Maria-Ward-Schule Kempten
An der Maria-Ward-Schule Kempten, einer Mädchenrealschule des Schulwerks der Diözese Augsburg, gibt es in jeder Klasse Umweltbeauftragte. Bei diesem Projekt geht es zunächst einmal darum, nicht nur zu jammern, sondern auch etwas zu tun. Auslöser war hierfür die Energiekrise des Jahres 2022.
Im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils und damit auch einer besseren Lebensqualität will die Schule aber auch grundsätzlich zur Bewusstseinsbildung der Schülerinnen beitragen.
Und so benannte als ersten Schritt jede Klasse zwei Umweltbeauftragte. Ihre Aufgabe: Die Mitschülerinnen über Maßnahmen zur Einsparung von Energie informieren, im Klassenzimmer ebenso wie daheim. Die Schule konnte dabei an frühere Erfahrungen mit Technikbeauftragten anknüpfen.
Aber dabei blieb es nicht. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden weitere Maßnahmen gestartet. So wurden auf die jeweiligen Jahrgangsstufen und Lehrpläne abgestimmte Workshops entworfen. Die 5. Klassen suchten etwa nach Energiefressern, aber auch nach Energiesparmöglichkeiten in der Schule und zuhause. Die Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufen befassten sich mit nachhaltiger Ernährung. Und weil sich Nachhaltigkeit nicht allein auf den schulischen oder privaten Kontext begrenzen lässt, setzt die Schule auch auf Kooperationen mit externen Organisationen wie etwa dem Weltladen Kempten sowie regionalen Unternehmen der Abfallwirtschaft und der Strom- und Wasserversorgung.
Der ursprüngliche Gedanke mit den Umweltbeauftragten ist somit auf Dauer angelegt. Die Schule lässt die Jugendlichen zudem bei der Umsetzung und Weiterentwicklung von Maßnahmen selber zu gestalterischen Kräften werden. Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufen haben beispielsweise für die 5. und 6. Klassen eine „Klima- und Umweltschnitzeljagd“ im Schulhaus entwickelt und durchgeführt. Außerdem listet die Schule etliche weitere Projekte auf, die bereits geplant oder umgesetzt wurden:
Die Maria-Ward-Schule teilt in der Bewerbung auch ihre Freude mit: Darüber, mit diesem Projekt sowohl in der örtlichen Presse als auch in Rundfunk und Fernsehen große Aufmerksamkeit gefunden zu haben.
Begründung der Jury:
Mit dem Projekt „Handeln statt Jammern“ und Umweltbeauftragten für jede Klasse hat die Mädchenrealschule Maria Ward die Jury auf zweifache Weise überzeugt: Es wurde im Sinne der Bewusstseinsbildung nicht nur konkret gehandelt. Auch die Öffentlichkeit wurde gezielt einbezogen. Die Resonanz in den örtlichen und überregionalen Medien hat dabei gezeigt, wie innovativ und nachahmenswert dieses Vorhaben ist.