Impressionen Advent in Augsburg - Tage der Besinnung und Begegnung 28. - 30.11.2016
Unsere Besinnungstage im Advent für die ehrenamtlich tätigen Seniorenkreisleiter/innen fanden wieder großen Anklang. 28 Teilnehmer/innen waren in Augsburg. Das Thema war "Herbergssuche" und wurde vielschichtig betrachtet von Montagnachmittag bis Mittwochmittag betrachtet. Ein paar Impressionen der Veranstaltung sehen Sie hier.
Vielen Dank an Frau Annemarie Eder, Teilnehmerin der Besinnungstage für folgenden Bericht:
Tage der Besinnung und Begegnung - ein Rückblick
„Herbergssuche“ , das ist doch das adventliche Thema; vor der „Ankunft“ die Suche nach Herberge, nach Unterkunft.
Für die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Besinnungstage war schon vorher klar, wo sie Herberge für zwei Nächte finden würden. Im Bildungshaus St. Ulrich wurden sie vom Team der Altenseelsorge mit Herrn Ischwang, Frau Kasche, Frau Schreer, Herrn Wellkamp, Herrn Semenou und Frau Reisinger bereits erwartet.
Der erste Nachmittag : Von Zuhause aufbrechen - Was nehme ich mit? In einer Erzählrunde wurde klar, jeder nimmt etwas mit, was ihm vertraut ist, was ihm Sicherheit gibt; für viele ist es der Rosenkranz, für andere ganz praktische Dinge wie Buch, wärmende Socken oder Wärmflasche.
Was nahmen wohl Maria und Josef mit auf ihren Weg nach Betlehem? Welche Erwartungen, Sorgen und welche Zuversicht bewegten sie?
Die Abendandacht führte uns mit Bildern und Texten durch die „dunkle Nacht der Seele“. Viele Menschen erleben irgendwann solch eine Nacht der Verlassenheit, Unsicherheit und Trauer. Auch Maria und Josef, Johannes vom Kreuz, ein spanischer Mönch und Mystiker erlebten diese Gottverlassenheit. Doch diese dunkle Nacht endet im Licht der Geburt Christi, wenn wir uns von Gott führen und ergreifen lassen.
Der zweite Tag: Herbergssuche heute. In Workshops wurde erarbeitet, wie geht es Menschen auf der Flucht, an den Rand der Gesellschaft Gedrängten, Verlassenen, von Unruhe und Rastlosigkeit Geplagten; welche Wohnungen gibt es in uns selbst? Was bewegt Menschen dazu ihre Türen verschlossen zu halten oder zu öffnen? Auch das “ Frauentragen“ einer Marienfigur von Haus zu Haus wurde geübt. Am Nachmittag besuchten wir eine der bekanntesten Herbergen in Augsburg, die Fuggerei. Dort finden seit dem Jahr 1521 bedürftige Augsburger Bürger eine Herberge und sicher auch ein gutes Gefühl von Heimat in dieser hübschen , gepflegten Siedlung mitten in Augsburg. Und wer es bis dahin nicht wusste, auch Franz Mozart, der Großvater von J. W. A. Mozart, lebte mit seiner Familie dort mehrere Jahre.
Der adventliche Abend mit wunderschöner Instrumentalmusik und Gesang eines Frauentrios aus Biberbach und mit Texten der Teilnehmer war ein Höhepunkt mit Zuhause-Wohlfühlcharakter.
Der letzte Vormittag ist traditionell kreativ. Heuer leitete Frau Kasche zur Gestaltung einer Adventspirale aus Ton an: In 24 Schritten führt der Weg zur Mitte, zum Licht einer Kerze als Symbol für das Licht Christi.
In der Abschlussmesse dankten wir für die Begegnungen untereinander, für Gottes Geleit auf unserem adventlichen Weg und für die Anleitung und Betreuung durch die Verantwortlichen und die gute Versorgung durch Küche und Service in dieser besonderen Augsburger Herberge.