Kreuzbergkapelle bei Haslangkreit, Pfarrei St. Magnus Kühbach

 

In Stockensau-West sollte eine Schlackendeponie errichtet werden. Dies wollten die Einwohner der näheren Umgebung so nicht hinnehmen. Kinder der nahegelegenen Kühbacher Volksschule stellten auf dem möglichen Deponiegelände 21 Kreuze mit ihren Fürbitten auf. Seitdem wird dieser Berg "Kreuzberg" genannt und hat so auch der Kapelle ihren Namen gegeben.

 

 

Zuerst war der Bildstock

Als Zeichen der Not und zum Abwenden der Bedrohung durch eine Deponie wurde der Bildstock erbaut und am 10. Juli 1992 eingeweiht.

 

Am 12. September 1993 begann dann der Bau der Kreuzbergkapelle unter Einbeziehung des Bildstocks. Am 30. Januar 1994 wurde die Glocke der Kreuzbergkapelle vom damaligen Kühbacher Pfarrer Adolf Nießner geweiht und damit auch die Kapelle ihrer Bestimmung übergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Literaturnachweis:

Die Texte zur Kreuzberg-Kapelle wurden entnommen aus:
Chronik der Kreuzbergkapelle; 1994
Sowie aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

 

Herausgeber: Die Erbauer der Kreuzbergkapelle
Texte und Gestaltung: M. Richter
Fotos: A. Arzberger, W. Böhm, H. Hörmann, W. Jentsch, M. Richter, H. Schlämmer, M. Spies, u.a.

 

Die Kapellenbauer

 

--- AKTUELLES ---

 

Maiandacht am 10. Mai 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Fotos: Michael Richter]

 

 

 

20 Jahre Kreuzbergkapelle - Dankgottesdienst am 14. Mai 2014

Doppelregenbogen

Der Himmel war schwarz und regenverhangen. In den vergangenen 20 Jahren war noch nie eine Maiandacht wegen schlechten Wetters ausgefallen. Deswegen waren wir fest entschlossen, auch unseren Festgottesdienst trotz des Aprilwetters an der Kreuzbergkapelle zu feiern. So machten wir uns auf den Weg: sechs Ministranten mit Kreuz und Pfarrer Mahl gingen dem Bittgang voran.

Auf dem Weg zur Kreuzbergkapelle wurde das Feldkreuz, das die Familien Dunau und Fröhlich renoviert hatten, geweiht. Vier Musiker spielten am Feldkreuz und begleiteten anschließend mit ihren Blasinstrumenten den Gottesdienst an der Kreuzbergkapelle. Einige Zeit vorher war diese von Fam. Arzberger und Seitz außen geweißelt, innen ausgebessert worden und sie sorgten auch für den Blumenschmuck.

Auf dem Weg rauf zur Kapelle gab es einen kurzen heftigen Schauer und ein böiger, kalter Wind blies von Norden. Aber als wir oben ankamen, hörte der Regen auf und in Richtung Stockensau spannte sich ein herrlicher Doppel-Regenbogen am Himmel.

Eigentlich sollte an der Kapelle das neue „Gotteslob“ benützt werden, aber daran war nicht zu denken. Denn Regenwasser tropfte von den Linden und ein starker Wind blies fast während des ganzen Dank-Gottesdienstes. Es wurde ein bewegter Gottesdienst, weil der Altartisch mal nach draußen oder wieder reingetragen werden musste. Wenigstens zur Kommunion war es einigermaßen trocken.

Vor dem Schlusssegen gab es noch einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Kreuzbergkapelle:

„1994, also vor 20 Jahren, ist die Kapelle auf dem Kreuzberg fertig geworden.

Auch wenn auf der Abschluss-Platte 1993 steht, so fand der Kapellenbau erst am 30. Jan. 1994 sein offizielles Ende mit der Glockenweihe durch Pfr. Adolf Nießner. Gebaut in vielen Stunden und von vielen Händen. 

Altarbild

Der Bildstock war bereits 1992 fertig und wurde ein fester Bestandteil unserer Kapelle.

Das Altarbild, gemalt von Rosemarie Rössig, zeigt die beiden Heiligen unserer Heimat, St. Georg und St. Magnus.

