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Heilige

Lebensdaten: geboren um 1350 in Montpellier, gestorben an einem 16. August zwischen 1376 und 1379 in Voghera bei Pavia Lebensgeschichte und Legende: Rochus war der spätgeborene Sohn eines Ehepaares, das schon jede Hoffnung auf ein Kind verloren hatte, und wurde besonders von der lombardischen Mutter fromm erzogen. Früh verwaist, kam er in die Obhut eines Onkels, der ihn vermutlich an der 1220 in Montpellier gegründeten medizinischen Schule studieren ließ. Kaum volljährig geworden, verteilte er sein Erbe unter den Armen und pilgerte nach Rom. Unterwegs und in der Ewigen Stadt selbst pflegte er mit Fachkenntnis – der Legende nach mit einem bloßen Kreuzzeichen – die Pestkranken der großen Epidemien der damaligen Zeit. Nach drei Jahren in Rom machte er sich auf den Heimweg und steckte sich in Piacenza selber mit der Pest an. Um nicht wiederum andere anzustecken, zog er sich zum Sterben in einen Wald zurück, wurde jedoch von einem Hund versorgt, der ihm Brot vom Tisch seines Herrn brachte, und schließlich von diesem Herrn namens Gotthard gesundgepflegt, der seinem diebischen Hund in den Wald gefolgt war. Wieder genesen, machte sich Rochus erneut auf den Heimweg, wurde jedoch im lombardischen Voghera als Spion verdächtigt und gefangengesetzt. Sein Onkel, der inzwischen Gouverneur dieser Stadt geworden war, erkannte ihn nicht, denn die Zeit, die Krankheit und die Entbehrungen hatten Rochus schwer entstellt, und er selbst hielt aus Demut an seinem Inkognito fest und ging nach fünf Jahren, in der Nacht auf den 16. August, an seiner Haft zugrunde. Nach seinem Tod jedoch erkannte man seine wahre Identität an einem kreuzförmigen Muttermal auf der Brust. Verehrung/Brauchtum: 1483 verkaufte das bankrotte Hospital in Voghera heimlich Rochus’ Reliquien nach Venedig, wo ihnen die prächtige Kirche San Rocco erbaut wurde und von wo aus sich der Kult des Heiligen die Pestwege entlang auch verbreitete. Im 15. Jahrhundert war Rochus mit dem heiligen Sebastian der wichtigste Pestpatron und wurde wie einer der 14 Nothelfer verehrt. Neben großen Feiern in Montpellier und in Italien haben sich bis auf den heutigen Tag Wallfahrten am Rochusberg in Bingen und in Lohr am Main erhalten. Die Redewendung „... sonst holt dich der Rochus“ bezieht sich auf die Errichtung des Nürnberger St. Rochusfriedhofs im Pestjahr 1518. „Einen Rochus auf jemanden haben“ stammt dagegen vom jiddischen Wort „Rauches – Zorn“. Darstellung: als Pilger mit Pestbeule am Oberschenkel und Hund Patron: von Venedig, Parma, Montpellier, Lohr am Main, der Chirurgen und Apotheker, der Pilger, Helfer bei Haut- und Ansteckungskrankheiten, der Hunde    Weitere Heilige des Tages:
Rupert von Ottobeuren, Abt
Stephan von Ungarn, König
Theodor von Sitten, Bischof
Lebensdaten: geboren um 950 in Ravenna, gestorben am 19. Juni 1027 in Fabriano (Ancona) Lebensgeschichte: Romuald war der Sohn des fränkischstämmigen Herzogs Sergio degli Onesti von Ravenna und trat – stellvertretend für seinen Vater, der einen Verwandten im Zweikampf getötet hatte – eine 40tägige Bußzeit im Benediktinerkloster Sant’Apollinare in Classe bei Ravenna an, aus der drei Jahre wurden. Romuald überwarf sich mit den anderen Mönchen, denen er zu streng war, und verließ das Kloster, als sie ihm nach dem Leben trachteten. Er schloss sich einem Einsiedler namens Marinus an, der