Umweltteam St. Martin/Lagerlechfeld
In den vergangenen Jahren wurde die Kirche St. Martin in Lagerlechfeld grundlegend umgebaut und dabei auch energetisch saniert. Dieses Bauvorhaben wurde seit 2011 intensiv von Ehrenamtlichen begleitet, die sich bereits in einer sehr frühen Phase zu einem Umweltteam zusammengeschlossen haben.
Von Anfang an haben bei diesem Bauvorhaben und auch bei anderen pfarrlichen Projekten deshalb die Schonung der Ressourcen, Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung eine große Rolle gespielt. Dabei war es dem Umweltteam immer auch wichtig, das pastorale Gesamtkonzept der Pfarreiengemeinschaft unter dem Motto „Leben teilen – Leben mitteilen“ zu berücksichtigen.
Um den gesamten Bau- und Sanierungsprozess qualifiziert begleiten zu können, ließen sich zwei Mitglieder des Umweltteams zu Umweltauditoren ausbilden. Dies führte im Jahr 2014 zu einer ersten Zertifizierung der Pfarrei mit dem Umweltmanagementsystem EMAS und seitdem zu mehreren Re-Zertifizierungen.
Die Akteure haben sich dabei, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, durch große Zielstrebigkeit und Ausdauer auch gegen manche Widerstände ausgezeichnet. Beispielhaft zeigt sich dies an der großen PV-Anlage auf dem Dach der Kirche, mit der das gesamte Projekt sozusagen „gekrönt“ wurde. Es war ein langer, komplexer und auch kräfteraubender Weg, bis diese schließlich im Einvernehmen mit der Bischöflichen Finanzkammer installiert werden konnte.
Besonders hervorzuheben ist zudem, dass das Vorhaben trotz steigender Kosten für Materialien und Löhne insgesamt im veranschlagten Rahmen blieb. Hierzu haben beispielsweise die gezielte Wiederverwendung und der Weiterverkauf nicht mehr benötigten Inventars beigetragen.
Von Anfang an waren die gesamte politische und kirchliche Gemeinde, aber auch die diözesanen Verantwortlichen eingebunden. Dieser Weg, der oft viel Geduld und Ausdauer erforderte, hat sich am Ende gelohnt. Und so könnte das Projekt St. Martin/Lagerlechfeld ein Vorzeigeprojekt auch für andere Pfarreien sein, ist das dortige Umweltteam überzeugt.
Begründung der Jury:
Wenn über zehn Jahre lang sehr konsequent zur ökologischen Bewusstseinsbildung beigetragen wird, dann ist allein das schon auszeichnungswürdig. Geradezu als Leuchtturmprojekt für das ganze Bistum kann nach Meinung der Jury aber die gelungene Zusammenarbeit des Umweltteams mit der Kirchenstiftung, diözesanen Dienststellen und der Kommune beim Umbau und der Sanierung der Kirche gelten.