Bericht zum Vortrag "Wege aus der Einsamkeit" im Rahmen des 8. Großen Bildungstages
Mit einem außergewöhnlichen Einstieg begann der „Große Bildungstag“ – traditionell bereits am Vorabend als Vortragsabend: Der Shantychor aus Lützelburg überraschte mit Seemannsliedern aus dem hohen Norden, beginnend mit „Seemann lass das träumen…“, gefolgt von „In Hamburg sind die Nächte lang…“. Sofort war eine lockere Atmosphäre spürbar, denn die 20 Mann – unterstützt von zwei Damen am Schifferklavier – intonierten mit kräftiger Stimme. Und „Hamburg“ wies schon den Weg zur Referentin des Abends.
Diözesan-Altenseelsorger Robert Ischwang begrüßte die rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und drückte seine Freude darüber aus, dass sich so viele zu einem Thema wie „Wege aus der Einsamkeit“ eingefunden hatten.
Im Anschluss daran begrüßte Bildungsreferentin Maria Hierl, die durch den Abend führte, die Autorin Dagmar Hirche. Die studierte Betriebswirtin war lange Jahre Geschäftsführerin in einer Unternehmensberatung in mittelständischen Unternehmen der Dienstleistungsbranche. Dagmar Hirche, gebürtige Hamburgerin, freute sich sehr über den ungewöhnlichen Auftakt.
2007 gründete sie mit Geschäftspartnern den Verein „Wege aus der Einsamkeit“ und ist seitdem Vorstandsvorsitzende. Auch der Vortragsabend war mit dem Thema „Wege aus der Einsamkeit“ überschrieben.
Ihre Aufgabe sieht Frau Hirche darin, das Image des Alters positiv zu verändern und das Miteinander der Generationen zu fördern. So zeigt ihr Logo „Wege aus der Einsamkeit“ tanzende ältere Menschen. Mit ihren Mitstreitern feiert Damar Hirche z. B. den Weltseniorentag mit einem Senioren-Flashmob, Senioren-Speed-Dating und einer Silent-Seniorenparty. Seit vielen Jahren nimmt der Verein die
Herausforderung an, mehr Menschen im Alter von 65+ mit in die digitale Welt zu nehmen und bietet viele kostenfreie Gesprächsrunden, genannt „Versilberer-Runden“ in Berlin und Hamburg an. Gerade in Coronazeiten trat das der Vereinsamung entgegen; die Teilnehmerzahlen der digitalen Treffen schossen durch die Decke, denn die Zoom-Plattform war und ist seitdem 24 Stunden und jeden Tag zugänglich.
Damar Hirche unterstrich ihre Forderung, dass digitale Bildung nicht beim Alter enden darf. Ihre „Wege aus der Einsamkeit“ wurden immer wieder vielfältig ausgezeichnet. Besonders betonte sie deren Wichtigkeit, nachdem mit Riesenschritten die „Künstliche Intelligenz“ Einzug hält.
Die Lebendigkeit der Referentin zog alle Zuhörer in ihren Bann, denn die Inhalte waren kurzweilig und informativ. Immer wieder wurde der Abend bereichert von Liedern des Shantychores aus Lützelburg, die zum Mitwippen und Mitsingen einluden. Am Ende eines grandiosen Abends waren sich alle einig: „Ein wunderbarer Auftakt für den „Großen Bildungstag“
Rita Sieber
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