ihn das Eremitenleben lehrte, und zog 978 mit ihm und Pietro Orseolo, dem zurückgetretenen Dogen von Venedig, in die Pyrenäen, wo sie eine Eremitengemeinschaft gründeten. Nach dem Tod Orseolos kehrte Romuald 988 als Eremit nach Ravenna zurück. Auf Wunsch Kaiser Ottos III. übernahm er 1001 als Abt die Leitung des Klosters Sant’Apollinare, gab sein Amt jedoch nach nur einem Jahr wieder auf und lebte lieber sein wanderndes Einsiedlerleben weiter. Auf seinem Weg gründete und reformierte er zahlreiche Klöster, in denen er die Benediktsregel mit Elementen des alten ägyptischen Einsiedlertums verband: Die Mönche schweigen und fasten in ihren Zellen und treffen nur zum gemeinsamen Gebet zusammen. 1010 gründete Romuald in Camaldoli sein bekanntestes Kloster, von dem der Kamaldulenserorden seinen Namen hat. Er starb am 19. Juni 1027 in der abgeschiedenen Klause von Val di Castro bei Fabriano. Verehrung: Romuald wurde bereits 1032 seliggesprochen. Papst Clemens VIII. erklärte ihn 1595 zum Heiligen. Seine Reliquien ruhen seit 1481 in einem Marmorschrein in der heutigen Kirche Ss. Biagio e Romualdo in Fabriano. Darstellung: als Einsiedler, im weißen Kamaldulenserhabit, mit Himmelsleiter, Buch und Totenschädel Patron: der Kamaldulenser   Weitere Heilige des Tages:
Gervasius und Protasius, Märtyrer
Juliana Falconieri, Ordensgründerin
Matt Talbot, Drittordensbruder
Rasso von Andechs, Laienbruder
Lebensdaten: geboren am 20. April 1586 in Lima, gestorben am 24. August 1617 ebendort Lebensgeschichte: Isabel Flores de Oliva wurde von ihren Eltern, armen spanischen Einwanderern mit zehn Kindern, nur Rosa genannt und fiel bereits als Kind durch ihre Selbstbeherrschung und ihren Ernst auf: Als ihr ein gequetschter Finger amputiert werden musste, gab sie keinen Schmerzenslaut, und mit vier Jahren hatte sie sich selber Lesen beigebracht und die heilige Katharina von Siena als Vorbild entdeckt. Sie entzog sich den Verheiratungsplänen ihrer Eltern dadurch, dass sie sich ihre Haare abschnitt und erklärte, dass sie Ordensfrau werden wollte – dafür wurde sie von ihrer Mutter verprügelt. 1606 schloss sie sich mit dem Namen Rosa a Santa Maria als Terziarin dem Dominikanerorden an und bezog im elterlichen Garten eine Bretterhütte, steuerte als Gärtnerin und durch Handarbeiten dem familiären Unterhalt etwas bei, besuchte Arme und Kranke, betete und fastete, schlief kaum auf einem mit spitzen Scherben übersäten Bett und durchlebte schwere körperliche und seelische Schmerzen ohne Klage. „Herr, vermehre meine Leiden, aber auch meine Liebe“ war ihr Leitgebet, und sie verstand ihr Büßerleben als Sühne für die schädlichen Auswirkungen der spanischen Eroberung an den Ureinwohnern. Immer wieder machte sie mystische Erfahrungen, und viele Ratsuchende fanden in ihrer armseligen Hütte Trost und Gebet. Sie starb mit 31 Jahren. Verehrung: „Die erste Blüte der Heiligkeit in Südamerika“ konnte erst nach mehreren Anläufen bestattet werden, weil der Andrang derer so groß war, die Rosa noch einmal sehen wollten. Schon bald nach ihrem Tod ereigneten sich zahlreiche Wunder an ihrer Grabstätte in der Dominikanerkirche von Lima. 1671 wurde sie von Papst Clemens X. als erste Amerikanerin heiliggesprochen. Darstellung: als junge Ordensfrau, einen Kranz Rosen auf dem Kopf, mit Rosenstrauß, Hase, Nachtigall oder Anker Patronin: von Lateinamerika, Peru, der Philippinen, West-Indien und Lima, der Gärtner und Blumenhändler, Helferin bei Verletzungen, Ausschlag, Entbindungen und Familienstreitigkeiten   Weitere Heilige des Tages:
