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Experimente der Vorschulkinder

27.04.2017 15:16

Zum Abschluss unserer Experimente Stunden sind wir gemeinsam mit dem Zug nach Bobingen ins EXPERIMENTARIUM gefahren.

27 Kinder trafen sich um 8.45 Uhr am Kissinger Bahnhof und alle waren ziemlich aufgeregt. Lisa und Ramona haben uns begleitet. Ihr Kinder hattet gelbe Warnwesten an, damit wir euch besser sehen konnten und keiner so schnell verloren ging.

In Augsburg mussten wir umsteigen und nach 6 Minuten Fahrt erreichten wir den kleinen Bobinger Bahnhof.

Es war sehr schöner Sonnenschein und wir liefen die Pestalozzistraße entlang, bis wir zum Haus der kleinen Forscher kamen. In der alten Mädchenschule sind verschiedene Räumlichkeiten der Stadt untergebracht. Wir liefen in den ersten Stock, wo uns Carsten Möller, der Leiter des Workshops freundlich empfing.

Er zeigte uns, wo wir die Jacken und Rucksäcke hin hängen konnten und dann trafen wir uns in einem großen Zimmer. Hier standen auf 5 Tischen viele verschiedene Dinge, die alle irgendetwas mit Wasser zu tun haben. Herr Möller begrüßte uns und wir waren uns einig, das wir erst einmal Brotzeit machen wollten, da wir ja doch schon sehr lange unterwegs waren. Nebenan war noch ein anderer großer Raum und hier packten alle ihre mitgebrachte Brotzeit aus und ließen es sich schmecken.

Dann ging es endlich los mit dem Experimentieren, selbständig solltet ihr Kinder herausfinden, was an den einzelnen Tischen ausprobiert werden kann:

  1. Tisch: hier lagen Filtertüten, schwarze und braune Filzstifte, Pipetten und Wasser im Messbecher. Ihr habt mit den Filzstiften auf das Papier gemalt und dann mit den Pipetten Wasser drauf geträufelt. So entstanden bunte Muster, obwohl keine farbigen Stifte dabei waren.
  2. Tisch: hier ging es um die Oberflächenspannung des Wassers. Wenn du vorsichtig Wasser auf ein Geldstück tropfst, entsteht ein kleiner „Berg“. Außerdem perlt Wasser auf bestimmtem Papier. Eine Büroklammer kann auf Wasser schwimmen, wenn wir sie  langsam drauf legen.
  3. Tisch: hier konntest du probieren, was sich im Wasser alles auflöst: Salz, Zucker, Reis, Erbsen. In kleinen Bechern war zum Schluss alles gemischt!
  4. Tisch: hier lagen ganz viel Styropor, Holzstäbchen, Plastiklöffel, zwei Plastikwannen und zwei Gießkannen mit Wasser gefüllt. Ihr durftet daraus ein Wasserrad bauen. Das war nicht so einfach. Aber als die ersten Kinder es geschafft hatten, wurde es gleich in „Betrieb“ genommen.
  5. Tisch: wie schnell schmilzt Eis, in warmen Wasser, in kaltem Wasser oder eingepackt in Alufolie? Das war auch sehr spannend und bald war das Eis verbraucht.
  6. Tisch: Hier durftest du Wasser in eine Plastiktüte füllen und als Lupe benutzen. Kleine Teile erschienen auf einmal etwas größer.

Während der ganzen Zeit haben wir Erwachsenen euch Kindern nur kleine Hilfestellungen gegeben. Ihr habt alles ausprobieren dürfen, das hat über eine Stunde gedauert und wir mussten wieder eine kleine Pause einlegen. Nochmals machten wir Brotzeit, tranken etwas oder benutzten die Toilette.

                     

Nun ging es in zwei Gruppen weiter. Die eine Gruppe ging in den Hof hinterm Haus und die andere Gruppe traf sich wieder im Experimentierraum. Herr Möller hatte dort an drei Tischen das gleiche hergerichtet: Plastikwannen, Wasser in der Gießkanne, Gläser ohne Deckel, verschiedene Deckel und Papier. Ihr wurdet gefragt: „Wie können wir Wasser einfangen?“ Wasser ins Glas füllen und Deckel drauf, das wäre die beste Lösung. Aber kein Deckel passte richtig. H. Möller füllte Wasser ins Glas, legte ein viereckiges Blatt Papier darauf, hielte es fest und drehte es zusammen um. Was passierte? Auch als die Hand weg ging, konnte kein Wasser herausfließen. Es ging auch mit Alufolie und Zeitungspapier.

Nun durftet ihr Kinder das auch selber probieren. Bei manchen klappte es gleich beim ersten Mal, andere probierten es öfters. So entdeckten auch einige Kinder, das das nasse Papier an den Wannen „kleben“ blieb.

Als weiteres Experiment mit Wasser zeigte H. Möller zwei aneinander geschraubte Plastikflaschen. In einer Flasche befand sich farbiges Wasser. Diese Flaschen wurden dann geschüttelt, gedreht oder gewirbelt und dann konnten wir, wenn wir Glück hatten, einen Tornado im Wasser entdecken. Auch das durften die Kinder selber ausprobieren.

Anschließend durfte die zweite Gruppe das Gleiche machen und die erste Gruppe ging mit Lisa in den Hof.

Das dauerte auch wieder eine Weile. Zum Abschluss versammelten sich alle Kinder noch einmal um den großen, runden Tisch und wir sahen ein Experiment mit Strom, bzw. mit Batterie. H. Möller zeigte uns, wie ganz einfach ein Stromkreis entsteht, der eine kleine Birne zum Leuchten bringt. Auch mit Alufolie, Salz und Wasser kann man „Strom“ leiten. Das hat die Kinder ganz besonders fasziniert und sie hätten es auch gerne ausprobiert. Leider war dazu keine Zeit mehr, denn wir mussten um 13.30 Uhr am Bahnhof sein, damit wir zurück nach Kissing fahren konnten.

Die Rückfahrt klappte wieder sehr gut und wir waren alle sehr glücklich, wieder am Kissinger Bahnhof zu sein. Einige Kinder wurden schon von ihren Mamas oder Papas erwartet, die anderen Kinder sind dann mit uns zurück in den Kindergarten gelaufen.

Es war ein toller Ausflug, alles hat wunderbar geklappt und ich habe mich sehr gefreut, das fast alle Kinder mitfahren durften. Ein Bub war leider krank.

Gaby Wörsching