Projekt mit der Katholischen Erwachsenenbildung

Sieben neue Umweltauditoren

24.02.2014 11:32

In einer Feierstunde wurde im Februar 2014 den ersten Umweltauditoren im Bistum Augsburg ihre Urkunde überreicht. Ab jetzt können sie in ihren Pfarrgemeinden dafür Sorge tragen, Umweltmanagement vor Ort umzusetzen. Ziel ist dabei eine Zertifizierung mit dem international anerkannten System EMAS.

Von unten rechts: Siegfried Fuchs (Referent), Erwin Merz, Anton Kriesch, Heinz Löhning. Von oben rechts: Frank Kienle (Referent), Rudolf Brunner, Max Markmiller, Mia Grabolus, Christoph Wessel (Umweltbeauftragter), Herbert Luy (Foto: Archiv)

„Die Bewahrung der Schöpfung ist eine wichtige Aufgabe der Kirche und soll sich wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche einer Pfarrgemeinde ziehen“. Kurz und knapp fasst Kursteilnehmer Rudolf Brunner das Konzept des kirchlichen Umweltmanagements zusammen. Dass sich dahinter viel Überzeugungsarbeit und beständiges Engagement verbirgt, weiß er und mit ihm die weiteren Kursteilnehmenden.

Nach einer Ausbildungszeit von mehr als einem Jahr haben sie nun ihre Urkunden zum kirchlichen Umweltauditor erhalten. Bei einer Feierstunde im Haus Sankt Ulrich in Augsburg betonte der Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung in der Diözese Augsburg, Prof. Dr. Adalbert Keller: „Der globale Klimawandel trifft die am härtesten, die ihn am wenigsten verursacht haben: die Länder des Südens. Die Pfarrgemeinden sind daher zur Verantwortung aufgerufen. Mit ihrem Engagement, mit ihrem Einsatz sorgen sie sich um die Bewahrung der Schöpfung, also um einen biblischen Auftrag, der in der Gemeindepastoral von heute unverzichtbar ist.“

Praxisnah und immer vor Ort in den Pfarreien vermittelte der Kurs, wie Schöpfungsleitlinien entwickelt werden, wie eine ökologische Bestandsaufnahme in den Liegenschaften funktioniert und Verbesserungen erzielt werden, wie Menschen in der Pfarrei daran beteiligt werden. Die Bereiche Beschaffung, Energieverbrauch, Bepflanzungen, Müllentsorgung und vieles andere mehr werden dabei auf den Prüfstand gestellt. Der Blick richtet sich auch auf die Vorbereitung von Pfarrfesten und Veranstaltungen, die Gestaltung der Liturgie und spiritueller Angebote.

Die großzügige Förderung des Kurses durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, aber auch der lange Kurszeitraum und die intensive Praxisbegleitung sind für den Umweltbeauftragten des Bistums, Christoph Wessel, Schlüsselelemente für das gute Gelingen des Kurses.

Fünf Pfarreien im Großraum Augsburg wollen dieses Konzept nun praktisch umsetzen. Sie haben Umweltteams gebildet und wollen sich im Herbst 2014 einer externen Überprüfung nach den europäischen EMAS III Richtlinien (Eco Mangement Audit Scheme) stellen und damit ein international anerkanntes Umweltmanagement einführen. Ziel ist es, verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln zu vereinfachen, zu verstetigen und öffentlich darzustellen. (Text: Christoph Wessel)