Hermagoras und Fortunatus, Märtyrer
Richildis von Hohenwart, Reklusin
Geschichte und Bedeutung: Das Rosenkranzgebet entstand aus der Aufforderung des heiligen Paulus: „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17). Die Wüstenväter und Wüstenmütter des 3. bis 5. Jahrhunderts nahmen das wörtlich und setzten für jedes verrichtete Gebet ein Steinchen in einen Korb, oder sie fertigten Gebetsschnüre, um eine festgesetzte Anzahl von Gebeten nicht zu unterlaufen. Daraus entwickelte sich vermutlich auch die islamische Gebetskette mit den 99 Anrufungen Gottes. Diese Schnüre (Komboskini oder Tchotki) mit meist 100 Knoten sind in der ostkirchlichen Tradition mit dem sogenannten Jesus- oder Herzensgebet verbunden und dienen weniger dem Zählen als der Konzentration. Mit der Ausformung des Stundengebets in den Klöstern und dem Rezitieren der 150 Psalmen tauchten Gebetsschnüre mit 150 Knoten auf, an denen entlang die leseunkundigen Ordensangehörigen statt der Psalmen 150 Vaterunser beteten. Im Zuge der mittelalterlichen Marienminne nahmen diese „Paternosterschnüre“ weitgehend schon die heutige Rosenkranzgestalt an: Zwischen den einzelnen Vaterunsern wurde das Ave Maria mit der Betrachtung bestimmter „Geheimnisse“ des Lebens Jesu aus der Sicht Mariens zwischengeschaltet. Ab dem 15. Jahrhundert etablierte sich im deutschsprachigen Raum die Variante mit 15 „Geheimnissen“ à zehn Ave Maria, die das Konzil von Trient schließlich verbindlich machte. Seinen Triumph feierte das Rosenkranzgebet am 7. Oktober 1571 beim Sieg der „Heiligen Liga“ gegen die als unbesiegbar geltende osmanische Flotte bei Lepanto im Golf von Patras, einen Sieg, den Papst Pius V. dem Rosenkranzgebet zuschrieb, um das er die Christenheit gebeten hatte. Den Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Sieg benannte Papst Gregor XIII. nur zwei Jahre später in den Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz um. Nach der Schlacht von Peterwardein gegen die Osmanen am 5. Oktober 1716 wurde der erste Sonntag im Oktober als Rosenkranzfest in den Römischen Kalender aufgenommen. Den Oktober als Rosenkranzmonat führte Papst Leo XIII. 1884 ein. Papst Johannes Paul II. ergänzte 2002 die drei Gebetsreihen des Freudenreichen, Schmerzhaften und Glorreichen Rosenkranzes um die Betrachtung der Lichtreichen Geheimnisse des Lebens und der Sendung Jesu Christi.   Weitere Heilige des Tages:
Chiara Badano, Dulderin
Ernst von Neresheim, Abt, Märtyrer
Bruder Jörg, Ordensmann
Justina von Padua, Märtyrin
Markus I., Papst
Lebensdaten: vor dem 14. Jahrhundert Lebensgeschichte: Von der heiligen Rosina, auch Euphrosyne oder Rosamunde genannt, gibt es keine gesicherten Lebensdaten. Ihr ist lediglich eine Kapelle in Wenglingen im Ostallgäu geweiht, die 1679 in einem Bericht erwähnt wird, aber vermutlich viel älter ist. Das Altarbild von einem Pfarrer Kögel nach überlieferten Vorlagen (um 1730) zeigt Rosina mit Schwert, Lilie und Palme, wonach sie als Jungfrau den Märtyrertod durch Enthauptung erlitten hätte. Das würde allerdings nur zu den Christenverfolgungen des 3. bis 4. Jahrhunderts passen. In anderen Quellen wird sie als Waldbewohnerin, sprich Einsiedlerin, bezeichnet, deren Leben im Martyrium endete. Verehrung/Brauchtum: Die Rosinakapelle in Wenglingen ist der einzige Ort im Bistum Augsburg und darüber hinaus, an dem die hl. Rosina verehrt wird. In der näheren Umgebung war der Name früher auch verbreitet. Darstellung: als jungfräuliche Märtyrin mit Palme, Lilie, Schwert und Rosen Patronin: der Gemeinde Wenglingen   Weitere Heilige des Tages:
