„The Letter“ – eine Botschaft für unsere Erde
Stellen Sie sich vor, Sie erhalten einen Brief aus Rom und sind zum Papst eingeladen. Das ist die Idee hinter „The Letter. A Message for our Earth“. Franziskus hatte sich an Menschen gewandt, die ganz besonders von der Klimakrise betroffen sind und sich für eine bessere Welt einsetzen. Sein Ziel: Ihnen zuhören, ihnen Mut machen und sie in ihrem Engagement bestärken.
Entstanden ist dabei wirklich großes Kino: erschütternd und traurig, aber auch voller Zuversicht, Hoffnung und Trost. Die Filmemacher haben die Protagonisten an ihren jeweiligen Orten besucht. Da ist zum Beispiel ein indigener Stammesführer aus Amazonien. Er erzählt von seinem lebensgefährlichen Kampf für den Erhalt des Regenwaldes. Oder zwei Naturwissenschaftler aus Hawai, die alles zum Erhalt bedrohter Korallenriffe tun. Erschütternd ist die Geschichte eines jungen Mannes aus dem Senegal. Er schildert das Schicksal von Klimaflüchtlingen. Auf seinem Mobiltelefon lässt sich dabei in dramatischen Bildern verfolgen, wie Freunde von ihm auf dem Meer um ihr Leben ringen. Hoffnung macht in „The Letter“ ein Mädchen aus Indien. Die Klimaaktivistin steht für eine noch junge Generation, die politisch Verantwortliche in die Pflicht nimmt.
Entstanden ist die Filmdoku auf Initiative von Lorna Gold, Präsidentin der Laudato-si‘-Bewegung. „The Letter“ ist ein Film, der beim Blick auf die Schicksale der Protagonisten zu Tränen rührt. Aber er macht auch Hoffnung: Sie begründet sich zunächst einmal im Zeugnis der Hauptdarsteller selber, aber auch in deren Begegnung mit Papst Franziskus und dem Heiligen Franziskus, auf dessen Spuren sie sich in Assisi begeben. Nicht zuletzt baut diese Hoffnung auf die Millionen Menschen, die „The Letter“ seit seiner Vorstellung am 4. Oktober 2022 bereits gesehen haben. So ist dem Film zu wünschen, dass er tatsächlich zu einem Brief wird, der die ganze Erde erreicht.
Die Doku gibt es kostenlos bei YouTube und dauert eine Stunde und zwanzig Minuten. Produziert wurde sie von Emmy-Preisträger Nicolas Brown (Director) und dem Team „Off the Fence“ (Produktion) in Zusammenarbeit mit dem Laudato si‘-Movement. Den Film gibt es auf Englisch, teilweise auch mit englischen Untertiteln. Er kann bei YouTube aber mit einer automatischen deutschen Übersetzung gesehen werden.
(Gesehen und besprochen von Karl-Georg Michel)
Mehr Infos und direkt zum Film:
https://www.theletterfilm.org/
YouTube (volle Länge / 1:21:41)