Bild vom Kind

 

 „Das Kleinkind weiß, was das Beste für es ist.

Lasst uns selbstverständlich darüber wachen,

dass es keinen Schaden nimmt.

Aber statt es unserer Wege zu lehren, lasst uns ihm Freiheit geben,

sein eigenes kleines Leben nach seiner eigenen Weise zu leben.

Dann werden wir, wenn wir gut beobachten,

vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen.“(Maria Montessori)

Der Mensch als lernendes Wesen

Wir gehen von dem kompetenten Kind aus, welches Lernen möchte und Forscher in seiner eigenen Welt ist. Gleichzeitig ist es jedoch auch bildungsfähig und bedarf der Bildung. Die Kinder müssen alle Verhaltensweisen, Gesetze der Welt und Regeln im Miteinander von Anderen lernen und für sich erforschen. Gleichzeitig brauchen sie dabei Liebe und Fürsorge und eine intensive Begleitung durch den Erwachsenen. Lernen beim Kind folgt den Interessen des Kindes. Es gestaltet von Geburt an seine Entwicklung aktiv mit, übernimmt entwicklungsangemessene Verantwortung, ist auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit angelegt, will sich selbst entwickeln und braucht Möglichkeiten zur Selbstentwicklung. Kinder lernen dabei durch eigenes Tun.

Der Mensch als soziales Wesen

Im Zuge des Entwicklungsprozesses ist der Mensch auf Kontakt und Beziehungen zu anderen Menschen angewiesen, um seine Identität zu entwickeln. Er kann somit auch als soziales Wesen bezeichnet werden, und wird erst am Du zum Ich. Daraus kann erschlossen werden, dass die Kinder soziale Kontakte brauchen aber auch wollen und sie sogar suchen. Beziehung und Beziehungsgestaltung stellen Grundbedürfnisse des Menschen und somit auch das Kindes dar.