Bericht von den Bildungstagen 4. - 6.4.2017 in Nonnenhorn
„Das Paradies verdient, wer seine Freunde zum Lachen bringt.“
Wenn dieses alte Sprichwort einige Körnchen Wahrheit enthält, so haben bei den diesjährigen Bildungstagen vom 4. – 6. April in Nonnenhorn sehr viele Menschen bereits einen Platz im Paradies in Aussicht.
Um die vierzig Personen versammelten sich am Dienstagnachmittag im direkt am Bodensee gelegenen Haus St. Christophorus, um sich mit den humorvollen Aspekten des Älterwerdens zu beschäftigen und Anregungen für Ihre Seniorenarbeit zu erhalten und weiterzugeben.
Die Teilnehmenden stellten sich mit Sprichwörtern wie dem obigen gegenseitig vor und klärten danach in kleinen Gruppen, was sie in letzter Zeit alles zum herzhaften Lachen veranlasst hat. Drei der Top-Lachanlässe wurden danach im Plenum ausgetauscht. Die „ernste“ Seite des Humors erläuterte anschließend Johanna Maria Quis, die verschiedene Ideen aus der Wissenschaft dazu vorstellte und eine Beziehung zwischen Humor und Religion aufzeigte.
Der Dienstagabend schloss mit drei „Humortankstellen“, die das Lachen mittels Liedern, Spielen und Sitztänzen anregten.
Der Mittwoch begann mit Blick auf den besonnten Bodensee mit „Seligpreisungen derer, die über sich selbst lachen können“. Danach suchten sich die Teilnehmer aus einer von Diakon Robert Ischwang vorbereiteten Karrikaturen-Ausstellung zum Thema Alter jeweils eine Darstellung heraus und besprachen deren Aussage in Kleingruppen. Es zeigte sich bei den Gesprächen, dass diese Art der humorvollen Auseinandersetzung mit den Beschwernissen des Älterwerdens hilfreiche Anstöße geben kann, sonst schwierige und belastende Themen in ein gutes Gespräch zu bringen. Danach führte Stefanie Kasche die Anwesenden mit einigen Übungen in verschiedene Möglichkeiten des Improvisationstheaters ein. Bei dessen komischer Wirkung ertönten immer wieder Lachsalven im Publikum.
Der Nachmittag begann dann für alle mit der Vorbereitung verschiedener humorvoller Seniorennachmittage zu den Themen: Partnerschaft, Tierleben, Gesundheit, Reisen, bäuerliches Leben und Kirchenbesuch. Nach der theoretischen Ausarbeitung dazu folgte wie jedes Jahr die praktische Bastelei mit Brigitte Schuster, diesmal verstärkt von Stefanie Kasche. Es entstanden unter der Anleitung beider allerhand schräger Vögel und sonstiger Untiere, deren kreative Entstehung viel Freude bereitete. Am anschließenden „Bunten Abend“ wechselten sich dreieinhalb Stunden lang Lieder, Sketche und Witze aller Teilnehmenden miteinander ab und machten deutlich, welcher Reichtum an Humor in vielen der Anwesenden verborgen ist.
Am Donnerstag wurden nach einem kleinen Ausflug ins Lach-Yoga die Arbeitsergebnisse zu den humorvollen Seniorennachmittagen dargeboten. Anschließend feierten alle gemeinsam mit Diakon Robert Ischwang einen eindrücklichen Wortgottesdienst, in dem mit dem Bild von Sieger Köder, das einen gekreuzigten Clown zeigt, der Anspruch „Narren um Christi Willen (Paulus) zu sein“ vertieft wurde. Mit dem Irischen Segenswunsch ging es dann ein letztes Mal zum Mittagessen und dann mit dem Dank an Hausleitung und Bewirtung zurück nach Hause mit der Zusicherung, sich im nächsten Jahr in großer Verbundenheit durch die gemeinsame Seniorenarbeit in Nonnenhorn wieder zu treffen.
Johanna Maria Quis