Seniorenheim "Pfarrer-Knaus-Heim" in Kühbach

Im Kühbacher Seniorenheim – dem "Pfarrer-Knaus-Heim" - können in 24 Einzel- und drei Doppelzimmer vier noch rüstige und bis zu 26 pflegebedürftige Personen betreut werden.

 

Pfr.-Knaus-Heim 2009 [Foto: Helene Monzer]

 

Das Seniorenheim wird unter der Trägerschaft des örtlichen gemeinnützigen Vereins "Pfarrer-Knaus-Heim e.V." betrieben. 

 

Kontakt:

Telefon: +49 (0)8251 88709-0

Mail: info@pfarrer-knaus-heim.de 

Homepage: www.pfarrer-knaus-heim.de

 

 

 

Von Beginn seiner Amtszeit an dachte Pfarrer Karl Knaus an die Errichtung eines „Karitasheimes mit Kindergarten, Altersheim für die Einheimischen, Näh- und Kochschule, ambulante Krankenpflege und öffentlichem Bad.“ Am 6. März 1932 wurde zu diesem Zweck ein eigener Verein eingetragen, dem das Heim auch heute noch gehört und der es verwaltet. Mit Hilfe vieler tatkräftiger Kühbacher gelang dieser Kraftakt in politisch und wirtschaftlich schwersten Zeiten und am 17. Oktober 1933 konnte der stattliche Neubau an der heutigen „Pfr.-Knaus-Strasse“ eingeweiht werden.
1966 wurde das Caritasheim unter Oberin Reinmara Kneißl, die bereits seit 1942 – zunächst als Kindergärtnerin – ihren Dienst versah und seit Ende 1964 Oberin war, und Pfarrer Johann Kornprobst einer gründlichen Renovierung unterzogen. Nach einem Brand 1971 wurde das Haus aufgestockt und erweitert. 1972 wurde zudem der Kindergarten umgebaut und auf zwei Gruppen erweitert. Schwester Digna Hein kümmerte sich in dieser Zeit um die Kinder. Am 19. Juni 1978 stirbt Schwester Oberin M. Reinmara Kneißl OSF im Caritasheim Kühbach, eine große Frau, die 36 Jahre lang in Kühbach zum Wohle aller tätig war.
1983 wurde M. Sonja Krock OSF, bisher Kindergartenleiterin, die neue Oberin des Schwesternkonvents im Caritasheim. Die tatkräftige und im Ort überaus beliebte neue Oberin initiierte im Jahr 1986 an der Ostseite einen Gesamtanbau. Während im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoß je vier neue moderne Zimmer mit eigener Nasszelle und Toilette entstanden, wurde im zweiten Obergeschoß Platz für eine neue Kapelle geschaffen. Dank der guten Beziehungen von Sr. Sonja zu den Kühbachern und zu den Vereinen konnten von den errechneten Kosten von knapp 500.000 DM ein großer Anteil von etwa 140.000 DM durch Eigenleistung gedeckt werden. Weihbischof Rudolf Schmid weihte schließlich am 27. September 1987 den Erweiterungsbau ein.
Am 27. März 1989 gab es eine große und rührende Abschiedsfeier für Schwester M. Sonja Krock OSF, seit 22 Jahren Kindergärtnerin, dann Leiterin des Caritasheims Kühbach und Mesnerin. Dabei stellte die Pfarrei ein zweieinhalbstündiges buntes Programm im Gasthaus Peterhof auf die Beine. M. Tobia Boos OSF wird die letzte Oberin des Konvents der Dillinger Franziskanerinnen, die das Caritasheim betreuen, denn am 1. März 1993 verlassen die Ordensschwestern nach sechzigjährigem Dienst seit 1933 offiziell das Caritasheim Kühbach. Schwester Theresia Sieber OSF geht am 1. April 1993 als Letzte aus dem Caritasheim.
Es folgt eine schwierige Zeit für die Vorstandschaft des Caritas-Vereins, denn es zeigt sich, dass das Altersheim in seinem derzeitigen Bestand ohne die unentgeltliche Arbeit der Ordensschwestern in keiner Weise wirtschaftlich betrieben werden kann. Auf der anderen Seite möchte der Verein das geschichtsträchtige und den meisten Kühbachern aus ihrer Kindheit vertraute Heim nicht missen. So versucht die Vorstandschaft mit dem neuen Vorsitzenden Baron Federico von Beck-Peccoz einen Neuanfang mit ausschließlich weltlichem Personal und mit ehrenamtlicher, unentgeltlicher Unterstützung einiger treuer Kühbacher. Das Heim soll umgebaut und erweitert und so für die Zukunft gerüstet werden. Am 27. März 1997 schließlich wird mit einem Festakt und der Segnung des Hauses durch Pater Joseph der Abschluss der gründlichen Renovierung des in „Pfarrer-Knaus-Heim“ umbenannten Caritasheimes gefeiert. Eine Bronzebüste von Pfarrer Knaus wird enthüllt. An einem Tag der offenen Tür kann die Bevölkerung das unter dem Vorsitz von Baron Federico von Beck-Peccoz geschaffene Werk besichtigen.