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Schöpfungspreis 2025

Blumen- und Gartenfreunde/Beckstetten

24.02.2026 08:00

In der Dorfmitte von Beckstetten wurde am 1. Mai 2024 das neue Brotbackhaus der Blumen- und Gartenfreunde eröffnet. Die Idee für ein solches mit Holz befeuertes Backhaus in der Dorfmitte, direkt neben Kindergarten und Pfarrheim gelegen, reicht schon länger zurück, wurde aber durch „Corona“ etwas ausgebremst.

Brotbackhaus in der Dorfmitte von Beckstetten. (Foto: Blumen- und Gartenfreunde)

Mitglieder des Vereins gründeten dafür den „AK Kruste“. Auch die Kirchenstiftung St. Agatha trug ihren Teil bei und stellte ein Grundstück zur Verfügung. Mit dem Backhaus soll nicht nur das Miteinander im Dorf und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Auch das traditionelle Bäckerhandwerk kann mit ihm erlernt und das Wissen darüber weitergegeben werden. Der Kindergarten liegt ja gleich gegenüber.

Nicht zuletzt war es ein großes Anliegen, nachhaltig zu bauen. Dies konnte nahezu vollständig umgesetzt werden. Errichtet wurde das Backhaus in über 600 Stunden Arbeitszeit in Eigenleistung. Dabei wurden gezielt alte Materialen gesucht und wiederverwendet. In Bauernhöfen und Scheunen, die abgebrochen wurden, fanden sich Ziegel und Dachbalken. Sie wurden gereinigt, aufbereitet und dann im Backhaus verbaut. Einige der Dachziegel befanden sich früher auf der Pfarrkirche. Ähnlich war es bei den wunderschönen alten Fenstern: Sie stammen aus einer „Ruine“ aus dem Dorf, wurden dort ausgebaut, restauriert und ebenfalls für das Brotbackhaus verwendet.

Nur ein Gegenstand, der aber sozusagen das „Herzstück“ des ganzen Projekts bildet, musste als Bausatz neu erworben werden: der Backofen. Er fasst bis zu 24 Brote, kommt inzwischen regelmäßig zum Einsatz und trägt neben den 14-tägigen Backtagen zur Bereicherung von Festen im Dorf und in der Pfarrei bei: etwa beim Patrozinium, an Erntedank und Fronleichnam oder beim Seniorenhoigata.

Selbstverständlich wird auch beim Backen auf Nachhaltigkeit geachtet: Alles geschieht vor Ort, weite Fahrwege entfallen. Die Mehle und das Getreide stammen im Sinne der Regionalität aus den Nachbarorten und das Holz kommt als nachwachsender Rohstoff aus den Wäldern rund um Beckstetten.

   

Bericht „Allgäuer Zeitung“

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