sind das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August) und der Pfingstsonntag mit feierlichem Gottesdienst am Abend und anschließender Lichterprozession über den Schlossberg. Auch der 13. jeden Monats (Fatimatag) wird besonders begangen. Neben den allgemeinen Wallfahrtstagen gibt es auch Wallfahrten von Pilgergruppen aus dem gesamten Bistum Augsburg und darüber hinaus. Maria Vesperbild am Kreuzpunkt namhafter regionaler und überregionaler Radwege Der bedeutende Wallfahrtort Maria Vesperbild ist nicht nur aufgrund seiner Radlerwallfahrt und seiner Lage innerhalb einer beliebten und aufstrebenden Radregion Landkreis Günzburg bzw. Schwäbisches Donautal interessanter Zwischenstopp oder Ziel für Radelfans. Maria Vesperbild liegt auch am Kreuz- bzw. Schnittpunkt von gleich vier attraktiven Radwegen:
Der überregionale Mehrtages-Radrundweg DonauTäler, der mit seiner Etappe „Klostergarten“ durch Ziemetshausen und nach Maria Vesperbild führt. Er ist ein vom ADFC mit 4 Sternen ausgezeichneter Premiumradweg, der auf rund 300 Kilometern 14 Nebentäler der Donau erschließt. Dahinter steht die emotionale Geschichte um die mächtige Donau. Den Genussradler erwarten in 7 Episoden hervorragend ausgeschilderte Wege mit Längen zwischen 16 und knapp 100 Kilometern.
Die ebenfalls überregionale und beliebte Schwäbische Kartoffel-Tour. Sie verbindet auf ca. 220 km den landschaftlichen Augenschmaus mit bayerisch-schwäbischem Gaumenschmaus und insgesamt 10 Kartoffelwirte im Landkreis Günzburg und den angrenzenden Landkreisen.
Der idyllische Flussradweg Zusamradweg, der auf 144 km Länge von Kaufbeuren im Süden bis Donauwörth im Norden führt – immer am Fluss entlang.
Die Rundtour „See, Seele & Selig“ innerhalb des Landkreises Günzburg. Sie hat eine Länge von ca. 66 km und verbindet Seen und Kirchen in der Region und tut so der Seele einfach gut (Plan als PDF).
Die Kombination aus Besinnung und Einkehr in Maria Vesperbild mit der sportlichen Aktivität beim Genussradeln fordert Körper und Geist. Sie tut wohl. Die Region um Maria Vesperbild lädt zu vielfältigen Touren entlang barocker Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten und natürlich auch Einkehrmöglichkeiten ein. Weiterführende Informationen, Radkarten etc. sind zu finden auf www.familien-und-kinderregion.de Gottesdienste Maria Vesperbild: Wallfahrtsdirektion Mariä Schmerzen
Schellenbacher Str. 4, 86473 Ziemetshausen
Telefon: 08284 8038, Fax: 08284 8358
E-Mail: maria-vesperbild@bistum-augsburg.de Homepage Wikipedia Regionalmarketing Günzburg Fotos: © Dr. Peter C. Düren
Schellenbacher Str. 4, 86473 Ziemetshausen
Telefon: 08284 8038, Fax: 08284 8358
E-Mail: maria-vesperbild@bistum-augsburg.de Homepage Wikipedia Regionalmarketing Günzburg Fotos: © Dr. Peter C. Düren