Heinrich Hahn, Gründer
Ulrich, Abt
Lebensdaten: geboren am 1. April 1939 in Döringstadt (Markt Ebensfeld, Lkr. Lichtenfels), gestorben am 15. Juli 1976 in Meruri, Bundesstaat Mato Grosso, Brasilien Lebensgeschichte: Der Landwirtssohn Rudolf Lunkenbein, heißt es, wollte bereits als Kind Missionar werden. Durch eine Biographie Don Boscos auf die Salesianer aufmerksam geworden, besuchte er das Progymnasium des Ordens in Buxheim (Unterallgäu) und wurde Aspirant des Ordens. 1958 begleitete er den neuernannten Salesianerprovinzial nach Brasilien und nahm sein Noviziat in São Paulo auf. Nach Profess und Philosophiestudium absolvierte er ein Praktikum in der Salesianermission Meruri im Landesinneren, wo er als Lehrer und Erzieher für weiße Siedlerkinder tätig war – zum aussterbenden Stamm der Bororos, dem ursprünglich die Mission gegolten hatte, bestand kaum Kontakt. Lunkenbein kehrte 1965 nach Deutschland zurück, wo er an der Salesianerhochschule Benediktbeuern Theologie studierte und 1969 zum Priester geweiht wurde. Zurück in Meruri, hatte sich im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils das Verständnis von Mission geändert. Pater Rudolf wurde Mitglied des „Missionsrats für Indigene Völker – CIMI“, der den vom Konzil neu formulierten Inkulturationsauftrag der Kirche in die pastorale Praxis übersetzte. Anfang 1974 wurde Lunkenbein Direktor der „Colônia Indígena de Meruri“ und von den Bororos mit dem Namen „Goldfisch“ in ihren Stamm aufgenommen. Besonders verdient machten sich Lunkenbein und zwei weitere Salesianerpatres neben der Aufnahme indigener Elemente in die Liturgie um die Rechte der Bororos auf gemeinschaftlichen Grund und Boden, was auf den Widerstand der weißen Siedler stieß, die sich im Indioland breitgemacht hatten. Am 15. Juli 1976 tauchten alkoholisierte Siedler in der Missionsstation auf und wollten die anberaumte Landvermessung verhindern. Es kam zum Tumult, Schüsse fielen – einer davon war für Rudolf Lunkenbein tödlich. Der Bororo Simão Cristino Koge Ekudugodu, der sich schützend vor den Pater stellte, wurde erstochen. Verehrung: Rudolf Lunkenbein, der dem zuvor verzweifelten Stamm neue Zukunftshoffnung geschenkt hatte, wurde von den Bororos mit den Insignien eines Häuptlings in Meruri bestattet. Seit 1980 trägt die Volksschule Ebensfeld den Namen „Pater-Lunkenbein-Schule“, und rund um Meruri ist „Rodolfo“ ein häufig vorkommender Vorname. 2016 wurden die für eine Seligsprechung notwendigen Dokumente dem zuständigen Bischof von Barra do Garças offiziell mit der Bitte um Eröffnung des Prozesses der Anerkennung des Martyriums von Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo überreicht.   Weitere Heilige des Tages:
Bonaventura, Ordenspriester, Bischof, Kirchenlehrer
Donald von Ogilvy, Einsiedler
Egino, Abt
Rosalia von Palermo, Einsiedlerin
