Texte & Predigten

29.06.2015 11:36 Verehrte, liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst, liebe Schwestern und Brüder in Christus, liebe Verwandte und Freunde unserer Weihekandidaten für das Priesteramt!
Als ich die liturgischen Texte der Kirche für den heutigen Sonntag erstmals zur Kenntnis genommen hatte, musste ich mich entscheiden. Ich musste darüber befinden, ob wir die Lesungen des Tages für die Feier des Wortgottesdienstes zur Gänze übernehmen oder ob ich der Empfehlung folge, aus anderen für die Feier der Priesterweihe vorgelegten Lesungen auszuwählen.
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05.06.2015 10:05 Liebe Schwestern und Brüder,
als wir vor einer Woche das Augsburger Gebetshaus zur gemeinsamen Eucharistiefeier und zum anschließenden Lobpreisgebet in den Dom eingeladen hatten, da hatte ich die Mitbrüder vom Domkapitel schon vorsorglich darüber informiert, dass die jungen Leute im Altarraum eine Leinwand mit einem einfachen Kreuz bezeichnet aufstellen wollten, um für das anschließende Gebet, das keine eucharistische Anbetung war, einen näheren unmittelbaren Bezugspunkt zu haben.
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02.05.2015 19:14 Liebe Schwestern und Brüder, verehrte liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst, liebe Weihekandidaten!
Seitdem die sogenannten Skrutinien, die bischöflichen Prüfungsgespräche für die Eignung der Kandidaten, zur Weihe zum Diakon zugelassen zu werden, seitdem diese Gespräche abgeschlossen waren und ich an diesen Weihegottesdienst und die fällige Ansprache dachte, hatte ich es mir vorgenommen. Ich hatte mir vorgenommen, diese meine Worte mit dem Ausdruck großen Bedauerns zu beginnen.
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05.04.2015 13:28 Wie mögen sie denn wohl die Nacht verbracht haben, die Jünger, nach der Kreuzigung? Wohin der Verrat des Judas geführt hat, wissen wir ja aus dem Evangelium nach Matthäus. Aber Petrus nach seiner Verleugnung, oder Johannes nach der Kreuzigung, oder jener junge Mann, der nur mit einem leinenen Tuch bekleidet war, das er dann aber fallen ließ, als sie ihn packten, und er nackt davon lief. (vgl. Mk 14,51f) Ob sich der Evangelist Markus damit selbst beschrieben hat in seiner Furcht? Wie mag es ihnen allen jetzt ergangen sein, nach dem vertrauten letzten Mahl nun ein für allemal von ihrem Herrn getrennt?
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20.02.2015 12:28 Vor nun schon fast 30 Jahren habe ich im französischen Elsaß meinen Mitbruder besucht, mit dem zusammen ich in Rom studiert habe. Als ich ihn nach Taizé fragte und ob wir nicht einmal dorthin fahren sollten, schaute er mich mit großen Augen an und fragte mich: Wo ist Taizé? Wo ist Taizé in Frankreich? Natürlich wusste er, wo Taizé lag und ist auch mit mir dorthin gefahren. Seine Fragen waren ja nur rhetorisch gemeint und sollten zum Ausdruck bringen, dass von der Bewegung um Taizé offensichtlich im religiösen und gesellschaftlichen Leben Frankreichs kaum etwas zu spüren war.
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02.02.2015 09:16 Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
die Kirchengegner und die Ungläubigen mögen wohl beinahe gejubelt haben, als sie die Überschrift jenes Leitartikels der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unmittelbar nach Weihnachten zur Kenntnis genommen hatten. Unter der Überschrift, die Spätzeit des Christentums habe begonnen, kündigte da ein (kath.) Journalist den unmittelbar bevorstehenden Kollaps der Kirche in Deutschland an und verglich sie in ihrem Zustand obendrein noch mit der späten DDR.
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31.12.2014 16:01 Liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst, liebe Schwestern und Brüder in Christus!
Der letzte Tag des Jahres ist wie kein anderer dafür geeignet, Rückschau zu halten und Bilanz zu ziehen, aber auch uns zu besinnen, dankzusagen und zu bitten. Noch in meiner Kindheit wartete der Pfarrer Jahr für Jahr bei der Jahresschlussandacht mit den Zahlen der Pfarrstatistik auf. Immer waren es überschaubare Zahlen, die die Substanz der kleinen Diasporagemeinde nicht wesentlich berührten.
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24.12.2014 15:44 Verehrte liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst, liebe Schwestern und Brüder in Christus!
Mein Herr und mein Gott – Das sind die letzten Worte eines Menschen nach dem Evangelium des Johannes, bei dem das, was uns soeben feierlich verkündet worden ist, zum Ziel gekommen ist. Worte eines Menschen, der noch einmal durch die Anfechtung seines Glaubens hindurchgegangen ist.
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30.11.2014 10:51 Verehrte Mitbrüder im geistlichen Dienst, liebe Schwestern und Brüder in Christus!
Auch wenn man sich mittlerweile fast schon daran gewöhnt hat, dass bei vielen Autofahrern die Blinkanlage immer mehr außer Gebrauch zu geraten scheint, da waren wir, mein Fahrer und ich, doch einigermaßen erschrocken. Als nämlich der Wagen ein gutes Stück vor uns nicht nur die Spur wechselte ohne zu blinken, ...
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21.11.2014 16:02 Jahrzehntelange ökumenische Bemühungen – und kein bisschen weiter!? Solche und ähnliche Stimmen kann man hören, wenn es um die Bewertung der Ergebnisse in der Ökumene nach dem II. Vatikanischen Konzil geht. Wer jedoch nicht nur auf äußere Erfolge schaut, sondern tiefer blickt, der wird sich eines Besseren belehren lassen müssen. Noch im Jahre 1949 – ich selbst war gerade fünf Jahre alt – schärfte das „Heilige Offizium“, die Vorgängerbehörde der heutigen Glaubenskongregation, allen Bischöfen in einer Erklärung zur „ökumenischen Bewegung“ ein, die Gespräche genau zu kontrollieren ...
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