Beispiel gelebter Schöpfungsspiritualität

Die "Arche Noah" von Alsmoos

30.07.2020 11:01

In seiner Enzyklika „Laudato si“ macht Papst Franziskus ganz konkrete Vorschläge zur Bewahrung der Schöpfung. Wie das aussehen kann, zeigt in der Nähe von Alsmoos die Pfarrwiese „Arche Noah“.

Eine "Arche Noah" als Heimat für Pflanzen und Tiere kann es auch in Bayerisch-Schwaben geben. Das zeigt das Beispiel aus Alsmoos. (Foto: Foto: Thomas Frey, Regionalreferent für Schwaben/BUND)

Vor mehr als zehn Jahren ist die Pfarrei in der Nähe von Aichach neue Wege gegangen. Unter Federführung ihres Kirchenpflegers Willi Christoph hat die Pfarrei Alsmoos in Kooperation mit dem Bund Naturschutz eine kircheneigene, 1,7 Hektar große Fläche renaturiert. Sie bietet seitdem Lebensraum für zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. Für dieses Engagement wurde die Pfarrei im Jahr 2017 mit dem Schöpfungspreis der Diözese ausgezeichnet.

Von der Vielfalt, die sich in diesen Jahren entwickelt hat, haben sich im Juli 2020 der Vorstand des BUND Bayern bei einer Begehung zusammen mit Willi Christoph und der Umweltbeauftragten des Bistums, Andrea Kaufmann-Fichtner, überzeugt. 

Der Abschluss der Begehung schloss mit einem Zitat von Papst Franziskus aus Laudato si: „Jedes Jahr verschwinden Tausende Pflanzen- und Tierarten, die wir nicht mehr kennen können, die unsere Kinder nicht mehr sehen können, verloren für immer. Die weitaus größte Mehrheit stirbt aus Gründen aus, die mit irgendeinem menschlichen Tun zusammenhängen. Unseretwegen können bereits Tausende Arten nicht mehr mit ihrer Existenz Gott verherrlichen, noch uns ihre Botschaft vermitteln. Dazu haben wir kein Recht.“ (Laudato si, 33)

 

Verschiede Medien haben über den Termin und das Anliegen der Alsmooser berichtet:

„Augsburger Allgemeine“
Bayerischer Rundfunk
katholisch1.tv