„Samen des Friedens und der Hoffnung“
In seiner ersten Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung erinnert Papst Leo XIV. an den zehnten Jahrestag der Enzyklika Laudato si‘. Es sei „nun wirklich an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen“, fordert er.
Es sei mittlerweile offensichtlich, dass unsere Erde im Verfall begriffen sei. Ausdrücklich nennt Papst Leo dabei extreme, durch den vom Menschen verursachten Klimawandel hervorgerufene Naturereignisse sowie den Verlust der Biodiversität.
Dies führe auch zu einer Missachtung von Gerechtigkeit und Frieden, die vor allem die Ärmsten, die Ausgegrenzten und die Ausgeschlossenen treffe. „Durch engagierte und einfühlsame Arbeit können viele Samen der Gerechtigkeit keimen und so zu Frieden und Hoffnung beitragen“, betont Leo. Manchmal dauere es Jahre, bis ein Baum die ersten Früchte trage.
Das Motto des diesjährigen Weltgebetstages lautet. „Samen des Friedens und der Hoffnung“ und wurde noch von Papst Franziskus ausgewählt. Leo deutet es mit Bezug auf den Propheten Jesaja. Er beschreibe, wie Gottes Geist in der Lage sei, trockene und ausgedörrte Wüste in einen Garten der Gerechtigkeit und des Friedens zu verwandeln (vgl. Jes 32, 15-17). Diese prophetischen Worte bekräftigten nachdrücklich, „dass neben dem Gebet auch der Wille und konkrete Taten notwendig sind“.
Die Enzyklika Laudato si‘ habe die Kirche und viele Menschen guten Willens nun seit zehn Jahren begleitet. „Möge sie uns weiterhin inspirieren und möge man sich immer mehr für den Weg einer ganzheitlichen Ökologie entscheiden. So werden sich die Samen der Hoffnung vermehren, die wir mit der Gnade unserer großen und unverbrüchlichen Hoffnung, dem auf erstandenen Christus, ,bewahren und pflegen‘ müssen.“
Den kompletten Text der Botschaft gibt es auf den Seiten des Vatikans.
Bericht bei Vatikan-News
Der Gebetstag wird seit dem Jahr 2015 jedes Jahr am 1. September in ökumenischer Verbundenheit begangen und geht auf eine Initiative von Papst Franziskus zurück.