Bericht zum Vortrag "Humor als Brücke zur Demenz"
Vortrag am 14.02.2022 von Dr.phil. Svenja Sachweh im Haus St. Ulrich Augsburg
Um diese Brücke des Humors im Umgang mit an Demenz Erkrankten kennenzulernen kamen 40 Interessierte in den Großen Saal des Hauses St. Ulrich und noch einmal dieselbe Zahl verfolgte online diesen spannenden Vortrag.
Humor zu haben und ihn nicht im Leben zu verlieren, ist eine alte Lebensweisheit. Jeder Mensch weiß um das befreiende Lachen in Stresssituationen und um die wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele, wenn man von Herzen lachen kann. Dies gilt besonders auch für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Die Krankheit und der zu bewältigende Alltag sind meist sehr belastend für sie, sodass „Lachen“ das psychische Wohlbefinden fördert, eine Leichtigkeit in den Alltag bringt und wieder die Anteilnahme am Leben erleichtert.
Besonders gut kommen bei den Erkrankten Formen des Humors an, in der das Gegenüber sich etwas dumm anstellt. Zum Beispiel bei der Zubereitung einer Speise oder beim Decken eines Tisches oder ein Kleidungsstück falsch anziehen. Jedoch muss die Grundhaltung darin bestehen, dass man den Erkrankten wirklich die Möglichkeit geben möchte, zu zeigen, dass sie es besser können.
Mit zahlreichen Beispielen aus ihren jahrzehntelangen Beobachtungen in der Praxis, wie Angehörige und Pfleger/innen Menschen mit Demenz, aber auch Erkrankte ihr Umfeld zum Lachen bringen können, konnte Svenja Sachweh auch den Zuhörer/innen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.
Margaretha Wachter