Auch heute hat uns die Glocke der Kreuzberg-Kapelle mit ihrem Läuten von weitem gegrüßt, als wir hier heraufgezogen sind.

Wenn wir den hellen, klaren Klang der Glocke hören, dann erinnern wir uns an den 30. Januar 1994. Es war kalt, aber kaum einer hat die Kälte gespürt, so voller Freude waren wir, dass die Kreuzberg-Kapelle endlich fertig war. 

Mit ihren Kreuzen haben damals die Schulkinder von Lehrer Gerold Sedlatschek der Kapelle ihren Namen gegeben und wir haben ihn gerne angenommen. Aus den Kreizl-Kindern sind inzwischen Erwachsene geworden. Auch die Linden sind gewachsen. Wie die Zeit vergeht! Die Kreuzberg-Kapelle ist nicht nur eine Erinnerung an die schöne Zeit unserer Gemeinschaft, die, so hoffen wir, auch weiterhin Bestand haben wird. Sie bleibt ein Zeichen der Mahnung in Zeiten der Sorge und Bedrängnis.“ 

Michael Richter bedankte sich bei allen Helfern und Aktiven der letzten 20 Jahre, die damals mit Rat und Tat, mit Geld, Material und auch Kritik geholfen haben, die Kreuzberg-Kapelle zu bauen. Denn ohne deren Mithilfe wäre die Kapelle nicht entstanden und die 20Jahr-Feier nicht möglich geworden. 

Er dankte Wolfgang Graf von Maldeghem, der damals das Grundstück für die Errichtung der Kreuzberg-Kapelle kostenlos zur Verfügung stellte und auch Pfarrer Paul Mahl für den Festgottesdienst und die feierlichen Maiandachten.

Dank auch an Viktoria Huber, Anni Einmüller, die Bläser und die Ministranten, die seit 20 Jahren immer mit dabei sind.

Er dankte auch den ca. 80 Teilnehmern des diesjährigen Dankgottesdienstes, die aus Haslangkreit, Paar, Stockensau, Radersdorf, Kühbach und von weiter her kamen. 

Anschließend trafen sich dann ca. 30 Teilnehmer beim Wirt in Haslangkreit zu einem gemütlichen Gespräch über alte Zeiten. Mit eingeladen waren auch Pfarrer Paul Mahl, die beiden Schwestern Albertis und Irmengild sowie die Ministranten.

Einige Fotos erinnerten an die bewegende Zeit des Bildstock- und des Kapellenbaus sowie der Glockenweihe. Natürlich wurden auch Bilder von den Maiandachten der letzten 20 Jahre gezeigt. 

Eingerahmt von fünf Linden ist die Kreuzberg-Kapelle schon von weitem zu sehen. Sie ist ein Stück unserer Heimat geworden. Möge die Kreuzberg-Kapelle auch weiterhin ein Mittelpunkt unseres Lebens bleiben.

 

Die Kreuzbergkapelle 2015

 

Besucht sie recht oft.

Michael Richter

 

Maiandacht in der Schlosskapelle am 6.5.2015

Leider hatte es die ganze Nacht hindurch geregnet -

mehr als 30 m³ auf den Quadratmeter. Deshalb fiel die Maiandacht an der Kreuzbergkapelle dieses Jahr buchstäblich ins Wasser.

Trotz schönsten Sonnenscheins am Abend waren die Wege hinauf doch so sehr aufgeweicht und das Regenwasser stand noch auf dem Weg, dass wir uns entschlossen zum ersten Mal seit Bestehen der Kapelle, die Maiandacht in Haslangkreit in der festlich geschmückten Schlosskapelle der Familie Rössig zu feiern.

 

 

 

 

 

Ca. 40 Personen aus Haslangkreit und den umliegenden Ortschaften sind gekommen, um gemeinsam zu beten und zu singen. Begleitet wurden wir von 4 Blechbläsern, die unsere Maiandacht schon seit Jahren musikalisch umrahmten.

Dank an alle Teilnehmer, die Ministranten und an Pfarrer Paul Mahl sowie an die Lektoren, und an alle, die die Maiandacht mitgestaltet haben.

Dank auch an Familie Rössig, die schon von Anfang an die Schlosskapelle immer als Ausweichlösung bereitstellten.

Michael Richter