Monika Javani-Wiedemann
Für ihr Werk „Elemente“ hat sich die Kunstmalerin Monika Javani-Wiedemann mit der Schöpfung befasst. Entstanden ist ihr 200 x 124 Zentimeter großes Werk zwischen 2023 und 2025. Sie versucht darin, die vier Elemente der Schöpfung (Erde, Wasser, Feuer und Luft) in einer harmonischen Wechselbeziehung darzustellen.
Den Zusammenhalt stellt dabei kompositorisch in der Senkrechten ein zentraler Baum her. „Er steht für das Wachsen und auf anderer Ebene für die Geistigkeit und die Seele des Ganzen“, deutet die Künstlerin selbst ihr Werk. In seiner Krone spiegeln sich Tag und Nacht wider. Am Fuß des Baumes schlängelt sich ein Gewässer, an dessen fruchtbaren Ufern Pflanzen wachsen. Auch die Form eines Kreuzes ist in dem Baum angedeutet – womit an die Erlösung der gesamten Schöpfung durch den Kreuzestod Jesu erinnert wird.
Die Waagrechte bildet in dem Ölgemälde die Kultur, von Frau Jovani verstanden als das vom Menschen Geschaffene. Zu sehen sind dort Häuser, auch eine Kirche und vielleicht, in der rechten Bildhälfte, Fabrikgebäude und Schornsteine, gehüllt in weiß-grauen Rauch. Wie auch die Gebäude in Grau gehalten sind, während das Bild sonst eher von blauen und grünen Farbtönen bestimmt ist. Auch ein kräftiges Rot-Orange schlägt durch und nimmt die Symbolik des Feuers auf.
Im Vordergrund sitzt ein Kind auf einem Baumstamm. Es scheint sich an einem Lagerfeuer zu wärmen, kann aber auch als Person gedeutet werden, die das Geschehen aus einer gewissen Distanz heraus betrachtet und auf sich wirken lässt. Das Kind ist nicht agierend, sondern einfach im Sein und scheint das Geschehen in aller Ruhe zu genießen.
Ist es der Moment, in dem das Kind, in dem aber auch wir als Betrachter dem Sinn der Schöpfung nachspüren? „Voller Respekt und ohne Absicht ist dieser Moment“, meint dazu Frau Javani-Wiedemann. „Für mich ist es Ehrfurcht vor Gott und seiner Schöpfung.“
Monika Javani-Wiedemann hat an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert und lehrt seit 1990 am Maristenkolleg in Mindelheim.