Sr. Stephen in Südafrika

Flagge von Südafrika

Jeder Mensch hat Recht auf eine Chance.

Unsere Pfarrgemeinde St. Agatha unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit von Sr. Stephen von der Ordensgemeinschaft der Missionsdominikanerinnen in der Region East London/ King William’s Town in Südafrika.

Zunächst ein herzliches Vergelt's Gott an Lydia Frühschütz, die uns diesen Bericht von Ihrem Besuch bei Sr. Stephen zur Verfügung gestellt hat.

Sr. Stephen gibt Spendengelder, z.B. von unserem Pfarrfest oder den Aktionen der ökumenischen Frauengruppe , weiter an zuverlässige Kontaktpersonen. Häufig sind es Priester von Pfarrgemeinden und Leiter von Hilfsorganisationen, wie der Aidshilfe in King William’s Town. Das Geld wird auch verwandt für die Armenspeisung am Kloster, für die klostereigenen Schulen in der Missionsstation Woodland und für arme Familien, die von der Vincent v. Paul- Gesellschaft betreut werden.

Sr. Stephen war Lehrerin für Englisch und Mathematik und unterrichtete ca. 40 Jahre lang an den ordenseigenen Klosterschulen, die weißen und schwarzen Kindern offen standen. Neben ihrer Arbeit mit den Kindern baute sie Kontakte auf zu Pfarrgemeinden, Hilfsorganisationen und Familien. Was macht Sr. Stephen mit unseren Spendengeldern?
Sr. Stephen gibt Spendengelder, z.B. von unserem Pfarrfest, weiter an zuverlässige Kontaktpersonen. Häufig sind es Priester von Pfarrgemeinden und Leiter von Hilfsorganisationen, wie der Aidshilfe in King William’s Town. Das Geld wird auch verwandt für die Armenspeisung am Kloster, für die klostereigenen Schulen in der Missionsstation Woodland und für arme Familien, die von der Vincent v. Paul- Gesellschaft betreut werden.
Father Gavu ist Pfarrer von Duncanville, dem größten Slum von East London mit ca. 20 000 Einwohnern. Inmitten des Elendviertels liegt auf einer Anhöhe der umfriedete Pfarrbezirk. Dort steht die Kirche, das Pfarrhaus und ein Pfarrzentrum, das Anlaufstation für Kinder ist. Father Gavu teilt sich mit Sr. Nobulali vom St. Pius Konvent die Arbeit. Father Gavu zahlt für 120 Kinder das Schulgeld und ermöglicht 80 ausgewählten Kindern im Grundschulalter eine warme Mahlzeit. Sr. Nobulali hat innerhalb des Pfarrbezirkes einen Garten angelegt und lehrt die Frauen den Anbau von Gemüse. Bei ihren Rundgängen durch den Slum sehen sie, wo die Not am größten ist und versuchen zu helfen, z. B. mit einem neuen Wellblechdach, falls Geldmittel vorhanden.
Mdantsane liegt im Nordwesten von East London. Es ist die drittgrößte Township Südafrikas. Kilometerlang reihen sich kleine Häuschen aus Stein, Holz oder Blech aneinander, umgeben von kleinen Gärten mit Kleintierhaltung. Ungefähr 30 000 Menschen leben hier. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 60 %. Es gibt eine Grund- und eine Mittelschule in der Nähe der Pfarrkirche. Die Mittelschule wandte sich an die Pfarrei mit der Bitte um eine Schulspeisung. Die Kinder hätten Hunger und könnten deshalb nicht lernen. Soweit der indische Pfarrer auf Spendengelder zurückgreifen kann, kochen Frauen vom St. Anna - Frauenbund eine warme Mittagsmahlzeit in der winzigen Pfarrheimküche für ca. 80 Kinder. Da die Spenden nicht für alle reichen, wechseln die einzelnen Jahrgangsstufen bei der Schulspeisung ab. Es gibt eine dicke Suppe aus weißen Bohnen, Mais, Gemüse und einem Hauch von Fleischbrühe, die den Magen wärmt und satt macht.
Woodlands liegt, wie der Name schon andeutet, mitten auf dem Land nördlich von King William’s Town in einer waldreichen Hügellandschaft. Es ist ein weitläufiger Gebäudekomplex mit Schul-, Schlaf und Wohnräumen und einem Haus für die Schwestern. Sr. Stephen unterrichtete 10 Jahre in Woodlands. Der Orden unterhält dort die einzige Taubstummenschule des Westkaps. Die Kinder kommen bereits im Kleinkinderalter in die Schule mit Internat. Sie werden dort gruppenweise von „Mummys“ betreut.
Die Aids-Station musste vor einiger Zeit aufgegeben werden. Diese Gebäude stehen zur Zeit leer. In zwei Gebäudeflügeln haben der örtliche Kindergarten und die staatliche Grundschule Platz gefunden. Ab der 1. Klasse werden die Kinder zweisprachig unterrichtet, in ihrer Stammessprache und in Englisch.
In den ersten vier Klassen sind die Kinder noch nicht zum Tragen von Schuluniformen verpflichtet. Sie sind bunt gekleidet und auf dem Land meist barfuss. Ab der 5. Klasse brauchen die Kinder zum weiteren Schulbesuch eine Schuluniform und Schuhe, die die Eltern bezahlen müssen. Schulgeld ist während der ganzen Schulzeit, auch in den Ferien, zu entrichten, Hefte und Bücher selbst zu bezahlen.
Sr. Stephen bringt deshalb einer Familie Schuhe für die großen Buben.
Zwischen King Williams’ Town und Stutterheim liegt das riesige Dorf Dimbasa mit drei Teilgemeinden. Die Menschen hier haben ihre Kirche selbst gebaut und bemalt. Father Gabriel schart die Kinder um sich. Er bringt 120 Kindern täglich warmes Essen in drei Schulen. Dazu fährt er auf ungeteerten, ausgeschlagenen Straßen über Land.In die Schule von Dimbaza gehen 1200 Kinder. Die Klassen haben teilweise 50 Schüler. Bücher, Hefte und Stifte reichen nicht für alle Kinder. Unser gespendetes Geld vom März 2006 wurde für Schulmaterial verwendet. Father Gabriel ermutigt die Menschen zur Selbsthilfe. Er will nicht, dass die Erwachsenen und Kinder in Passivität verfallen und darauf warten, was ihnen geschenkt wird. So werden auch nur die aller bedürftigsten Kinder eine begrenzte Zeit zur Schulspeisung zugelassen.