Lebensdaten: geboren in Worms, gestorben am 27. März 718 ebendort Lebensgeschichte: Rupert (auch Ruprecht oder Hrodbert) stammte vermutlich aus dem fränkischen Geschlecht der Rupertiner und war bis etwa 695 Bischof von Worms. Herzog Theodo berief ihn nach Bayern, um eine eigene Kirchenprovinz zu errichten. Rupert gelangte über Regensburg, wo er den Herzog vermutlich getauft hat, zunächst nach Lorch, gründete anschließend eine Kirche in Seekirchen/Wallersee und verlagerte seine Haupttätigkeit an die Salzach, wo er das Männerkloster St. Peter gründete und das Frauenkloster auf dem Nonnberg seiner Nichte Erentrud als Äbtissin anvertraute. Beide Niederlassungen wurden von den bayerischen Herzögen großzügig mit einem Teil der Reichenhaller Salzquellen und dem ganzen Ort Juvavum, dem heutigen Salzburg, ausgestattet, dessen erster Bischof Rupert war. Rupert hat seine Tätigkeit mehrere Male unterbrochen, um Mitarbeiter im heimatlichen Worms zu werben, und verließ Bayern 717 nach dem Ende seiner Aufbautätigkeit. Er starb in Worms, der Überlieferung nach unmittelbar nach der Feier der heiligen Messe. Verehrung/Brauchtum: Zunächst in Worms bestattet, wurden die Reliquien des „Apostels der Bayern“ am 24. September 774 von seinem Nachfolger Virgil nach Salzburg transferiert, lagen dort in St. Peter und ruhen heute im Hochaltar des Salzburger Doms. Der 24. September ist schulfreier Landesfeiertag von Salzburg, der in der Stadt mit einem Kirchweihfest, dem Rupertikirtag, begangen wird. Darstellung: als Bischof mit Salzfass, manchmal bei der Taufe von Herzog Theodo Patron: des Landes und des Erzbistums Salzburg, von Kärnten, Mitpatron von Bayern, des Rupertiwinkels in der Erzdiözese München-Freising, der Hunde, des Salzbergbaus und der Salzarbeiter   Weitere Heilige des Tages:
Gerhard von Csanád, Bischof, Märtyrer
Hermann der Lahme, Abt
Virgil von Salzburg, Bischof
Lebensdaten: geboren Mitte des 11. Jahrhunderts bei Kaufbeuren, gestorben am 15. August 1145 in Ottobeuren Lebensgeschichte: Rupert stammte mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der schwäbischen Adelsfamilie der Herren von Ursin (Irsee) und wurde möglicherweise als Oblate auf der Klosterinsel Reichenau erzogen – vielleicht besuchte er auch eine Domschule. 1083 ist er als Mönch der Reformabtei Hirsau im nördlichen Schwarzwald bezeugt, 1088 wird er Prior des Klosters St. Georgen im südlichen Schwarzwald. 1102 wurde er auf Vorschlag des Schutzvogts Rupert von Ursin Abt des Klosters Ottobeuren, um dort die monastische Ordnung im Sinne der Hirsauer bzw. St. Georgener Reform wiederherzustellen. Abt Rupert führte die Disziplin besonders im liturgischen Bereich wieder her, rief Mönche aus anderen Reformkonventen herbei und richtete Skriptorium und Malschule wieder ein. Ottobeuren wirkte aufgrund des bald berühmten Abts Rupert anziehend auf viele Leute: Neben Vollmönchen nahm er auch Laienbrüder auf, die das Kloster und seine Besitzungen bewirtschafteten, und gründete für adlige Frauen einen Konvent innerhalb der Klostermauern. Das Kloster gesundete wirtschaftlich aufgrund zahlreicher Schenkungen und erweiterte seinen Grundbesitz, wodurch Rupert den brachliegenden Kirchen- und Klosterneubau vollenden konnte, der an Allerheiligen 1126 von den Bischöfen von Konstanz und Augsburg geweiht wurde. Nach 43jährigem, segensreichen Wirken verstarb Rupert am 15. August 1145. Verehrung: Ruperts Verehrung als Heiliger, an dessen Grab zahlreiche Wunder erfolgten, setzte im Kloster Ottobeuren unmittelbar nach seiner Bestattung ein. 1270 wurden seine Gebeine in die Abteikirche überführt, wo sie in einem Steinsarkophag ruhen. Papst Paul VI. genehmigte 1964 seine Verehrung als Seligen mit einem eigenen Offizium und einer Messe zu seinen Ehren. Darstellung: als Abt mit Stab Patron: der Marktgemeinde und Abtei Ottobeuren   Weitere Heilige des Tages:
