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Bericht von unserem Großen Bildungstag 22./23.9.2017

02.10.2017 16:02

Impressionen vom 5. Großen Bildungstag der Altenseelsorge

Der diesjährige Große Bildungstag war für viele Teilnehmer/innen aus der ganzen Diözese ein belebendes Wochenende, das sie in ihrer haupt- und ehrenamtlichen Seniorenarbeit bestärken konnte! Wir Veranstalter/innen blicken zufrieden auf zwei gelungene Tage zurück, und während alles noch frisch in Erinnerung liegt, wollen wir all denen ein Echo der Schlüsselmomente geben, die diese Mal nicht teilnehmen konnten.

 Alles begann am Freitag mit den Eröffnungsansprachen, gefolgt von dem viel erwarteten Vortrag von Professor Leo Karrer. Gut 150 Gäste genossen die Erläuterungen des Professors über das Thema „Älter werden ist auch werden“, dessen Grundgedanken in seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Glaube der reift, Spiritualität im Alter“ zu finden sind. Er verglich das „Älter werden“ mit der Berufung Abrahams, für andere Menschen „Segen“ zu werden (Gen 12).* Mit Bezug auf seine Worten erzählten in einer darauffolgenden Podiumsdiskussion Ingrid Besserer, Maria-Brigitte Falkenberg und Emmi Knie von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem „Älter-Werden“ und ermunterten dadurch auch zahlreiche Teilnehmer von ihrem eigenen Älterwerden im Vertrauen auf Gottes Hilfe zu erzählen. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung leistete das Duo Miller/Ott der „Schwäbischen Wirthausmusikanten“, das verstärkt vom Trommelspiel Vincent Semenous für einen klangvollen gemütlichen Abend sorgte.

Der Samstag begann mit einem geistlichen Impuls in der Kapelle des Hauses St. Ulrich, nachdem die wiederum ca. 150 Teilnehmer/innen im wörtlichen Sinne „zusammengetrommelt“ worden waren. Anschließend konnten sie zwei von 12 Workshops besuchen, die nicht nur in den Räumlichkeiten des Hauses St. Ulrich, sondern auch im Pfarrheim St. Ulrich sowie in der Kaffeeaula des gegenüberliegenden Altenheims St. Verena stattfanden. Mit den Workshops wurden verschiedene Personengruppen angesprochen: Während ein Teil davon wie etwa „Biographisches Schreiben“ oder „Spirituelle Angebote für Senioren“ zur Förderung eines aktiven Alterns konzipiert worden sind, eignete sich die andere Hälfte wie z.B. „Tanzen mit dem Rollator“ oder „Bewegung trotz(t) Demenz“ zur Stärkung der Alltagskompetenzen von pflegebedürftigen Menschen. Ob Pflegekraft, Betreuungsassistent/in, Seniorenbegleiter, Seniorenkreisleiterin, Seelsorger/in oder Ehrenamtliche/r in der pastoralen Mitarbeit - jeder konnte Workshop-Angebote für sich nutzen. Die Rückmeldungen der Teilnehmer/innen haben die Qualität des Inhalts und die hohe Kompetenz der Referentinnen bestätigt. Um 16:00 ging die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Lied in der Kapelle zu Ende.

Der diesjährige Große Bildungstag war für uns nicht nur ein Jubiläum (40 Jahre Altenseelsorge in Augsburg), sondern ein Anlass für die Dringlichkeit der Seniorenarbeit die Stimme zu erheben. Nicht alle Menschen können die Dringlichkeit dieser akuten Situation wahrnehmen. Umso mehr sind wir allen jenen besonders dankbar, die sich für das Wohlergehen der Senioren engagieren. Wir danken allen Gästen und Referenten, die bei der Veranstaltung waren und allen, die zum Gelingen dieses Wochenendes in irgendeiner Form beigetragen haben. Wenn Gott will, sehen wir uns in zwei Jahren wieder. Bleiben Sie gesund!

Vincent Semenou und Johanna Maria Quis

* Der Vortragstext kann bei Interesse auch von uns weitergeleitet werden.