St. Bernhard

Foto: Pfr. Werner Pfundstein

Im westlichen Bereich Neu-Kissings, nahe der B 2, wurde nach dem II. Weltkrieg wegen der starken Bevölkerungszunahme eine neue Kirche (1957) gebaut: St. Bernhard. Dieser Neubau war der erste Schritt für ein sich entwickelndes, neues kirchliches Zentrum mit Pfarrhof, Jugendräumen, Kindergarten (1964) und einem Pfarrzentrum (Dr.-Joseph-Zimmermann-Haus) mit Hausmeisterwohnung (1981).

Das anfänglich sehr nüchterne und schmucklose Gotteshaus erfuhr mit den Jahren eine beachtliche Ausstattung:

Das große Kreuz im Chorraum, erster und unübersehbarer Schmuck dieses Kirchenraumes, ist ein Gemeinschaftswerk von Männern der Pfarrgemeinde. Altar, Ambo und Tabernakel wurden nach dem II. Vatikanischen Konzil grundlegend neu positioniert und gestaltet (1969).

Ein unübersehbarer Blickfang ist im Chorraum der überlebensgroße Kirchenpatron, der hl. Bernhard, mit seinen Attributen: Abtstab, Bibel und Bienenkorb (Vincenzo Mussner aus St. Ulrich). Ebenfalls von Mussner stammen die Gottesmutter Maria am rechten Seitenaltar, die zwölf Apostelkreuze und die 14 Kreuzwegstationen. Der hl. Ulrich (2007) am linken Seitenaltar ist ein Werk des Südtirolers Marco Bergmeister aus St. Ulrich.

Zu erwähnen sind noch die zwei Seitenkapellen: Zum einen die schlichte Kreuzkapelle im Eingangsbereich, zum anderen die Taufkapelle im Verbindungsbereich von Kirchenraum und Turm. Letztere besticht vor allem durch die farbintensiven Glasfenster mit der Darstellung der einzelnen Kreuzwegstationen.

Das Gitter im Eingangsbereich (1958) ist eine Werk des bekannten Augsburger Kunstschmieds Erich Nüchter.

Im 40 m hohen Turm mit seinem flachen Satteldach hängen vier Bronzeglocken (Perner, Passau), die 1960 geweiht wurden.

Text: Hanns Merkl
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