Rochus, Pilger
Stephan von Ungarn, König
Theodor von Sitten, Bischof
Lebensdaten: geboren in Vindena (Umbrien), gestorben 125 in Rom Lebensgeschichte: Sabina war eine reiche Senatorenwitwe und bekehrte sich unter dem Einfluss ihrer syrischen Sklavin Serapia (oder Seraphina) zum Glauben an Jesus Christus. Als Serapia einer Christenverfolgung unter Kaiser Hadrian zum Opfer fiel und zu Tode geprügelt wurde, ließ Sabina verbotenerweise ihren Leichnam bergen und im Mausoleum ihrer eigenen Familie bestatten. Sabina wurde deswegen angezeigt und vom Präfekten Elpidius zum Tod verurteilt. Sie erlitt das Martyrium durch Enthauptung. Verehrung: Über dem Haus der Märtyrin wurde 425 die Basilika Santa Sabina all’Aventino erbaut, eine der wichtigsten Titelkirchen Roms. Santa Sabina wurde 1219 dem heiligen Dominikus für den Predigerorden zugewiesen. Im Garten steht noch der Orangenbaum, den Dominikus damals pflanzte. Darstellung: als junge Frau mit Märtyrerkrone und Palme Patronin: von Rom, der Hausfrauen und Kinder, Helferin gegen Regen und Blutfluss   Weitere Heilige und Feste des Tages:
Verona von Mainz, Ordensfrau
Enthauptung Johannes’ des Täufers
Lebensdaten: geboren in Ur in Chaldäa, heute Irak, ca. 2000 v.Chr., gestorben bei Hebron Lebensgeschichte: Sarah war die außergewöhnlich schöne, doch leider unfruchtbare Frau Abrahams und zog mit ihm in das Land Kanaan, das der Herr ihnen verheißen hatte. Zweimal gab Abraham sie als seine Schwester aus, weil er Angst hatte, als Ehemann dieser Schönheit ermordet zu werden. Wegen der Verheißung Gottes an Abraham, einen Sohn zu bekommen und zu einem großen Volk zu werden, führte Sarah ihrem Mann ihre Magd Hagar zu; nach der Geburt eines Jungen mit Namen Ismael veranlasste Sarah Abraham jedoch, ihn und seine Mutter zu verstoßen. Bei den Eichen von Mamre bekamen der inzwischen 100jährige Abraham und die 90jährige Sarah Besuch von drei Männern; in dieser Gotteserscheinung erhielten sie die Ankündigung einer Geburt binnen eines Jahres, derentwegen Sarah in einer der witzigsten Szenen der ganzen Bibel in Lachen ausbrach, wobei im hebräischen Wort für „lachen“ (sāchaq) der Name des Sohnes Isaak (jischāq) anklingt: Nach seiner Geburt sprach Sarah: „Gott ließ mich lachen; jeder, der davon hört, wird mit mir lachen“ (Gen 21,6). In einigen jüdischen Schriftauslegungen wird der Tod Sarahs mit dem Entsetzen über die Bindung Isaaks in Zusammenhang gebracht. Tatsächlich steht aber über Sarah nichts mehr im Buch Genesis, als dass Abraham sie nach ihrem Tod mit 127 Jahren in einer Höhle bei Hebron bestattete, die mit ihr beginnend zur Grablege aller Erzväter und -mütter wurde. Verehrung: Sarah wird in der jüdischen Tradition nicht nur als Erzmutter, sondern auch als Prophetin und gleichberechtigt mit Abraham verehrt. Darstellung: lachend hinter einem Vorhang, oder Abraham ihre Magd zuführend    Weitere Heilige des Tages:
Abraham, Stammvater des Volkes Israel
Dionysius von Paris, Glaubensbote, Bischof, Märtyrer
Emanuela Theresia von Bayern, Ordensfrau
Johannes Leonardi, Priester, Ordensgründer
John Henry Newman, Ordenspriester
Gunther von Niederaltaich, Laienbruder, Einsiedler
Ludwig Beltrán, Ordenspriester, Missionar