Kindergarten St. Georg/Kemnat
„Gottesgärtner möcht ich sein“: Unter diesem Motto hat sich der Kindergarten St. Georg aus Kemnat um den Schöpfungspreis beworben. Entstanden ist die Idee dafür im Jahr 2022 bei der Ernte von Früchten aus dem Garten des Kindergartens und beim regelmäßigen Aufenthalt dort.
Die Kinder bekamen durch die wunderschöne Farbenpracht, durch Insektenbesuche, aber auch durch die geernteten Äpfel und Birnen das Gefühl, in Gottes Paradies zu leben. Hinzu kam das Interesse der Kinder am gemeinsamen Kochen und Backen. So entstand schließlich das Vorhaben, ihnen orientiert am Gedanken der Nachhaltigkeit einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln nahezubringen. Dafür wurde im Garten ein Hochbeet angelegt.
Los ging es mit diesem Projekt aber schon im Winter und Frühjahr, als bei Spaziergängen verschiedene Bodenarten erkundet wurden. Dabei konnten die Kinder auch Lebewesen nahekommen, die unter der Erde wohnen. Diese wurden für einige Tage im Kindergarten in einem Insektenlabor beobachtet, bevor sie wieder in ihre Heimat, die Erde, gebracht wurden.
Weiter ging es im Frühjahr mit dem Bepflanzen. Die Kinder konnten dem Gärtner aus dem Nachbarort zuschauen und ihm auch bei der Arbeit helfen. Mit großem Eifer haben sie in den folgenden Wochen die Pflänzchen gepflegt und dabei gesehen, wie Salate, Kohlrabi, Mangold & Co. immer größer wurden. Wie es in der Natur so ist, konnten die Kinder auch von einigen „Katastrophen“ lernen, die Blattläuse verursacht haben.
Das Hochbeet wird auch in den kommenden Jahren Verwendung finden. Wie genau, mit welchen Pflanzen, vielleicht sogar mit selbstgezüchteten Tomaten und Gurken, werden die Kinder selbst entscheiden. Während des Sommers waren sie schon mal fleißig dabei, daheim Ausläufer von Erdbeeren zum Einpflanzen zu suchen.
Bereits im ersten Jahr des Projekts sind die Kinder immer bessere Gärtner geworden. Sie freuen sich, „Gottes Erbe zu pflegen, zu schätzen und wertschätzend zu nutzen“, blickt der Kindergarten deshalb auf das Projekt.