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Schöpfungspreis 2025

Pfarrei St Hedwig/Kempten

17.01.2026 08:00

In der Kemptener Pfarrei St. Hedwig wurde eine Benjes-Hecke angelegt; Firmlinge haben außerdem Nistkästen gebastelt. Beide Projekte sind in einem größeren Zusammenhang zu sehen: Die Pfarrei St. Hedwig wurde im Februar 2025 erstmals mit dem kirchlichen Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ zertifiziert.

Projekt Benjeshecke im Pfarrgarten. (Foto: Pfarrei St. Hedwig)

Damit wurde ein zentrales Anliegen aus dem Hirtenwort von Bischof Dr. Bertram Meier vom 4. Oktober 2020 aufgegriffen: „Schöpfung bewahren – Umwelt schützen“.

Dabei hat sich das Umweltteam als ein Teilprojekt die ökologische Umgestaltung des Pfarrgartens im Sinne der Artenvielfalt vorgenommen. Ein Plan verzeichnet dafür neben Blumenbeeten, Komposthäufen für Laub, einem Sandarium mit Insektenhotel sowie einem Stein-/Totholzhaufen mit Insektenkeller auch Vogelhäuser und Feldgehölze mit einer Benjeshecke.

Letztere wurde im Frühjahr 2025 von einem kleinen Team unter beratender Unterstützung durch eine Blühbotschafterin angelegt. Solche Hecken bieten Unterschlupf für viele Tiere, etwa Igel, Eidechsen, Kröten und Insekten; sie sind im Winter eine wichtige Futterquelle und geben einem Garten in dieser Jahreszeit als gestalterisches Element Struktur; im Frühjahr wiederum liefert das Totholz solcher Hecken Insekten wie Wildbienen Baumaterial. „Dieses Projekt hat Haupt- und Ehrenamtliche zusammengebracht, kostete nicht viel Zeit und Geld und zeigt sicherlich große Wirksamkeit für allerlei Tiere“, heißt es in der Bewerbung um den Schöpfungspreis.

Für den Bau der Nistkästen, das zweite Projekt, waren die Firmlinge eingebunden. Sie sollten damit für das Anliegen der Artenvielfalt begeistert werden und wissen jetzt, dass ein solches Häuschen den Vögeln eine Bruthilfe und Schutz vor Nesträubern bietet.

Die elf Jugendlichen aus drei Pfarreien hatten großen Spaß dabei, die Kästen zu basteln. Voller Begeisterung haben sie diese am Ende auch noch liebevoll bemalt. Aufgehängt werden die Kästen in allen drei Pfarreien. So kann der „Grüne Gockel“ auch dorthin wirken. Und so bleibt die Hoffnung, dass dieses pfarreiübergreifende Projekt viele Vogelgenerationen erfreuen wird.

   

Umweltteam St. Hedwig

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