Bericht zum Ökumenischen Segnungsgottesdienst "WürdeVoll"
„Ganz in sich gekehrt, aber voll tiefer Würde lächelt uns das Gesicht der königlichen Holzfigur an. Äußerlich grob geschnitzt, innerlich aufrecht und voller Schönheit. „Gekrönt mit Ehre und Herrlichkeit“, so beschreibt Psalm 8 uns Menschen. Gekrönt – voll tiefer Würde, das gilt auch für uns. Im Alltag mag unsere Würde oft bedroht und die Krone gefährdet sein. Doch unsere Größe und Würde bleiben. Nichts und niemand kann sie uns nehmen. In diesem Segnungsgottesdienst lassen wir uns an diese unsere Würde als Königskinder erinnern.“ (Pfarrerin Ursula Bühler)
Mit diesem Text wurden Menschen mit und ohne Demenz, ihre pflegenden An- und Zugehörige, aber auch Segensbedürftige am 8. März 2026 in die Anna-Kirche in Augsburg eingeladen.
Es war bald spürbar, wie sich die Gottesdienstbesuchenden von dieser Aussage des Psalms 8 berühren ließen: Gott hat uns alle mit Ehr und Herrlichkeit gekrönt. Wir haben alle eine königliche Würde ins uns. Die geschnitzten Könige von Diakon Knoblauch, verdeutlichten dies in beeindruckender Weise. Niemand kann uns diese Königs- und Königinnenkrone nehmen. Wir können Sie auch anderen Menschen geben. Manchmal da sehen wir unsere Krone nicht mehr, aber sie ist immer da.
In einem vollbesetzten Augustana-Saal wurde dann königlich gespeist. Durch das gemeinsame Singen zog auch bald das unbeschwerte Gefühl des Frühlings in den Raum ein.
Der Segnungsgottesdienst in der Anna-Kirche und das anschließende gemütliche Beisammensein findet zweimal im Jahr statt. Organisiert wird diese Veranstaltung in einer Kooperation verschiedener Organisationen, die sich im Bereich „Demenz“ engagieren: Den Fachstellen für pflegende Angehörige (Malteser Augsburg, AWO Augsburg, Caritas Sozialstation Augsburg-Mitte, Caritas Sozialstation Augsburg-Lechhausen), dem KompetenzNetz Demenz, der Alzheimer Gesellschaft Augsburg e. V., der Evangelischen Altenheimseelsorge Augsburg, der Altenseelsorge im Bistum Augsburg.
Der nächste Segnungsgottesdienst findet am 13. Dezember 2026 statt.
Margaretha Wachter, Gemeindereferentin
Bild: Bernd Höhn