Träger

Wir Dillinger Franziskanerinnen der Provinz Maria Medingen sind Träger der Kindertageseinrichtung St. Anna.

Im Jahr 1241wurde unsere Gemeinschaft erstmals urkundlich erwähnt. Heute leben und arbeiten Schwestern unserer Kongregation in Deutschland, den USA, in Brasilien, Indien, Spanien und der Schweiz. In Deutschland gibt es drei Provinzen, die juristische Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Jede Provinz wird vertreten durch eine gewählte Provinzoberin. Seit 2003 ist dies für die Provinz Maria Medingen Sr. M. Edith Krupp. Das Engagement in der Erziehung und Bildung junger Menschen hat in unserer Gemeinschaft eine lange Tradition.

Bereits 1774 übernahmen vier Schwestern auf Veranlassung des damaligen Bischofs Clemens Wenzeslaus von Augsburg den Unterricht für Mädchen. Anfang des 20. Jahrhunderts erweiterte sich der Einsatz der Schwestern um Kindererziehung in Heimen und Kindergärten sowie um die Krankenpflege. Träger der Kindertageseinrichtung St. Anna ist somit eine Lebens- und Glaubensgemeinschaft von Frauen, die sich seit 1241 am Evangelium Jesu Christi und an Leben und Worten des heiligen Franziskus orientiert und auf dieser Grundlage auf die Nöte der jeweiligen Zeit antwortet.

Verehrte, liebe Eltern,
geehrte Damen und Herren,

wir Dillinger Franziskanerinnen führen, unterstützt vom Caritasverband der Diözese Augsburg und von der Stadt Augsburg die Kindertageseinrichtung St. Anna in Göggingen. Unser pädagogisches Wirken gründet im christlichen Menschenbild und unserem Sendungsauftrag, den wir in Kirche und Welt wahrnehmen. Unserer Ordensspiritualität entsprechend orientieren wir uns dabei an Franziskus und Clara.

Zusammen mit unseren MitarbeiterInnen sind wir um Qualität unserer pädagogischen Arbeit bemüht. Es ist uns ein Anliegen, sie Ihnen, den Eltern, die Sie uns Ihre Kinder anvertrauen und der interessierten Öffentlichkeit transparent zu machen.

Dazu wurde eine Konzeption gemeinsam erarbeitet. Von Herzen danken wir allen, die engagiert, zielstrebig und mit Fachkompetenz an der Darstellung unserer pädagogischen Leitlinien mitgewirkt haben. Die Fortentwicklung dieser Konzeption ist ein wesentlicher Baustein der Qualitätssicherung. Darum werden wir das Bewährte und Gute weiterführen und gleichzeitig aufmerksam und offen bleiben für Neues.

Kinder sind eine Gabe Gottes und die Zukunft unserer Gesellschaft. Für diese Gabe sind wir dankbar, wir sehen es als einen Beitrag für die Zukunft der Gesellschaft unseren Dienst in der Kindertageseinrichtung St. Anna einzubringen.

Allen, die in unserer Kindertageseinrichtung St. Anna, in Augsburg/Göggingen ein- und ausgehen, gilt unser franziskanischer Segenswunsch: Friede und Heil

Maria Medingen, Dezember 2010

Sr. M. Edith Krupp OSF
Provinzoberin

1911 erwarben wir das Grundstück der heutigen Kindertageseinrichtung St. Anna von der Pfarrpfründe Göggingen. Im darauf folgenden Jahr konnte auf der 0,623 Hektar großen Fläche ein Haus errichtet werden, das Platz für eine Schwesterngemeinschaft bot, die Lehrlinge betreute. 1926 wurde mit einer Nähschule begonnen. Nachdem 1957/58 ein Kindergarten in näherer Umgebung schloss, entschied sich die Kongregation, eine Trägerschaft in diesem elementarpädagogischen Bereich zu übernehmen. Das neue Aufgabenfeld verlangte umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Aufgrund des mangelnden Fundamentes wurde das bestehende Gebäude abgerissen, in einem Neubau entstanden drei Gruppenräume und großzügige Funktionsräume. Bei einer weiteren Renovierung im Jahr 1971 wurden Nebenräume und eine Gymnastikhalle angefügt. Die nächste Sanierung führte 1994 zu einer aufwändigen Erneuerung der Räume. Eine Gartenumgestaltung 1998/99 und eine komplette Fassadenerneuerung machten den Kindergarten St. Anna zu einem attraktiven, und modernen Anforderungen voll entsprechendem, Gebäude. Im Jahr 2009/ 2010 erforderte die aktuelle sozial- politische Situation eine Erweiterung des pädagogischen Bildungs- und Erziehungsangebots für Kinder unter drei Jahren. Wir wollten auf diese Situation antworten und begannen deshalb im März 2010 mit dem Neubau einer Kinderkrippe für 30 Kinder. Im August 2010 wurden die Bauarbeiten beendet, so dass wir seit September 2010 eine Kindertageseinrichtung, bestehend aus Kinderkrippe und Kindergarten sind. Die Kinderkrippe wurde als Anbau mit dem bestehenden Kindergartengebäude verbunden, so dass durch die bauliche und konzeptionelle Vernetzung für Familien die Möglichkeit besteht, dass Ihre Kinder von einem Jahr bis zur Einschulung nicht mehrere Einrichtungen besuchen müssen, sondern innerhalb der vertrauten Umgebung bleiben können.
Wie ein roter Faden zieht sich der pädagogische Ansatz durch die Arbeit mit den Kindern und ist Grundlage aller Entscheidungen und Handlungen. In der Kindertageseinrichtung St. Anna orientieren wir uns am christlichen Menschenbild und unserer franziskanischen Prägung und leiten daraus die Leitlinien für unser pädagogisches Handeln ab. Was uns wichtig ist
Christliches Menschenbild Wir sehen den Menschen als geliebtes Geschöpf und Abbild Gottes.
Darin liegt die uneingeschränkte Würde jedes Einzelenen begründet.
Deshalb prägt die Haltung der Ehrfurcht unseren Umgang mit den uns anvertrauten Kindern und Eltern, unsere Zusammenarbeit im Team mit den KooperationspartnerInnen und nicht zuletzt mit uns selbst. Franziskanische Prägung
Franziskus betontezeitlebens die Geschwisterlichkeit und wurde selbst allen Geschöpfen zum Bruder.
Darin begründen wir den dialogischen Charakter des Erwachsenen-Kind-Verhältnisses.Gleichermaßen ist der Umgang der pädagogischen Mitarbeiterinnen untereinander, sowie mit Eltern, Träger und Kooperationspartnern von Geschwisterlichkeit gekennzeichnet.
Bei Franzikus bezog sich Geschwisterlichkeit auf die gesamte Schöpfung. Ihm wurden Tiere, Elemente und Gestirne zu Schwestern und Brüdern. In unserer Kindertageseinrichtung hat dies zur Konsequenz, dass wir Verantwortung gegenüber der Natur wahrnehmen. Sensibilität für die Schöpfung und bewusster Umgang mit ökologischen Ressourcen sind für uns wichtige Erziehungsziele.