EMAS - Die Umwelterklärung auch für Pfarrgemeinden

EMAS - so lautet die Kurzbezeichnung für „Eco-Management and Audit Scheme“, auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung.

Dieses Audit richtet sich also an Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. EMAS basiert dabei auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung. Auf ihr wurde 1992 in Rio de Janeiro die Erklärung für eine nachhaltige ökologische, soziale und ökonomische Entwicklung verabschiedet, die sogenannte „Agenda 21“.

Ausführliche Infos zu diesem nachhaltigen Gütesiegel der Europäischen Union gibt es auf der Internetseite von EMAS.

 
Auch im Bistum Augsburg haben sich bereits einige Pfarreien auf den Weg gemacht und nach EMAS validieren lassen. Als erste war dies die Pfarrei Heilig Geist in Straßberg bei Bobingen. 

Ein solcher Prozess kann in einer Pfarrei einiges Auslösen, von einer Photovoltaik-Anlage auf dem Kirchendach bis hin zur Seelsorge und der Vorbereitung auf die Erstkommunion.

Die Pfarrei Straßberg hat dies auf Ihrer Homepage an einigen Beispielen sehr anschaulich verdeutlicht.

Mit den Umwelterklärungen der Pfarrei ist dies auch dokumentiert:

Zusammengefasst bedeutet dies: Wir beschäftigen uns mit den Ursachen des Klimawandels. Nur wenn uns der Zusammenhang von Ursache und Wirkung klar ist, können wir mit konkreten Taten gegensteuern. Gemeinsam erarbeiten wir, was wir als Christinnen und Christen in unserer Pfarrei tun können, um unseren Planeten Erde und das Leben darauf zu schützen.  

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenn Sie sich gerne an die Umweltbeauftragten. Wir helfen Ihnen gerne oder kommen auch zu Ihnen in die Pfarrei, wie hier Andrea Kaufmann-Fichtner in einem Workshop in Straßberg.
 

Aber es gibt noch weitere Pfarreien, die bereits Erfahrungen mit EMAS gesammelt haben. Hier dokumentieren wir als Beispiel einige Umwelterklärungen:

Auch die Regens-Wagner-Werkstätten Dillingen haben sich auf den Weg von EMAS gemacht und im September 2020 eine entsprechende Zertifizierung erhalten. Infos hierzu gibt es direkt auf den Seiten von Regens Wagner.

 

Für Interessierte an EMAS und am Umweltmanagement allgemein gibt es ab Herbst 2021 einen Kurs. Er richtet sich an Mitglieder von Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen:
"Heute für morgen handeln"

Die insgesamt neun Treffen sind auf den Zeitraum von zwei bis drei Jahren verteilt und finden reihum in den jeweiligen Pfarreien der Teilnehmenden statt. Die Kosten betragen 150 Euro (zuzüglich Fahrtkosten).

Die Kursleitung haben Andrea Kaufmann-Fichter, diözesane Umweltbeauftragte, und der Umweltberater Siegfried Fuchs (Bad Neustadt/Saale) inne.

Informationen gibt es bei den Umweltbeauftragten des Bistums Augsburg.